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Gal-0905
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Gal 5,1 Für die Freiheit hat uns Christus befreit Die Kennzeichen des Lebens eines Gläubigen, der allein durch den Glauben gerechtfertigt ist Gal 5,2 Siehe, ich Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasset, wird euch Christus nichts nützen. Gal 5,3 Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er schuldig ist, das ganze Gesetz zu halten. Gal 5,4 Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt, ihr seid aus der Gnade gefallen. Gal 5,5 Wir aber erwarten im Geiste durch den Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit Gal 5,6 denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch Liebe wirksam ist. Gal 5,7 Ihr liefet fein, wer hat euch aufgehalten, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? Gal 5,8 Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat. Gal 5,9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Gal 5,10 Ich traue euch aber zu in dem Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet. Wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei. Gal 5,11 Ich aber, meine Brüder, wenn ich noch die Beschneidung predigte, würde ich dann noch verfolgt? Dann hätte das Ärgernis des Kreuzes aufgehört! Gal 5,12 O, daß sie auch abgeschnitten würden, die euch verwirren! Gal 5,13 Denn ihr, meine Brüder, seid zur Freiheit berufen Gal 5,14 Denn das ganze Gesetz wird in einem Worte erfüllt, in dem: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» Gal 5,15 Wenn ihr einander aber beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht voneinander verzehrt werdet! Die Heiligung geschieht durch den Geist, nicht durch das Gesetz Gal 5,16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Der Geist gibt Sieg über die Sünde Gal 5,17 Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch Gal 5,18 Werdet ihr aber vom Geist geleitet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Gal 5,19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung Gal 5,20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Mord Gal 5,21 Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden. Der Charakter des Gläubigen wird durch den Heiligen Geist gewirkt, nicht durch eigene Anstrengung Gal 5,22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gal 5,23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Gal 5,24 Welche aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Gal 5,25 Wenn wir im Geiste leben, so lasset uns auch im Geiste wandeln. Gal 5,26 Laßt uns nicht nach eitlem Ruhme gierig sein, einander nicht herausfordern noch beneiden!
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Gal-0906
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Die Auswirkung des neuen Lebens in Christus Jesus Das neue Leben als eine Bruderschaft Der Fall eines sündigen Bruders Gal 6,1 Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so helfet ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geiste der Sanftmut wieder zurecht Der Fall eines belasteten Bruders Gal 6,2 Traget einer des andern Lasten, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen! Gal 6,3 Denn wenn jemand glaubt, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. Gal 6,4 Ein jeglicher aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er für sich selbst den Ruhm haben und nicht für einen andern Gal 6,5 denn ein jeglicher soll seine eigene Bürde tragen. Der Fall eines lehrenden Bruders Gal 6,6 Wer im Wort unterrichtet wird, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern. Das neue Leben als Verantwortung Gal 6,7 Irret euch nicht Gal 6,8 Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten Gal 6,9 Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden Das neue Leben in der Wohltätigkeit Gal 6,10 So laßt uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an jedermann Gutes tun, allermeist an den Glaubensgenossen. Das neue Leben in der Hingabe der Liebe Gal 6,11 Sehet, wie weitläufig ich euch geschrieben habe mit eigener Hand! Gal 6,12 Alle, die im Fleische wohlangesehen sein wollen, nötigen euch, daß ihr euch beschneiden lasset, nur damit sie nicht mit dem Kreuze Christi verfolgt werden. Gal 6,13 Denn nicht einmal sie, die beschnitten sind, halten das Gesetz, sondern sie verlangen, daß ihr euch beschneiden lasset, damit sie sich eures Fleisches rühmen können. Der neue Ruhm des neuen Lebens Gal 6,14 Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, denn allein des Kreuzes unsres Herrn Jesus Christus, durch welches mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Gal 6,15 Denn in Christus Jesus gilt weder Beschnitten- noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur. Der Friede des neuen Lebens Gal 6,16 Soviele nach dieser Regel wandeln, über die komme Frieden und Erbarmen, und über das Israel Gottes! Schluss: die neue Gemeinschaft des Leidens Gal 6,17 Im übrigen mache mir niemand weitere Mühe Gal 6,18 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, ihr Brüder! Amen.
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Hebr-1901
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Einleitung Hebr 1,1 Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, Hebr 1,2 welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch die Weltzeiten gemacht hat Hebr 1,3 welcher, da er die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens ist und alle Dinge trägt mit dem Wort seiner Kraft, und nachdem er die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst vollbracht, sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt hat Christus als Persönlichkeit höher als alle andern Der Sohn ist höher als die Engel Hebr 1,4 und um so viel mächtiger geworden ist als die Engel, als der Name, den er ererbt hat, ihn vor ihnen auszeichnet. Hebr 1,5 Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: «Du bist mein Sohn Hebr 1,6 Und wie er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: «Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten!» Hebr 1,7 Von den Engeln zwar heißt es: «Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen» Hebr 1,8 aber von dem Sohn: «Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter Hebr 1,9 du hast Gerechtigkeit geliebt und Ungerechtigkeit gehaßt, darum hat dich, Gott, dein Gott mit Freudenöl gesalbt, mehr als deine Genossen!» Hebr 1,10 Und: «Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Hebr 1,11 Sie werden vergehen, du aber bleibst Hebr 1,12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie sollen verwandelt werden. Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.» Hebr 1,13 Zu welchem von den Engeln aber hat er jemals gesagt: «Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße»? Hebr 1,14 Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienste um derer willen, welche das Heil ererben sollen?
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Hebr-1902
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Warnung an die Hörer Hebr 2,1 Darum sollen wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa daran vorbeigleiten. Hebr 2,2 Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort zuverlässig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam den gerechten Lohn empfing, Hebr 2,3 wie wollen wir entfliehen, wenn wir ein so großes Heil versäumen, welches zuerst durch den Herrn gepredigt wurde und dann von denen, die ihn gehört hatten, uns bestätigt worden ist? Hebr 2,4 Und Gott gab sein Zeugnis dazu mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des heiligen Geistes nach seinem Willen. Gottes Vorsatz: die Erde soll der Menschheit unterworfen werden Hebr 2,5 Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir reden, unterstellt. Hebr 2,6 Es bezeugt aber einer irgendwo und spricht: «Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, daß du zu ihm siehst? Hebr 2,7 Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt Hebr 2,8 Indem er ihm aber alles unterwarf, ließ er ihm nichts ununterworfen Jesus wurde für kurze Zeit niedriger als die Engel Hebr 2,9 den aber, der ein wenig unter die Engel erniedrigt worden ist, Jesus, sehen wir wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jedermann den Tod schmeckte. Hebr 2,10 Denn es ziemte dem, um dessentwillen alles und durch den alles ist, als er viele Kinder zur Herrlichkeit führte, den Anführer ihres Heils durch Leiden zu vollenden. Hebr 2,11 Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, stammen alle von einem ab. Hebr 2,12 Aus diesem Grunde schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen, sondern spricht: «Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkündigen Hebr 2,13 Und wiederum: «Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen» Hebr 2,14 Da nun die Kinder Fleisch und Blut gemeinsam haben, ist er in ähnlicher Weise dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der des Todes Gewalt hat, nämlich den Teufel, Hebr 2,15 und alle diejenigen befreite, welche durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. Hebr 2,16 Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. Hebr 2,17 Daher mußte er in allem den Brüdern ähnlich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, um die Sünden des Volkes zu sühnen Hebr 2,18 denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.
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Hebr-1903
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Die Ruhe Gottes Christus, der Sohn, höher als Mose, der Knecht Hebr 3,1 Daher, ihr heiligen Brüder, Genossen einer himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unsres Bekenntnisses, Jesus, Hebr 3,2 welcher treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose, in seinem ganzen Hause. Hebr 3,3 Denn dieser ist größerer Ehre wertgeachtet worden als Mose, wie ja doch der, welcher ein Haus bereitet hat, mehr Ehre verdient als das Haus selbst. Hebr 3,4 Denn jedes Haus wird von jemand bereitet Hebr 3,5 Auch Mose zwar ist treu gewesen in seinem ganzen Hause als Diener, zum Zeugnis dessen, was gesagt werden sollte, Hebr 3,6 Christus aber als Sohn über sein eigenes Haus Ermahnung: die Generation, die Ägypten verliess, konnte nicht in die Ruhe in Kanaan eingehen wegen ihres Unglaubens Hebr 3,7 Darum, wie der heilige Geist spricht: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht, Hebr 3,8 wie in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste, da mich eure Väter versuchten Hebr 3,9 sie prüften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang. Hebr 3,10 Darum ward ich entrüstet über dieses Geschlecht und sprach: Immerdar irren sie mit ihrem Herzen! Hebr 3,11 Sie aber erkannten meine Wege nicht,so daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht eingehen in meine Ruhe!» Hebr 3,12 Sehet zu, ihr Brüder, daß nicht jemand von euch ein böses, ungläubiges Herz habe, im Abfall begriffen von dem lebendigen Gott Hebr 3,13 sondern ermahnet einander jeden Tag, solange es «heute» heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Sünde! Hebr 3,14 Denn wir sind Christi Genossen geworden, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende festbehalten, Hebr 3,15 solange gesagt wird: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung.» Hebr 3,16 Welche wurden denn verbittert, als sie es hörten? Waren es denn nicht alle, die unter Mose aus Ägypten ausgezogen waren? Hebr 3,17 Welchen zürnte er aber vierzig Jahre lang? Waren es nicht die, welche gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste fielen? Hebr 3,18 Welchen schwur er aber, daß sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, als nur denen, die ungehorsam gewesen waren? Hebr 3,19 Und wir sehen, daß sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens.
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Hebr-1904
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Die bessere Ruhe für den Gläubigen Hebr 4,1 So laßt uns nun fürchten, daß nicht etwa, während doch eine Verheißung zum Eingang in seine Ruhe hinterlassen ist, jemand von euch als zu spät gekommen erscheine! Hebr 4,2 Denn auch uns ist die gute Botschaft verkündigt worden, gleichwie jenen Hebr 4,3 Denn wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: «Daß ich schwur in meinem Zorn, sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen». Hebr 4,4 Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendigt Hebr 4,5 und in dieser Stelle wiederum: «Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!» Hebr 4,6 Da nun noch vorbehalten bleibt, daß etliche in sie eingehen sollen, und die, welchen zuerst die gute Botschaft verkündigt worden ist, wegen ihres Ungehorsams nicht eingegangen sind, Hebr 4,7 so bestimmt er wiederum einen Tag, ein «Heute», indem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie schon angeführt: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht!» Hebr 4,8 Denn hätte Josua sie zur Ruhe gebracht, so würde nicht hernach von einem anderen Tage gesprochen. Der Gläubige kommt zur Ruhe in dem vollkommenen Werk der Erlösung Hebr 4,9 Also bleibt dem Volke Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten Hebr 4,10 denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinigen. Hebr 4,11 So wollen wir uns denn befleißigen, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall komme. Hebr 4,12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens Hebr 4,13 und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, welchem wir Rechenschaft zu geben haben. Hebr 4,14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten an dem Bekenntnis! Hebr 4,15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unsren Schwachheiten, sondern der in allem gleich [wie wir] versucht worden ist, doch ohne Sünde. Hebr 4,16 So lasset uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!
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Hebr-1905
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Der Vorrang und die Endgültigkeit des Priestertums Christi Der Gläubige wird aus Gnaden in vollkommener Ruhe bewahrt Das Amt des Hohenpriesters Hebr 5,1 Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird für Menschen eingesetzt, zum Dienst vor Gott, um sowohl Gaben darzubringen, als auch Opfer für Sünden. Hebr 5,2 Ein solcher kann Nachsicht üben mit den Unwissenden und Irrenden, da er auch selbst mit Schwachheit behaftet ist Hebr 5,3 und ihretwegen muß er, wie für das Volk, so auch für sich selbst, opfern für die Sünden. Hebr 5,4 Und keiner nimmt sich selbst die Würde, sondern er wird von Gott berufen, gleichwie Aaron. Christus, ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks Hebr 5,5 So hat auch Christus sich nicht selbst die hohepriesterliche Würde beigelegt, sondern der, welcher zu ihm sprach: «Du bist mein Sohn Hebr 5,6 Wie er auch an anderer Stelle spricht: «Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.» Hebr 5,7 Und er hat in den Tagen seines Fleisches Bitten und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tode retten konnte, und ist auch erhört [und befreit] worden von dem Zagen. Hebr 5,8 Und wiewohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt Hebr 5,9 und [so] zur Vollendung gelangt, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, Hebr 5,10 von Gott zubenannt: Hoherpriester «nach der Ordnung Melchisedeks». Aufforderung und Warnung Hebr 5,11 Davon haben wir nun viel zu sagen, und solches, was schwer zu erklären ist, weil ihr träge geworden seid zum Hören Hebr 5,12 und obschon ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr wieder nötig, daß man euch gewisse Anfangsgründe der Aussprüche Gottes lehre, und seid der Milch bedürftig geworden und nicht fester Speise. Hebr 5,13 Denn wer noch Milch genießt, der ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit Hebr 5,14 Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.
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Hebr-1906
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Der Fortschritt zur geistlichen Reife Hebr 6,1 Darum wollen wir [jetzt] die Anfangslehre von Christus verlassen und zur Vollkommenheit übergehen, nicht abermals den Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, Hebr 6,2 mit der Lehre von Taufen, von der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht. Hebr 6,3 Und das wollen wir tun, wenn Gott es zuläßt. Hebr 6,4 Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes teilhaftig geworden sind Hebr 6,5 und das gute Wort Gottes, dazu Kräfte der zukünftigen Welt geschmeckt haben, Hebr 6,6 wenn sie dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, während sie sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! Hebr 6,7 Denn ein Erdreich, welches den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott Hebr 6,8 welches aber Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluche nahe, es wird zuletzt verbrannt. Hebr 6,9 Wir sind aber überzeugt, Brüder, daß euer Zustand besser ist und dem Heile näher kommt, obgleich wir so reden. Hebr 6,10 Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er eurer Arbeit und der Liebe vergäße, die ihr gegen seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dienet. Hebr 6,11 Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Fleiß bis ans Ende beweise, entsprechend der vollen Gewißheit der Hoffnung, Hebr 6,12 daß ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, welche durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben. Der Hohepriester des Gläubigen ist durch den Vorhand eingegangen und macht den Zugang des Gläubigen gewiss Hebr 6,13 Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwur er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst Hebr 6,14 und sprach: «Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mächtig vermehren!» Hebr 6,15 Und da er sich so geduldete, erlangte er die Verheißung. Hebr 6,16 Menschen schwören ja bei dem Größeren, und für sie ist der Eid das Ende alles Widerspruchs und dient als Bürgschaft. Hebr 6,17 Darum ist Gott, als er den Erben der Verheißung in noch stärkerem Maße beweisen wollte, wie unwandelbar sein Ratschluß sei, mit einem Eid ins Mittel getreten, Hebr 6,18 damit wir durch zwei unwandelbare Tatsachen, bei welchen Gott unmöglich lügen konnte, einen starken Trost haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu nehmen, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen, Hebr 6,19 [und] welche wir festhalten als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang, Hebr 6,20 wohin als Vorläufer Jesus für uns eingegangen ist, nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester geworden in Ewigkeit.
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Hebr-1907
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Der historische Melchisedek ist ein Typus auf Christus Hebr 7,1 Denn dieser Melchisedek - König zu Salem, Priester Gottes, des Allerhöchsten, der Abraham entgegenkam, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und ihn segnete, Hebr 7,2 dem auch Abraham den Zehnten von allem gab, der zunächst, wenn man [seinen Namen] übersetzt, «König der Gerechtigkeit» heißt, dann aber auch «König von Salem», das heißt König des Friedens, Hebr 7,3 ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, der weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat -, der ist mit dem Sohne Gottes verglichen und bleibt Priester für immerdar. Das Priestertum des Melchisedek ist grösser als das Aarons (a) weil Aaron in Abraham den Zehnten an Melchisedek gab Hebr 7,4 Sehet aber, wie groß der ist, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten von der Beute gab! Hebr 7,5 Zwar haben auch diejenigen von den Söhnen Levis, welche das Priesteramt empfangen, den Auftrag, vom Volke den Zehnten zu nehmen nach dem Gesetz, also von ihren Brüdern, obschon diese aus Abrahams Lenden hervorgegangen sind Hebr 7,6 der aber, der sein Geschlecht nicht von ihnen herleitet, hat von Abraham den Zehnten genommen und den gesegnet, der die Verheißungen hatte! Hebr 7,7 Nun ist es aber unwidersprechlich so, daß das Geringere von dem Höheren gesegnet wird Hebr 7,8 und hier zwar nehmen sterbliche Menschen den Zehnten, dort aber einer, von welchem bezeugt wird, daß er lebt. Hebr 7,9 Und sozusagen ist durch Abraham auch für Levi, den Zehntenempfänger, der Zehnte entrichtet worden Hebr 7,10 denn er war noch in der Lende des Vaters, als dieser mit Melchisedek zusammentraf! (b) weil das Priestertum Aarons nichts vollkommen machen konnte Hebr 7,11 Wenn nun das Vollkommenheit wäre, was durch das levitische Priestertum kam - denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen -, wozu wäre es noch nötig, daß ein anderer Priester «nach der Ordnung Melchisedeks» auftrete und nicht einer «nach der Ordnung Aarons» bezeichnet werde? Hebr 7,12 Denn wenn das Priestertum verändert wird, so muß notwendigerweise auch eine Änderung des Gesetzes erfolgen. Hebr 7,13 Denn der, auf welchen sich jener Ausspruch bezieht, gehört einem andern Stamme an, von welchem keiner des Altars gepflegt hat Hebr 7,14 denn es ist ja bekannt, daß unser Herr aus Juda entsprossen ist, zu welchem Stamm Mose nichts auf Priester bezügliches geredet hat. Hebr 7,15 Und noch viel klarer liegt die Sache, wenn nach der Ähnlichkeit mit Melchisedek ein anderer Priester aufsteht, Hebr 7,16 welcher es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebotes geworden ist, sondern nach der Kraft unauflöslichen Lebens Hebr 7,17 denn es wird bezeugt: «Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.» Hebr 7,18 Da erfolgt ja sogar eine Aufhebung des vorher gültigen Gebotes, seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen - Hebr 7,19 denn das Gesetz hat nichts zur Vollkommenheit gebracht -, zugleich aber die Einführung einer besseren Hoffnung, durch welche wir Gott nahen können. Hebr 7,20 Und um so mehr, als dies nicht ohne Eidschwur geschah - denn jene sind ohne Eidschwur Priester geworden, Hebr 7,21 dieser aber mit einem Eid durch den, der zu ihm sprach: «Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit» - Hebr 7,22 um so viel mehr ist Jesus auch eines bessern Bundes Bürge geworden. (c) weil die Priester aus Aarons Geschlecht starben; Christus lebt für immer Hebr 7,23 Und jene sind in großer Anzahl Priester geworden, weil der Tod sie am Bleiben verhinderte Hebr 7,24 er aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt, ein unübertragbares Priestertum. Hebr 7,25 Daher kann er auch bis aufs äußerste die retten, welche durch ihn zu Gott kommen, da er immerdar lebt, um für sie einzutreten! Hebr 7,26 Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als der Himmel ist, Hebr 7,27 der nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, darnach für die des Volkes Hebr 7,28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die mit Schwachheit behaftet sind, das Wort des Eidschwurs aber, der nach der Zeit des Gesetzes erfolgte, den Sohn, welcher für alle Ewigkeit vollendet ist. Hebr 6,20 wohin als Vorläufer Jesus für uns eingegangen ist, nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester geworden in Ewigkeit.
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Hebr-1908
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(d) weil die Priester Aarons dem Schatten des Himmlischen dienten, Christus aber dient der Wirklichkeit, nämlich der Erfüllung der Schattenbilder Hebr 8,1 Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagten, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel sitzt, Hebr 8,2 einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, welche der Herr errichtet hat, und nicht ein Mensch. Hebr 8,3 Denn jeder Hoherpriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen Hebr 8,4 Wenn er sich nun auf Erden befände, so wäre er nicht einmal Priester, weil hier solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. Hebr 8,5 Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen wollte: «Siehe zu», hieß es, «daß du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist!» (e) weil Christus der Mittler eines höheren Bundes ist Hebr 8,6 Nun aber hat er einen um so bedeutenderen Dienst erlangt, als er auch eines besseren Bundes Mittler ist, der auf besseren Verheißungen ruht. Der Neue Bund Hebr 8,7 Denn wenn jener erste [Bund] tadellos gewesen wäre, so würde nicht Raum für einen zweiten gesucht. Hebr 8,8 Denn er tadelt sie doch, indem er spricht: «Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde Hebr 8,9 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen - denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen, spricht der Herr -, Hebr 8,10 sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen will nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Hebr 8,11 Und es wird keiner mehr seinen Mitbürger und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen Hebr 8,12 denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und ihrer Sünden nicht mehr gedenken.» - Hebr 8,13 Indem er sagt: «Einen neuen», hat er den ersten für veraltet erklärt
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Hebr-1909
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Die gottesdienstlichen Ordnungen und das Heiligtum des Alten Testamentes waren nur Typen Hebr 9,1 Es hatte nun zwar auch der erste [Bund] gottesdienstliche Ordnungen und das irdische Heiligtum. Hebr 9,2 Denn es war ein Zelt aufgerichtet, das vordere, in welchem sich der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden Hebr 9,3 Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich das Zelt, welches das Allerheiligste heißt Hebr 9,4 zu diesem gehört der goldene Räucheraltar und die Bundeslade, allenthalben mit Gold überzogen, und in dieser war der goldene Krug mit dem Manna und die Rute Aarons, die geblüht hatte, und die Tafeln des Bundes Hebr 9,5 oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Sühndeckel überschatteten, worüber jetzt nicht im einzelnen zu reden ist. Hebr 9,6 Da nun dieses so eingerichtet ist, betreten zwar die Priester allezeit das vordere Zelt zur Verrichtung des Gottesdienstes Hebr 9,7 in das zweite Zelt aber geht einmal im Jahr nur der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Versehen des Volkes darbringt. Hebr 9,8 Damit zeigt der heilige Geist deutlich, daß der Weg zum Heiligtum noch nicht geoffenbart sei, solange das vordere Zelt Bestand habe. Hebr 9,9 Dieses ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit, da noch Gaben und Opfer dargebracht werden, welche, was das Gewissen anbelangt, den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst verrichtet, Hebr 9,10 da er sich nur auf Speisen und Getränke und verschiedene Waschungen bezieht, auf fleischliche Verordnungen, welche bis zur Zeit der Zurechtbringung auferlegt sind. Das Heiligtum und das Opfer des Neuen Bundes sind Wirklichkeiten Hebr 9,11 Als aber Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, Hebr 9,12 auch nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. Hebr 9,13 Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zu leiblicher Reinigkeit, Hebr 9,14 wieviel mehr wird das Blut Christi, der durch ewigen Geist sich selbst als ein tadelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Hebr 9,15 Darum ist er auch Mittler eines neuen Bundes, damit - nach Verbüßung des Todes zur Erlösung von den unter dem ersten Bunde begangenen Übertretungen - die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfingen. Der Neue Bund ist der letzte Wille und das Testament Christi Hebr 9,16 Denn wo ein Testament ist, da muß notwendig der Tod des Testators erwiesen werden Hebr 9,17 denn ein Testament tritt auf Todesfall hin in kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange der Testator lebt. Hebr 9,18 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht. Hebr 9,19 Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volke vorgelegt worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk, Hebr 9,20 wobei er sprach: «Dies ist das Blut des Bundes, welchen Gott euch verordnet hat!» Hebr 9,21 Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut Hebr 9,22 und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. Das himmlische Heiligtum wurde mit einem besseren Opfer gereinigt Hebr 9,23 So ist es also notwendig, daß die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge durch solches gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese. Hebr 9,24 Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in ein Nachbild des wahrhaften, ist Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes für uns Hebr 9,25 auch nicht, um sich selbst öfters zu opfern, gleichwie der Hohepriester jedes Jahr mit fremdem Blut ins Heiligtum hineingeht - denn sonst hätte er ja öfters leiden müssen von Grundlegung der Welt an! Hebr 9,26 Nun aber ist er einmal gegen das Ende der Weltzeiten hin erschienen zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst Hebr 9,27 und so gewiß den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht, Hebr 9,28 so wird auch Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal ohne Sünde denen erscheinen, die auf ihn warten, zum Heil.
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Hebr-1910
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Das eine Opfer des Neuen Bundes ist höher als die vielen Opfer des Alten Bundes Hebr 10,1 Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Güter hat, nicht das Ebenbild der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, welche man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals vollkommen machen! Hebr 10,2 Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten? Hebr 10,3 Statt dessen erfolgt durch dieselben nur alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. Hebr 10,4 Denn unmöglich kann Blut von Ochsen und Böcken Sünden wegnehmen! Hebr 10,5 Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: «Opfer und Gaben hast du nicht gewollt Hebr 10,6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Hebr 10,7 Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, daß ich tue, o Gott, deinen Willen.» Hebr 10,8 Indem er oben sagt: «Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht» - die nach dem Gesetz dargebracht werden -, Hebr 10,9 und dann fortfährt: «Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen», hebt er das erstere auf, um das andere einzusetzen. Hebr 10,10 In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Aufopferung des Leibes Jesu Christi ein für allemal. Hebr 10,11 Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt öfters dieselben Opfer dar, welche doch niemals Sünden wegnehmen können Hebr 10,12 dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, für immer zur Rechten Gottes gesetzt Hebr 10,13 und wartet hinfort, bis alle seine Feinde als Schemel seiner Füße hingelegt werden Hebr 10,14 denn mit einem einzigen Opfer hat er die, welche geheiligt werden, für immer vollendet. Hebr 10,15 Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist Hebr 10,16 denn, nachdem gesagt worden ist: «Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen», spricht der Herr: «Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben, Hebr 10,17 und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeiten will ich nicht mehr gedenken.» Hebr 10,18 Wo aber Vergebung für diese ist, da ist kein Opfer mehr für Sünde. Das Leben im Glauben Hebr 10,19 Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, Hebr 10,20 welchen er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch, Hebr 10,21 und einen [so] großen Priester über das Haus Gottes haben, Hebr 10,22 so lasset uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in voller Glaubenszuversicht, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser. Hebr 10,23 Lasset uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken - denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat - Hebr 10,24 und lasset uns aufeinander achten, uns gegenseitig anzuspornen zur Liebe und zu guten Werken, Hebr 10,25 indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie etliche zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so viel mehr, als ihr den Tag herannahen sehet! Der Wankelmütige wird gewarnt: die jüdischen Opfer haben ihre Kraft verloren: jetzt gilt entweder Christus, oder Gericht Hebr 10,26 Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehr übrig, Hebr 10,27 sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird. Hebr 10,28 Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben, Hebr 10,29 wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat? Hebr 10,30 Denn wir kennen den, der da sagt: «Die Rache ist mein Hebr 10,31 Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! Hebr 10,32 Gedenket aber der früheren Tage, in welchen ihr nach eurer Erleuchtung unter Leiden viel Kampf erduldet habt, Hebr 10,33 da ihr teils selbst Schmähungen und Drangsalen öffentlich preisgegeben waret, teils mit denen Gemeinschaft hattet, welche so behandelt wurden Hebr 10,34 denn ihr habt den Gefangenen Teilnahme bewiesen und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, in der Erkenntnis, daß ihr selbst ein besseres und bleibendes Gut besitzet. Hebr 10,35 So werfet nun eure Freimütigkeit nicht weg, welche eine große Belohnung hat! Hebr 10,36 Denn Ausdauer tut euch not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens die Verheißung erlanget. Hebr 10,37 Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll und nicht verziehen. Hebr 10,38 «Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben Hebr 10,39 Wir aber sind nicht von denen, die feige zurückweichen zum Verderben, sondern die da glauben zur Rettung der Seele.
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Hebr-1911
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Die Überlegenheit des Weges des Glaubens Der Wirkungskreis des Glaubens Hebr 11,1 Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Hebr 11,2 Durch solchen haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten. Hebr 11,3 Durch Glauben erkennen wir, daß die Weltzeiten durch Gottes Wort bereitet worden sind, also das, was man sieht, aus Unsichtbarem entstanden ist. Beispiele des Glaubens: Abel Hebr 11,4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein größeres Opfer dar als Kain Henoch Hebr 11,5 Durch Glauben wurde Enoch entrückt, so daß er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte Hebr 11,6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen Noah Hebr 11,7 Durch Glauben baute Noah, als er betreffs dessen, was man noch nicht sah, eine Weissagung empfangen hatte, in ehrerbietiger Scheu eine Arche zur Rettung seines Hauses Abraham und Sara Hebr 11,8 Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach einem Ort auszuziehen, den er zum Erbteil empfangen sollte Hebr 11,9 Durch Glauben siedelte er sich im Lande der Verheißung an, als in einem fremden, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung Hebr 11,10 denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Hebr 11,11 Durch Glauben erhielt auch Sara Kraft zur Gründung einer Nachkommenschaft trotz ihres Alters, weil sie den für treu achtete, der es verheißen hatte. Hebr 11,12 Darum sind auch von einem einzigen, und zwar erstorbenen [Leibe] Kinder entsprossen wie die Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am Gestade des Meeres, der nicht zu zählen ist. Hebr 11,13 Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und begrüßt und bekannt, daß sie Fremdlinge und Pilgrime seien auf Erden Hebr 11,14 denn die solches sagen, zeigen damit an, daß sie ein Vaterland suchen. Hebr 11,15 Und hätten sie dabei an jenes gedacht, von welchem sie ausgezogen waren, so hätten sie ja Zeit gehabt zurückzukehren Hebr 11,16 nun aber trachten sie nach einem besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott nicht, ihr Gott zu heißen Hebr 11,17 Durch Glauben brachte Abraham den Isaak dar, als er versucht wurde, und opferte den Eingeborenen, er, der die Verheißungen empfangen hatte, Hebr 11,18 zu welchem gesagt worden war: «In Isaak soll dir ein Same berufen werden.» Hebr 11,19 Er zählte eben darauf, daß Gott imstande sei, auch von den Toten zu erwecken, weshalb er ihn auch, wie durch ein Gleichnis, wieder erhielt. Isaak Hebr 11,20 Durch Glauben segnete auch Isaak den Jakob und Esau betreffs der zukünftigen Dinge. Jakob Hebr 11,21 Durch Glauben segnete Jakob bei seinem Sterben einen jeden der Söhne Josephs und betete an, auf seinen Stab gestützt. Joseph Hebr 11,22 Durch Glauben gedachte Joseph bei seinem Ende des Auszuges der Kinder Israel und gab Befehl wegen seiner Gebeine. Die Eltern des Mose Hebr 11,23 Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt von seinen Eltern drei Monate lang verborgen gehalten, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind war, und sie des Königs Gebot nicht fürchteten. Mose Hebr 11,24 Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. Hebr 11,25 Er wollte lieber mit dem Volke Gottes Ungemach leiden, als zeitliche Ergötzung der Sünde haben, Hebr 11,26 da er die Schmach Christi für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens Hebr 11,27 Durch Glauben verließ er Ägypten, ohne den Grimm des Königs zu fürchten Hebr 11,28 Durch Glauben hat er das Passah veranstaltet und das Besprengen mit Blut, damit der Würgengel ihre Erstgeborenen nicht anrühre. Hebr 11,29 Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie durch trockenes Land Josua und Israel Hebr 11,30 Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho, nachdem sie sieben Tage umzogen worden waren. Rahab Hebr 11,31 Durch Glauben kam Rahab, die Dirne, nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter mit Frieden aufgenommen hatte. Viele Helden des Glaubens Hebr 11,32 Und was soll ich noch sagen? Die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jephta, David und Samuel und den Propheten, Hebr 11,33 welche durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften. Hebr 11,34 Sie haben die Gewalt des Feuers ausgelöscht, sind des Schwertes Schärfe entronnen, von Schwachheit zu Kraft gekommen, stark geworden im Streit, haben der Fremden Heere in die Flucht gejagt. Hebr 11,35 Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder Hebr 11,36 Andere erfuhren Spott und Geißelung, dazu Ketten und Gefängnis Hebr 11,37 sie wurden gesteinigt, verbrannt, zersägt, erlitten den Tod durchs Schwert, zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen, erlitten Mangel, Bedrückung, Mißhandlung Hebr 11,38 sie, derer die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in Höhlen und Löchern der Erde. Hebr 11,39 Und diese alle, obschon sie hinsichtlich des Glaubens ein gutes Zeugnis erhielten, haben das Verheißene nicht erlangt, Hebr 11,40 weil Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden.
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Hebr-1912
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Der Dienst und der Wandel des Gläubigen-Priesters Jesus ist das vollkommene Vorbild Hebr 12,1 Darum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns jede Last und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer die Rennbahn durchlaufen, welche vor uns liegt, Hebr 12,2 im Aufblick auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete, die Schande nicht achtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. Einschaltung Die Züchtigung des Vaters Hebr 12,3 Achtet auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert! Hebr 12,4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf wider die Sünde Hebr 12,5 und habt das Trostwort vergessen, womit ihr als Söhne angeredet werdet: «Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst! Hebr 12,6 Denn welchen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er geißelt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt.» Hebr 12,7 Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne Hebr 12,8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, derer sie alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr ja unecht und keine Söhne! Hebr 12,9 Sodann hatten wir auch unsere leiblichen Väter zu Zuchtmeistern und scheuten sie Hebr 12,10 Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, nach ihrem Gutdünken Hebr 12,11 Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt uns nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen Hebr 12,12 Darum «recket wieder aus die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie» Hebr 12,13 und «tut gerade Tritte mit euren Füßen», damit das Lahme nicht abweiche, sondern vielmehr geheilt werde! Hebr 12,14 Jaget nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird! Hebr 12,15 Und sehet darauf, daß nicht jemand die Gnade Gottes versäume, daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Störungen verursache und viele dadurch befleckt werden, Esau eine Warnung für den fleischlichen Gläubigen Hebr 12,16 daß nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gemeiner Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte. Hebr 12,17 Denn ihr wisset, daß er nachher, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obschon er den Segen mit Tränen suchte. Der Gläubige-Priester kommt nicht auf den Berg Sinai (das Gesetz), sondern auf den Berg Zion (das Evangelium) Hebr 12,18 Denn ihr seid nicht zu dem Berg gekommen, den man anrühren konnte, und zu dem glühenden Feuer, noch zu dem Dunkel, der Finsternis und dem Ungewitter, Hebr 12,19 noch zu dem Schall der Posaune und der Stimme der Worte, bei der die Zuhörer sich erbaten, daß nicht weiter zu ihnen geredet werde Hebr 12,20 «Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden!» Hebr 12,21 und so schrecklich war die Erscheinung, daß Mose sprach: «Ich bin erschrocken und zittere!» - Hebr 12,22 sondern ihr seid gekommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, Hebr 12,23 zur Festversammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten Hebr 12,24 und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als Abels Blut. Warnungen und Wegweisungen: 'Gott ist ein verzehrend Feuer' Hebr 12,25 Sehet zu, daß ihr den nicht abweiset, der da redet! Denn wenn jene nicht entflohen sind, die es sich verbaten, als er auf Erden redete, wieviel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herab tut, Hebr 12,26 dessen Stimme damals die Erde bewegte Hebr 12,27 Dieses «noch einmal» deutet hin auf die Veränderung des Beweglichen, weil Erschaffenen, damit das Unbewegliche bleibe. Hebr 12,28 Darum, weil wir ein unbewegliches Reich empfangen, lasset uns Dank beweisen, durch welchen wir Gott wohlgefällig dienen wollen mit Scheu und Furcht! Hebr 12,29 Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
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Hebr-1913
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Der unveränderliche Christus Hebr 13,1 Die Bruderliebe soll bleiben! Hebr 13,2 Gastfrei zu sein vergesset nicht Hebr 13,3 Gedenket der Gefangenen als Mitgefangene und derer, die Ungemach leiden, als solche, die selbst auch noch im Leibe leben. Hebr 13,4 Die Ehe ist von allen in Ehren zu halten und das Ehebett unbefleckt Hebr 13,5 Der Wandel sei ohne Geiz! Begnüget euch mit dem Vorhandenen! Denn er selbst hat gesagt: «Ich will dich nicht verlassen noch versäumen!» Hebr 13,6 Also daß wir getrost sagen mögen: «Der Herr ist mein Helfer Hebr 13,7 Gedenket eurer Führer, die euch das Wort Gottes gesagt haben Hebr 13,8 Jesus Christus ist gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit! Hebr 13,9 Lasset euch nicht von mancherlei und fremden Lehren umhertreiben Absonderung und Anbetung des Gläubigen Hebr 13,10 Es gibt einen Altar, von welchem die Diener der Stiftshütte nicht essen dürfen. Hebr 13,11 Denn von den Tieren, deren Blut für die Sünde durch den Hohenpriester ins Allerheiligste getragen wird, werden die Leiber außerhalb des Lagers verbrannt. Hebr 13,12 Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. Hebr 13,13 So lasset uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen! Hebr 13,14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern suchen die zukünftige. Das Opfer des Gläubigen-Priesters Hebr 13,15 Durch ihn lasset uns nun Gott allezeit ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die «Frucht der Lippen», die seinen Namen bekennen! Hebr 13,16 Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht Der Gehorsam des Gläubigen-Priesters Hebr 13,17 Gehorchet euren Führern und folget ihnen Hebr 13,18 Betet für uns! Denn wir sind überzeugt, ein gutes Gewissen zu haben, da wir uns allenthalben eines anständigen Lebenswandels befleißigen. Hebr 13,19 Um so mehr aber ermahne ich euch, solches zu tun, damit ich euch desto bälder wiedergeschenkt werde. Schluss: Segenswunsch und Grüsse Hebr 13,20 Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe von den Toten ausgeführt hat, mit dem Blut eines ewigen Bundes, unsren Herrn Jesus, Hebr 13,21 der rüste euch mit allem Guten aus, seinen Willen zu tun, indem er selbst in euch schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Hebr 13,22 Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, nehmet das Wort der Ermahnung an! Denn ich habe euch mit kurzen Worten geschrieben. Hebr 13,23 Wisset, daß unser Bruder Timotheus freigelassen worden ist Hebr 13,24 Grüßet alle eure Führer und alle Heiligen! Es grüßen euch die von Italien! Hebr 13,25 Die Gnade sei mit euch allen!
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Jak-2001
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Einleitung Jak 1,1 Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind! Die Prüfung des Glaubens Der Zweck der Prüfung Jak 1,2 Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, Jak 1,3 da ihr ja wisset, daß die Bewährung eures Glaubens Geduld wirkt. Jak 1,4 Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und ganz seiet und es euch an nichts mangle. Jak 1,5 Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Jak 1,6 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht Jak 1,7 Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde. Jak 1,8 Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbeständig in allen seinen Wegen. - Jak 1,9 Der Bruder aber, welcher niedrig gestellt ist, soll sich seiner Hoheit rühmen, Jak 1,10 der Reiche dagegen seiner Niedrigkeit Jak 1,11 Denn kaum ist die Sonne mit ihrer Hitze aufgegangen, so verdorrt das Gras, und seine Blume fällt ab, und seine schöne Gestalt vergeht Jak 1,12 Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet Die Versuchung zum Bösen kommt nicht von Gott Jak 1,13 Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott ist unangefochten vom Bösen Jak 1,14 Sondern ein jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird. Jak 1,15 Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde Jak 1,16 Irret euch nicht, meine lieben Brüder: Jak 1,17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. Jak 1,18 Nach seinem Willen hat er uns erzeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien. Jak 1,19 Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam aber zum Reden, langsam zum Zorn Jak 1,20 denn des Menschen Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit! Jak 1,21 Darum leget allen Schmutz und Vorrat von Bosheit ab und nehmet mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, welches eure Seelen retten kann! Die Prüfung des Gehorsams Jak 1,22 Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, womit ihr euch selbst betrügen würdet. Jak 1,23 Denn wer [nur] Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Manne, der sein natürliches Angesicht im Spiegel beschaut Jak 1,24 er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Jak 1,25 Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei bleibt, nicht als vergeßlicher Hörer, sondern als wirklicher Täter, der wird selig sein in seinem Tun. Die Prüfung des wahren Gottesdienstes Jak 1,26 Wenn jemand fromm zu sein meint, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos. Jak 1,27 Reine und makellose Frömmigkeit vor Gott dem Vater ist es, Waisen und Witwen in ihrer Trübsal zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu erhalten.
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Jak-2002
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Die Prüfung der brüderlichen Liebe Jak 2,1 Meine Brüder, verbindet den Glauben an unsren Herrn der Herrlichkeit, Jesus Christus, nicht mit Ansehen der Person! Jak 2,2 Denn wenn in eure Versammlung ein Mann käme mit goldenen Ringen und in prächtigem Kleide, es käme aber auch ein Armer in einem unsauberen Kleide, Jak 2,3 und ihr würdet euch nach dem umsehen, der das prächtige Kleid trägt, und zu ihm sagen: Setze du dich hier an diesen Platz! Zum Armen aber sprächet ihr: Bleib du dort stehen, oder setze dich unter meinen Fußschemel! - Jak 2,4 würdet ihr da nicht Unterschiede untereinander machen und nach verwerflichen Grundsätzen richten? Jak 2,5 Höret, meine lieben Brüder: Hat nicht Gott diejenigen erwählt, die in den Augen der Welt arm sind, daß sie reich im Glauben und Erben des Reiches würden, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? Jak 2,6 Ihr aber habt den Armen verachtet! Sind es nicht die Reichen, die euch vergewaltigen, und ziehen nicht sie euch vor Gericht? Jak 2,7 Lästern nicht sie den schönen Namen, der euch beigelegt worden ist? Jak 2,8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllet nach dem Schriftwort: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!» so tut ihr wohl Jak 2,9 wenn ihr aber die Person ansehet, so tut ihr Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt. Jak 2,10 Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem [Gebote] fehlt, der ist in allem schuldig geworden Jak 2,11 denn der, welcher gesagt hat: «Du sollst nicht ehebrechen», der hat auch gesagt: «Du sollst nicht töten». Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Übertreter des Gesetzes geworden. Jak 2,12 Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen! Jak 2,13 Denn das Gericht ist unbarmherzig gegen den, der keine Barmherzigkeit geübt hat Die Prüfung der guten Werke Jak 2,14 Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten? Jak 2,15 Wenn es einem Bruder oder einer Schwester an Kleidung und täglicher Nahrung gebricht Jak 2,16 und jemand von euch zu ihnen sagen würde: Gehet hin in Frieden, wärmet und sättiget euch, ihr gäbet ihnen aber nicht, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was hülfe ihnen das? Jak 2,17 So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot. Jak 2,18 Da wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, ich habe Werke. - Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke Jak 2,19 Du glaubst, daß ein einziger Gott ist? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es - und zittern. Jak 2,20 Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke fruchtlos ist? Abraham als eine Veranschaulichung Jak 2,21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Jak 2,22 Da siehst du doch, daß der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und daß der Glaube durch die Werke vollkommen wurde Jak 2,23 und so erfüllte sich die Schrift, die da spricht: «Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet», und er ist «Freund Gottes» genannt worden. Jak 2,24 Da seht ihr, daß der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Jak 2,25 Ist nicht ebenso auch die Dirne Rahab durch Werke gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ? Jak 2,26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.
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Jak-2003
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Die Wirklichkeit des Glaubens, geprüft durch die Beherrschung der Zunge Jak 3,1 Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisset, daß wir ein strengeres Urteil empfangen! Jak 3,2 Denn wir fehlen alle viel Jak 3,3 Siehe, den Pferden legen wir die Zäume ins Maul, damit sie uns gehorchen, und so lenken wir ihren ganzen Leib. Jak 3,4 Siehe, auch die Schiffe, so groß sie sind und so rauhe Winde sie auch treiben mögen, werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die feste Hand des Steuermannes es haben will. Jak 3,5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch großen Wald zündet es an! Jak 3,6 Auch die Zunge ist ein Feuer. Als die Welt der Ungerechtigkeit nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unsren Gliedern Jak 3,7 Denn jede Natur - der wilden Tiere und Vögel, der Reptilien und Meertiere - wird gezähmt und ist gezähmt worden von der menschlichen Natur Jak 3,8 die Zunge aber kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel voll tödlichen Giftes! Jak 3,9 Mit ihr loben wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind Jak 3,10 aus ein und demselben Munde geht Loben und Fluchen hervor. Es soll, meine Brüder, nicht also sein! Jak 3,11 Sprudelt auch eine Quelle aus demselben Loch zugleich Süßes und Bitteres hervor? Jak 3,12 Kann auch, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven tragen, oder der Weinstock Feigen? So kann auch eine salzige Quelle kein süßes Wasser geben. Jak 3,13 Wer ist weise und verständig unter euch? Der zeige durch einen guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit! Jak 3,14 Habt ihr aber bitteren Neid und Streitsucht in eurem Herzen, so rühmet euch nicht und lüget nicht wider die Wahrheit! Jak 3,15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben stammt, sondern eine irdische, seelische, dämonische. Jak 3,16 Denn wo Neid und Streitsucht regieren, da ist Unordnung und jedes böse Ding. Jak 3,17 Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedsam, gelinde, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, nicht schwankend, ungeheuchelt. Jak 3,18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden gesät denen, die Frieden machen.
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Jak-2004
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Zurückweisung der Weltlichkeit Jak 4,1 Woher kommen Kriege, und woher kommen Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Jak 4,2 Ihr seid begehrlich und habet nicht, ihr mordet und eifert und könnt es doch nicht erlangen Jak 4,3 Ihr erlanget es nicht, weil ihr nicht bittet Jak 4,4 Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer immer der Welt Freund sein will, macht sich zum Feinde Gottes! Jak 4,5 Oder meinet ihr, die Schrift sage umsonst: Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt? Jak 4,6 Größer aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht sie: «Gott widersteht den Hoffärtigen Jak 4,7 So unterwerfet euch nun Gott! Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch Jak 4,8 nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reiniget die Hände, ihr Sünder, und machet eure Herzen keusch, die ihr geteilten Herzens seid! Jak 4,9 Fühlet euer Elend, trauert und heulet! Euer Lachen verkehre sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit! Jak 4,10 Demütiget euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. Jak 4,11 Verleumdet einander nicht, ihr Brüder! Wer einen Bruder verleumdet oder seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und richtet das Gesetz Jak 4,12 Einer nur ist Gesetzgeber und Richter, er, der retten und verderben kann Jak 4,13 Wohlan nun, die ihr saget: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und daselbst ein Jahr zubringen, Handel treiben und gewinnen! Jak 4,14 Und doch wißt ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist es, der eine kleine Zeit sichtbar ist und darnach verschwindet. Jak 4,15 Statt dessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun. Jak 4,16 Nun aber rühmet ihr euch in eurem Übermut Jak 4,17 Wer nun weiß Gutes zu tun und es nicht tut, dem ist es Sünde.
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Jak-2005
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Die Reichen werden gewarnt Jak 5,1 Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über das Elend, das über euch kommt! Jak 5,2 Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden Jak 5,3 euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen! Jak 5,4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemäht haben, der aber von euch zurückbehalten worden ist, schreit, und das Rufen der Schnitter ist zu den Ohren des Herrn der Heerscharen gekommen. Jak 5,5 Ihr habt geschwelgt und gepraßt auf Erden, ihr habt eure Herzen gemästet an einem Schlachttag! Jak 5,6 Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn getötet Ermahnungen im Blick auf das Kommen des Herrn Jak 5,7 So geduldet euch nun, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat. Jak 5,8 Geduldet auch ihr euch, stärket eure Herzen Jak 5,9 Seufzet nicht widereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet Jak 5,10 Nehmet, Brüder, zum Vorbild des Unrechtleidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben. Jak 5,11 Siehe, wir preisen die selig, welche ausgeharrt haben. Von Hiobs Geduld habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen Jak 5,12 Vor allem aber, meine Brüder, schwöret nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgend einem anderen Eid Jak 5,13 Leidet jemand von euch Unrecht, der bete Jak 5,14 Ist jemand von euch krank, der lasse die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen Jak 5,15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten Jak 5,16 So bekennet denn einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jak 5,17 Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete ein Gebet, daß es nicht regnen solle, und es regnete nicht im Lande, drei Jahre und sechs Monate Jak 5,18 und er betete wiederum Schluss Jak 5,19 Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und es bekehrt ihn einer, Jak 5,20 so soll er wissen: wer einen Sünder von seinem Irrweg bekehrt, der wird seine Seele vom Tode retten und eine Menge Sünden zudecken.
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Joh-0401
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Der Prolog: Das ewige Wort wird Fleisch in dem Sohn Gottes Die Gottheit Jesu Christi Joh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Joh 1,2 Dieses war im Anfang bei Gott. Das Werk des Sohnes Gottes vor Seiner Fleischwerdung Joh 1,3 Alles ist durch dasselbe entstanden Joh 1,4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Joh 1,5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. Das Zeugnis Johannes des Täufers Joh 1,6 Es wurde ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Joh 1,7 Dieser kam zum Zeugnis, um zu zeugen von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. Joh 1,8 Nicht er war das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. Jesus Christus, das wahre Licht: verworfen und angenommen Joh 1,9 Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Joh 1,10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Joh 1,11 Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Joh 1,12 Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben Joh 1,13 welche nicht aus dem Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Das Wort wurde Fleisch Joh 1,14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns Das Zeugnis Johannes des Täufers über den Sohn Gottes Johannes zeugt von Jesus Joh 1,15 Johannes zeugte von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als ich. Joh 1,16 Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. Joh 1,17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben Joh 1,18 Niemand hat Gott je gesehen Joh 1,19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du? Joh 1,20 Und er bekannte und leugnete nicht Joh 1,21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht! Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein! Joh 1,22 Nun sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst? Joh 1,23 Er sprach: Ich bin «eine Stimme, die da ruft in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!» wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Joh 1,24 Sie waren aber von den Pharisäern abgesandt. Joh 1,25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet? Joh 1,26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser Joh 1,27 welcher nach mir kommt, der doch vor mir gewesen ist, für den ich nicht würdig bin, ihm den Schuhriemen zu lösen. Joh 1,28 Dieses geschah zu Bethabara, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte. Joh 1,29 Am folgenden Tage sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt hinwegnimmt! Joh 1,30 Das ist der, von welchem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist Joh 1,31 Und ich kannte ihn nicht Joh 1,32 Und Johannes zeugte und sprach: Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabsteigen und auf ihm bleiben. Joh 1,33 Und ich kannte ihn nicht Joh 1,34 Und ich habe es gesehen und bezeuge, daß dieser der Sohn Gottes ist. Der Sohn Gottes offenbart Seine Macht in dem öffentlichen Dienst Die ersten Bekehrten Jesu Joh 1,35 Am folgenden Tage stand Johannes wiederum da und zwei seiner Jünger. Joh 1,36 Und indem er auf Jesus blickte, der vorüberwandelte, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes! Joh 1,37 Und die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach. Joh 1,38 Da aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sprachen zu ihm: Rabbi (das heißt übersetzt: Lehrer), wo wohnst du? Joh 1,39 Er spricht zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. Joh 1,40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. Joh 1,41 Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (das heißt übersetzt: den Gesalbten ). Joh 1,42 Und er führte ihn zu Jesus. Jesus aber sah ihn an und sprach: Du bist Simon, Jonas Sohn, du sollst Kephas heißen (das wird übersetzt: Fels ). Joh 1,43 Am folgenden Tage wollte Jesus nach Galiläa reisen Joh 1,44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Joh 1,45 Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nazareth. Joh 1,46 Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! Joh 1,47 Jesus sah den Nathanael auf sich zukommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in welchem keine Falschheit ist! Joh 1,48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich! Joh 1,49 Nathanael antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Joh 1,50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, daß ich dich unter dem Feigenbaum sah! Du wirst Größeres sehen als das! Joh 1,51 Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf des Menschen Sohn!
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Joh-0402
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Das erste Wunder: zu Kana Joh 2,1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Joh 2,2 Aber auch Jesus wurde samt seinen Jüngern zur Hochzeit geladen. Joh 2,3 Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. Joh 2,4 Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen! Joh 2,5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagen wird, das tut! Joh 2,6 Es waren aber daselbst sechs steinerne Wasserkrüge, nach der Sitte der jüdischen Reinigung, wovon jeder zwei oder drei Eimer fasste. Joh 2,7 Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Joh 2,8 Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun und bringet es dem Speisemeister! Und sie brachten es. Joh 2,9 Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte (und er wusste nicht, woher es war Joh 2,10 und spricht zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringern Joh 2,11 Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. Joh 2,12 Darnach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nicht viele Tage daselbst. Das erste Passahfest Die erste Reinigung des Tempels Joh 2,13 Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Joh 2,14 Und er fand im Tempel die Verkäufer von Ochsen und Schafen und Tauben und die Wechsler, die dasaßen. Joh 2,15 Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Ochsen, und den Wechslern verschüttete er das Geld und stieß die Tische um Joh 2,16 und sprach zu denen, welche die Tauben feilboten: Traget das von dannen! Machet nicht meines Vaters Haus zu einem Kaufhaus! Joh 2,17 Es dachten aber seine Jünger daran, daß geschrieben steht: «Der Eifer um dein Haus verzehrt mich.» Joh 2,18 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Was für ein Zeichen zeigst du uns, weil du solches tun darfst? Joh 2,19 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten! Joh 2,20 Da sprachen die Juden: In sechsundvierzig Jahren ist dieser Tempel erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Joh 2,21 Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Joh 2,22 Als er nun von den Toten auferstanden war, dachten seine Jünger daran, daß er solches gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Worte, das Jesus gesprochen hatte. Joh 2,23 Als er aber am Passahfeste in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, da sie seine Zeichen sahen, die er tat Joh 2,24 Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte, Joh 2,25 und weil er nicht bedurfte, daß jemand über einen Menschen Zeugnis gäbe
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Joh-0403
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Jesus und Nikodemus: Die neue Geburt Joh 3,1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern, namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. Joh 3,2 Dieser kam des Nachts zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, daß du ein Lehrer bist, von Gott gekommen Joh 3,3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Joh 3,4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in seiner Mutter Schoß gehen und geboren werden? Joh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Joh 3,6 Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, das ist Geist. Joh 3,7 Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden! Joh 3,8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen Joh 3,9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen? Joh 3,10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? Joh 3,11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben Joh 3,12 Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde? Joh 3,13 Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Joh 3,14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, Joh 3,15 auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Joh 3,16 Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Joh 3,17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde. Joh 3,18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet Joh 3,19 Darin besteht aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht Joh 3,20 Denn wer Arges tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gestraft werden. Joh 3,21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind. Das letzte Zeugnis Johannes des Täufers Joh 3,22 Darnach kam Jesus mit seinen Jüngern in das Land Judäa, und daselbst hielt er sich mit ihnen auf und taufte. Joh 3,23 Aber auch Johannes taufte in Enon, nahe bei Salim, weil viel Wasser dort war. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen. Joh 3,24 Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. Joh 3,25 Es erhob sich nun eine Streitfrage zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden wegen der Reinigung. Joh 3,26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der, welcher bei dir war jenseits des Jordan, für den du Zeugnis ablegtest, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm! Joh 3,27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts empfangen, es sei ihm denn vom Himmel gegeben. Joh 3,28 Ihr selbst bezeuget mir, daß ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt. Joh 3,29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam Joh 3,30 Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. Die Erklärung des Apostels Johannes Joh 3,31 Der von oben kommt, ist über allen Joh 3,32 Er bezeugt, was er gesehen und gehört hat, und sein Zeugnis nimmt niemand an. Joh 3,33 Wer aber sein Zeugnis annimmt, der bestätigt, daß Gott wahrhaftig ist. Joh 3,34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes Joh 3,35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat alles in seine Hand gegeben. Joh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben
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Joh-0404
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Jesus geht nach Galiläa Joh 4,1 Als nun der Herr erfuhr, daß die Pharisäer gehört hatten, daß Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes Joh 4,2 (wiewohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger), Joh 4,3 verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa. Joh 4,4 Er mußte aber durch Samaria reisen. Jesus und die Samariterin Joh 4,5 Da kommt er in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem Felde, welches Jakob seinem Sohne Joseph gab. Joh 4,6 Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also an den Brunnen Joh 4,7 Da kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! Joh 4,8 Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. Joh 4,9 Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie begehrst du, ein Jude, von mir zu trinken, die ich eine Samariterin bin? (Denn die Juden haben keinen Verkehr mit den Samaritern.) Joh 4,10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkenntest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken! - so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser! Joh 4,11 Sie spricht zu ihm: Herr, du hast ja keinen Eimer, und der Brunnen ist tief Joh 4,12 Bist du größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, samt seinen Söhnen und seinem Vieh? Joh 4,13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten Joh 4,14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt. Joh 4,15 Die Frau spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht dürste und nicht hierher kommen müsse, um zu schöpfen! Joh 4,16 Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm her! Joh 4,17 Die Frau antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann! Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann. Joh 4,18 Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesprochen. Joh 4,19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist! Joh 4,20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet Joh 4,21 Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berge, noch zu Jerusalem den Vater anbeten werdet. Joh 4,22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt Joh 4,23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden Joh 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Joh 4,25 Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, welcher Christus genannt wird Joh 4,26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet! Joh 4,27 Und währenddem kamen seine Jünger und verwunderten sich, daß er mit einer Frau redete. Doch sagte keiner: Was fragst du? oder: Was redest du mit ihr? Joh 4,28 Nun ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt und spricht zu den Leuten: Joh 4,29 Kommt, sehet einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ob dieser nicht der Christus ist? Joh 4,30 Da gingen sie aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm. Joh 4,31 Inzwischen baten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi, iß! Joh 4,32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt! Joh 4,33 Da sprachen die Jünger zueinander: Hat ihm denn jemand zu essen gebracht? Joh 4,34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. Joh 4,35 Saget ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch, hebet eure Augen auf und beschauet die Felder Joh 4,36 Wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen. Joh 4,37 Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. Joh 4,38 Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt Jesus und die Samariter Joh 4,39 Aus jener Stadt aber glaubten viele Samariter an ihn um der Rede der Frau willen, welche bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Joh 4,40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben Joh 4,41 Und noch vielmehr Leute glaubten um seines Wortes willen. Joh 4,42 Und zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen Joh 4,43 Nach den zwei Tagen aber zog er von dannen und ging nach Galiläa. Joh 4,44 Jesus selbst bezeugte zwar, daß ein Prophet in seinem eigenen Vaterlande nicht geachtet werde. Joh 4,45 Als er aber nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen, was er zu Jerusalem am Feste getan hatte Jesus heilt den Sohn des Königlichen Joh 4,46 Er kam nun wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein königlicher Beamter, dessen Sohn lag krank zu Kapernaum. Joh 4,47 Als dieser hörte, daß Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm und bat ihn, er möchte hinabkommen und seinen Sohn gesund machen Joh 4,48 Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht! Joh 4,49 Der königliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm hinab, ehe mein Kind stirbt! Joh 4,50 Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt! Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging hin. Joh 4,51 Als er aber noch unterwegs war, kamen ihm seine Knechte entgegen und verkündigten ihm: Dein Sohn lebt! Joh 4,52 Nun erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es mit ihm besser geworden sei. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Joh 4,53 Da erkannte der Vater, daß es eben in der Stunde geschehen war, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt! Und er glaubte samt seinem ganzen Hause. Joh 4,54 Dies ist das zweite Zeichen, welches Jesus wiederum tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam.
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Joh-0405
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Ein anderes Fest der Juden: die Heilung eines Kranken am Teiche Bethesda Joh 5,1 Darnach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Joh 5,2 Es ist aber zu Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der auf hebräisch Bethesda heißt und der fünf Säulenhallen hat. Joh 5,3 In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen, Abgezehrten, welche auf die Bewegung des Wassers warteten. Joh 5,4 Denn ein Engel stieg zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, mit welcherlei Krankheit er auch behaftet war. Joh 5,5 Es war aber ein Mensch daselbst, der achtunddreißig Jahre in seiner Krankheit zugebracht hatte. Joh 5,6 Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, daß es schon so lange Zeit mit ihm währte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Joh 5,7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, wenn das Wasser bewegt wird, in den Teich befördert Joh 5,8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und wandle! Joh 5,9 Und alsbald wurde der Mensch gesund, hob sein Bett auf und wandelte. Es war aber Sabbat an jenem Tage. Joh 5,10 Nun sprachen die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat Joh 5,11 Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, sprach zu mir: Nimm dein Bett und wandle! Joh 5,12 Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm es und wandle? Joh 5,13 Aber der Geheilte wußte nicht, wer es war, denn Jesus war entwichen, weil so viel Volk an dem Orte war. Joh 5,14 Darnach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe zu, du bist gesund geworden Joh 5,15 Da ging der Mensch hin und verkündete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Joh 5,16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er solches am Sabbat getan hatte. Jesus beansprucht Gleichheit mit dem Vater Joh 5,17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch. Joh 5,18 Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleichstellte. Joh 5,19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht Joh 5,20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut Joh 5,21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Joh 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, Joh 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Zwei Auferstehungen Joh 5,25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. Joh 5,26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, also hat er auch dem Sohne verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. Joh 5,27 Und er hat ihm Macht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist. Joh 5,28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden Joh 5,29 und es werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens Die Bestätigung des Zeugnisses Jesu Joh 5,30 Ich kann nichts von mir selbst tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht Joh 5,31 Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Joh 5,32 Ein anderer ist es, der von mir zeugt Das Zeugnis Johannes des Täufers Joh 5,33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. Joh 5,34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen, sondern ich sage solches, damit ihr gerettet werdet. Joh 5,35 Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Scheine ergötzen. Das Zeugnis der Werke Jesu Joh 5,36 Ich aber habe ein Zeugnis, welches größer ist als das des Johannes Das Zeugnis des Vaters Joh 5,37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir gezeugt. Ihr habt nie weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen Joh 5,38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubet, den er gesandt hat. Das Zeugnis der Schrift Joh 5,39 Ihr erforschet die Schriften, weil ihr meinet, darin das ewige Leben zu haben Joh 5,40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen. Joh 5,41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen, Joh 5,42 aber bei euch habe ich erkannt, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. Joh 5,43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen. Joh 5,44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet und die Ehre vom alleinigen Gott nicht suchet? Joh 5,45 Denket nicht, daß ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist einer, der euch anklagt: Mose, auf welchen ihr eure Hoffnung gesetzt habt. Joh 5,46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr auch mir glauben Joh 5,47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
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Joh-0406
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Ein anderes Passahfest: die Speisung der Fünftausend Joh 6,1 Darnach fuhr Jesus über das galiläische Meer bei Tiberias. Joh 6,2 Und es folgte ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Joh 6,3 Jesus aber ging auf den Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Joh 6,4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden. Joh 6,5 Da nun Jesus die Augen erhob und sah, daß eine große Menge zu ihm kam, spricht er zu Philippus: Woher kaufen wir Brot, daß diese essen können? Joh 6,6 (Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wußte wohl, was er tun wollte.) Joh 6,7 Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Denare Brot reicht nicht hin für sie, daß jeder von ihnen auch nur ein wenig nehme! Joh 6,8 Da spricht einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm: Joh 6,9 Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische Joh 6,10 Jesus spricht: Machet, daß die Leute sich setzen! Es war aber viel Gras an dem Ort. Da setzten sich die Männer, etwa fünftausend an Zahl. Joh 6,11 Jesus aber nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jüngern aus, die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten Joh 6,12 Als sie aber gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme! Joh 6,13 Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übriggeblieben waren, welche gegessen hatten. Joh 6,14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, welches Jesus getan hatte, sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll! Jesus wandelt auf dem Wasser Joh 6,15 Da nun Jesus merkte, daß sie kommen würden, um ihn mit Gewalt zum Könige zu machen, entwich er wiederum auf den Berg, er allein. Joh 6,16 Als es aber Abend geworden war, gingen seine Jünger hinab ans Meer, Joh 6,17 stiegen in das Schiff und fuhren über das Meer nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. Joh 6,18 Und das Meer ging hoch, da ein starker Wind wehte. Joh 6,19 Als sie nun ungefähr fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem Meere wandeln und sich Schiffe nähern Joh 6,20 Er aber sprach zu ihnen: Ich bin's, fürchtet euch nicht! Joh 6,21 Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen, und alsbald war das Schiff am Lande, wohin sie fuhren. Jesus, das Brot des Lebens Joh 6,22 Am folgenden Tage sah das Volk, das jenseits des Meeres stand, daß kein anderes Schiff daselbst war, als nur das eine, in welches seine Jünger gestiegen waren, und daß Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen war, sondern daß seine Jünger allein abgefahren waren. Joh 6,23 Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten nach der Danksagung des Herrn. Joh 6,24 Da nun das Volk sah, daß Jesus nicht dort war, auch nicht seine Jünger, stiegen auch sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. Joh 6,25 Und als sie ihn jenseits des Meeres fanden, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? Joh 6,26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr suchet mich nicht darum, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Joh 6,27 Wirket nicht die Speise, die vergänglich ist, sondern die Speise, die ins ewige Leben bleibt, welche des Menschen Sohn euch geben wird Joh 6,28 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun um die Werke Gottes zu wirken? Joh 6,29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Jesus ist vom Himmel gesandt Joh 6,30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn für ein Zeichen, damit wir es sehen und dir glauben? Was wirkst du? Joh 6,31 Unsere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: «Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.» Joh 6,32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Joh 6,33 Denn das Brot Gottes ist derjenige, welcher vom Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. Joh 6,34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot! Joh 6,35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens Joh 6,36 Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt und doch nicht glaubet. Joh 6,37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen Joh 6,38 Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Joh 6,39 Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tage. Joh 6,40 Denn das ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe Joh 6,41 Da murrten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, - Joh 6,42 und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie spricht er denn: Ich bin vom Himmel herabgekommen? Joh 6,43 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Murret nicht untereinander! Joh 6,44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage. Joh 6,45 Es steht geschrieben in den Propheten: «Sie werden alle von Gott gelehrt sein.» Jeder, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. Joh 6,46 Nicht, daß jemand den Vater gesehen hätte Joh 6,47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, hat ewiges Leben. Joh 6,48 Ich bin das Brot des Lebens. Joh 6,49 Eure Väter haben das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben Joh 6,50 dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, auf daß, wer davon ißt, nicht sterbe. Joh 6,51 Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel herabgekommen. Wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er in Ewigkeit leben. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt. Joh 6,52 Da zankten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Joh 6,53 Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esset und sein Blut trinket, so habt ihr kein Leben in euch. Joh 6,54 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage. Joh 6,55 Denn mein Fleisch ist wahrhaftige Speise, und mein Blut ist wahrhaftiger Trank. Joh 6,56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Joh 6,57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich um des Vaters willen lebe, so wird auch der, welcher mich ißt, um meinetwillen leben. Joh 6,58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist Joh 6,59 Solches sprach er, als er in der Synagoge zu Kapernaum lehrte. Die Jünger werden durch die Lehre erprobt Joh 6,60 Viele nun von seinen Jüngern, die solches hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören? Joh 6,61 Da aber Jesus bei sich selbst merkte, daß seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein Ärgernis? Joh 6,62 Wie denn, wenn ihr des Menschen Sohn dorthin auffahren sehet, wo er zuvor war? Joh 6,63 Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. Joh 6,64 Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wußte von Anfang, wer die seien, die nicht glaubten, und welcher ihn verraten würde. Joh 6,65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben! Das Glaubensbekenntnis des Petrus Joh 6,66 Aus diesem Anlaß traten viele seiner Jünger zurück und wandelten nicht mehr mit ihm. Joh 6,67 Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr nicht auch weggehen? Joh 6,68 Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens. Joh 6,69 Und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes bist! Joh 6,70 Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zwölf erwählt? Und einer von euch ist ein Teufel! Joh 6,71 Er redete aber von Judas, Simons Sohn, dem Ischariot
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Joh-0407
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Die ungläubigen Brüder Jesu drängen Ihn, nach Jerusalem zu gehen Joh 7,1 Darnach zog Jesus umher in Galiläa Joh 7,2 Es war aber das Laubhüttenfest der Juden nahe. Joh 7,3 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Brich doch auf von hier und ziehe nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust! Joh 7,4 Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht doch öffentlich bekannt zu sein. Wenn du solches tust, so offenbare dich der Welt! Joh 7,5 Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. Joh 7,6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da Joh 7,7 Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber haßt sie Joh 7,8 Gehet ihr hinauf zum Fest Joh 7,9 Solches sagte er zu ihnen und blieb in Galiläa. Jesus auf dem Laubhüttenfest Joh 7,10 Nachdem aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, ging auch er hinauf, nicht öffentlich, sondern wie im Verborgenen. Joh 7,11 Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist er? Joh 7,12 Und es gab viel Gemurmel seinetwegen unter dem Volk. Etliche sagten: Er ist gut Joh 7,13 Doch redete niemand freimütig über ihn, aus Furcht vor den Juden. Joh 7,14 Als aber das Fest schon zur Hälfte verflossen war, ging Jesus in den Tempel hinauf und lehrte. Joh 7,15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kennt dieser die Schrift? Er hat doch nicht studiert! Joh 7,16 Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Joh 7,17 Will jemand seinen Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob ich aus mir selbst rede. Joh 7,18 Wer aus sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre Joh 7,19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und doch tut keiner von euch das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu töten? Joh 7,20 Das Volk antwortete und sprach: Du hast einen Dämon! Wer sucht dich zu töten? Joh 7,21 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch darüber. Joh 7,22 Mose hat euch die Beschneidung gegeben (nicht daß sie von Mose kommt, sondern von den Vätern), und am Sabbat beschneidet ihr den Menschen. Joh 7,23 Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Moses nicht übertreten werde, was zürnet ihr mir denn, daß ich den ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe? Joh 7,24 Richtet nicht nach dem Schein, sondern fället ein gerechtes Urteil. Joh 7,25 Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? Joh 7,26 Und siehe, er redet öffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben etwa die Obersten wirklich erkannt, daß dieser der Christus ist? Joh 7,27 Doch von diesem wissen wir, woher er ist Joh 7,28 Da rief Jesus, während er im Tempel lehrte, und sprach: Ja, ihr kennet mich und wisset, woher ich bin! Und doch bin ich nicht von mir selbst gekommen, sondern der Wahrhaftige ist es, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht kennet. Joh 7,29 Ich kenne ihn Joh 7,30 Da suchten sie ihn zu greifen Joh 7,31 Viele aber aus dem Volke glaubten an ihn und sprachen: Wenn der Christus kommt, wird er wohl mehr Zeichen tun, als dieser getan hat? Joh 7,32 Die Pharisäer hörten, daß das Volk solches von ihm murmelte Joh 7,33 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit bin ich bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Joh 7,34 Ihr werdet mich suchen und nicht finden Joh 7,35 Da sprachen die Juden untereinander: Wohin will er denn gehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er etwa zu den unter den Griechen Zerstreuten gehen und die Griechen lehren? Joh 7,36 Was soll das bedeuten, daß er sagt: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, dahin könnt ihr nicht kommen? Die grosse Verheissung über den Heiligen Geist der Kraft Joh 7,37 Aber am letzten, dem großen Tage des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Joh 7,38 Wer an mich glaubt - wie die Schrift sagt -, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Joh 7,39 Das sagte er aber von dem Geiste, den die empfangen sollten, welche an ihn glaubten Verschiedene Meinungen über Jesus Joh 7,40 Viele nun aus dem Volke, die diese Rede hörten, sagten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. Joh 7,41 Andere sagten: Er ist der Christus. Andere aber sagten: Christus kommt doch nicht aus Galiläa? Joh 7,42 Sagt nicht die Schrift, daß der Christus aus dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, wo David war, kommen werde? Joh 7,43 Also entstand seinetwegen eine Spaltung unter dem Volk. Joh 7,44 Etliche aber von ihnen wollten ihn greifen, doch legte niemand Hand an ihn. Joh 7,45 Nun kamen die Diener zu den Hohenpriestern und Pharisäern zurück, und diese sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Joh 7,46 Die Diener antworteten: Nie hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch! Joh 7,47 Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid auch ihr verführt worden? Joh 7,48 Glaubt auch einer von den Obersten oder von den Pharisäern an ihn? Joh 7,49 Aber dieser Pöbel, der das Gesetz nicht kennt, der ist unter dem Fluch! Joh 7,50 Da spricht zu ihnen Nikodemus, der des Nachts zu ihm gekommen und einer der Ihren war: Joh 7,51 Richtet auch unser Gesetz einen Menschen, man habe ihn denn zuvor selbst gehört und erkannt, was er tut? Joh 7,52 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch aus Galiläa? Forsche nach, und du wirst sehen, daß aus Galiläa kein Prophet ersteht! Joh 7,53 So ging jeder in sein Haus.
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Joh-0408
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Die Schriftgelehrten und Pharisäer klagen eine Frau an im Ehebruch begriffen Joh 8,1 Jesus aber ging an den Ölberg. Joh 8,2 Und am Morgen früh stellte er sich wieder im Tempel ein, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. Joh 8,3 Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer ein Weib zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte Joh 8,4 und sprachen zu ihm: Meister, dieses Weib ist auf der Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Joh 8,5 Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Was sagst nun du? Joh 8,6 Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen könnten. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Joh 8,7 Als sie nun dabei verharrten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! Joh 8,8 Und er bückte sich wiederum nieder und schrieb auf die Erde. Joh 8,9 Als sie aber das hörten, gingen sie [von ihrem Gewissen gestraft] einer nach dem andern hinaus, die Ältesten zuerst Joh 8,10 Da richtete sich Jesus auf und sprach zu ihr: Weib, wo sind deine Ankläger? Hat dich niemand verdammt? Joh 8,11 Sie sprach: Herr, niemand! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr! Der tiefste Grund des Gegensatzes zwischen Jesus und den Pharisäern: der Ursprung Christi. Er ist das Licht der Welt Joh 8,12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. Joh 8,13 Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du zeugst von dir selbst Joh 8,14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis wahr, denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe Joh 8,15 Ihr richtet nach dem Fleische Joh 8,16 Aber auch wenn ich richte, so ist mein Gericht wahr Joh 8,17 Es steht aber auch in eurem Gesetze geschrieben, daß das Zeugnis zweier Menschen wahr sei. Joh 8,18 Ich bin es, der ich von mir selbst zeuge, und es zeugt von mir der Vater, der mich gesandt hat. Joh 8,19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennet weder mich noch meinen Vater Joh 8,20 Diese Worte redete Jesus bei dem Gotteskasten, als er im Tempel lehrte Joh 8,21 Nun sprach Jesus wiederum zu ihnen: Ich gehe fort, und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen! Joh 8,22 Da sagten die Juden: Will er sich etwa selbst töten, daß er spricht: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen? Joh 8,23 Er aber sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Joh 8,24 Darum habe ich euch gesagt, daß ihr in euren Sünden sterben werdet Joh 8,25 Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstens das, was ich euch eben sage! Joh 8,26 Ich habe vieles über euch zu reden und zu richten Joh 8,27 Sie verstanden aber nicht, daß er vom Vater zu ihnen redete. Joh 8,28 Darum sprach Jesus: Wenn ihr des Menschen Sohn erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin Joh 8,29 Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir Joh 8,30 Als er solches redete, glaubten viele an ihn. Joh 8,31 Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, Joh 8,32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! Joh 8,33 Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Same und sind nie jemandes Knechte gewesen Joh 8,34 Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht. Joh 8,35 Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Hause Joh 8,36 Wird euch nun der Sohn frei machen, so seid ihr wirklich frei. Joh 8,37 Ich weiß, daß ihr Abrahams Same seid Joh 8,38 Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe Joh 8,39 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Unser Vater ist Abraham! Jesus spricht zu ihnen: Wäret ihr Abrahams Kinder, so tätet ihr Abrahams Werke. Joh 8,40 Nun aber suchet ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, welche ich von Gott gehört habe Joh 8,41 Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott! Joh 8,42 Da sprach Jesus zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen Joh 8,43 Warum versteht ihr meine Rede nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören! Joh 8,44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun Joh 8,45 Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubet ihr mir nicht. Joh 8,46 Wer unter euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich die Wahrheit rede, warum glaubet ihr mir nicht? Joh 8,47 Wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes Joh 8,48 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, daß du ein Samariter bist und einen Dämon hast? Joh 8,49 Jesus antwortete: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr entehret mich. Joh 8,50 Ich aber suche nicht meine Ehre Joh 8,51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit! Joh 8,52 Da sprachen die Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, daß du einen Dämon hast! Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Joh 8,53 Bist du größer als unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die Propheten sind auch gestorben. Was machst du aus dir selbst? Joh 8,54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts Joh 8,55 Und doch habt ihr ihn nicht erkannt Joh 8,56 Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er meinen Tag sehen sollte. Und er sah ihn und freute sich. Joh 8,57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Joh 8,58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich! Joh 8,59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hindurch, und entwich also.
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Joh-0409
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Jesus heilt einen Blindgeborenen Joh 9,1 Und da er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Joh 9,2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren ist? Joh 9,3 Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern Joh 9,4 Ich muß die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist Joh 9,5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Joh 9,6 Als er solches gesagt, spie er auf die Erde und machte einen Teig mit dem Speichel und strich ihm den Teig auf die Augen Joh 9,7 und sprach zu ihm: Gehe hin, wasche dich im Teiche Siloah (das heißt übersetzt: Gesandt)! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Joh 9,8 Die Nachbarn nun, und die ihn zuvor als Bettler gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der, welcher dasaß und bettelte? Joh 9,9 Etliche sagten: Er ist's! - andere aber: Nein, aber er sieht ihm ähnlich! Er selbst sagte: Ich bin's! Joh 9,10 Da sprachen sie zu ihm: Wie sind dir deine Augen aufgetan worden? Joh 9,11 Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heißt, machte einen Teig und bestrich meine Augen und sprach zu mir: Gehe hin zum Teich Siloah und wasche dich! Als ich aber hinging und mich wusch, wurde ich sehend. Joh 9,12 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist der? Er spricht: Ich weiß es nicht! Joh 9,13 Da führten sie ihn, den Blindgewesenen, zu den Pharisäern. Joh 9,14 Es war aber Sabbat, als Jesus den Teig machte und ihm die Augen öffnete. Joh 9,15 Nun fragten ihn wiederum auch die Pharisäer, wie er sehend geworden sei. Er sprach zu ihnen: Einen Teig hat er auf meine Augen gelegt, und ich wusch mich und bin nun sehend! Joh 9,16 Da sprachen etliche von den Pharisäern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält! Andere sprachen: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? Und es entstand eine Spaltung unter ihnen. Joh 9,17 Da sprachen sie wiederum zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, daß er dir die Augen aufgetan hat? Er sprach: Er ist ein Prophet! Joh 9,18 Nun glaubten die Juden nicht von ihm, daß er blind gewesen und sehend geworden sei, bis sie die Eltern des Sehendgewordenen gerufen hatten. Joh 9,19 Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr sagt, daß er blind geboren ist? Wie ist er denn jetzt sehend? Joh 9,20 Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist und daß er blind geboren ist Joh 9,21 wieso er aber jetzt sieht, das wissen wir nicht Joh 9,22 Das sagten seine Eltern deshalb, weil sie die Juden fürchteten Joh 9,23 Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug Joh 9,24 Da riefen sie zum zweitenmal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daß dieser Mensch ein Sünder ist. Joh 9,25 Da antwortete jener und sprach: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht Joh 9,26 Sie sprachen wiederum zu ihm: Was hat er mit dir gemacht? Wie tat er dir die Augen auf? Joh 9,27 Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht darauf gehört Joh 9,28 Sie schmähten ihn und sprachen: Du bist sein Jünger! Wir aber sind Moses Jünger. Joh 9,29 Wir wissen, daß Gott mit Mose geredet hat, von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist. Joh 9,30 Da antwortete der Mensch und sprach zu ihnen: Das ist doch verwunderlich, daß ihr nicht wisset, woher er ist, und er hat doch meine Augen aufgetan. Joh 9,31 Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört Joh 9,32 Seit die Welt steht, ist nicht gehört worden, daß jemand einem Blindgeborenen die Augen aufgetan hat. Joh 9,33 Wäre dieser nicht von Gott, so könnte er nichts tun! Joh 9,34 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und willst uns lehren? Und sie stießen ihn hinaus. Jesus bestätigt Seine Gottheit Joh 9,35 Jesus hörte, daß sie ihn ausgestoßen hatten, und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes? Joh 9,36 Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, auf daß ich an ihn glaube? Joh 9,37 Und Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es! Joh 9,38 Er aber sprach: Ich glaube, Herr! - und fiel vor ihm nieder. Joh 9,39 Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, auf daß die, welche nicht sehen, sehend werden und die, welche sehen, blind werden. Joh 9,40 Solches hörten etliche der Pharisäer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind? Joh 9,41 Jesus sprach zu ihnen: Wäret ihr blind, so hättet ihr keine Sünde; nun ihr aber sprecht: Wir sind sehend, bleibt eure Sünde.
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Joh-0410
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Jesus als der gute Hirte Joh 10,1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer nicht durch die Tür in den Schafstall hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Joh 10,2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Joh 10,3 Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Joh 10,4 Und wenn er seine Schafe alle herausgelassen hat, geht er vor ihnen her Joh 10,5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm Joh 10,6 Dieses Gleichnis sagte ihnen Jesus. Sie verstanden aber nicht, wovon er zu ihnen redete. Joh 10,7 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ich bin die Tür zu den Schafen. Joh 10,8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber Joh 10,9 Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Joh 10,10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben Joh 10,11 Ich bin der gute Hirt Joh 10,12 Der Mietling aber, der nicht Hirt ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht Joh 10,13 Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert. Joh 10,14 Ich bin der gute Hirt und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, Joh 10,15 gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Joh 10,16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stalle sind Joh 10,17 Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf daß ich es wieder nehme. Joh 10,18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen. Joh 10,19 Da entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden um dieser Worte willen. Joh 10,20 Viele von ihnen sagten: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen, was hört ihr auf ihn? Joh 10,21 Andere sagten: Das sind nicht Reden eines Besessenen. Kann auch ein Dämon Blinden die Augen auftun? Jesus verteidigt Seine Gottheit Joh 10,22 Es fand aber in Jerusalem die Tempelweihe statt Joh 10,23 und Jesus wandelte im Tempel, in der Halle Salomos. Joh 10,24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du unsere Seele im Zweifel? Bist du der Christus, so sag es uns frei heraus! Joh 10,25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet es nicht Joh 10,26 Aber ihr glaubet nicht, weil ihr nicht von meinen Schafen seid Joh 10,27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach. Joh 10,28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Joh 10,29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. Joh 10,30 Ich und der Vater sind eins. Joh 10,31 Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Joh 10,32 Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater Joh 10,33 Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen einer Lästerung und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst! Joh 10,34 Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: «Ich habe gesagt: Ihr seid Götter»? Joh 10,35 Wenn es diejenigen Götter nennt, an welche das Wort Gottes erging - und die Schrift kann doch nicht aufgehoben werden -, Joh 10,36 wie sprechet ihr denn zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst! weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Joh 10,37 Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht! Joh 10,38 Tue ich sie aber, so glaubet, wenn ihr auch mir nicht glaubet, doch den Werken, auf daß ihr erkennet und glaubet, daß der Vater in mir ist und ich im Vater. Joh 10,39 Da suchten sie wiederum ihn zu greifen Jesus geht weg von Jerusalem Joh 10,40 und zog wieder jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte, und blieb daselbst. Joh 10,41 Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes hat zwar kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, das ist wahr. Joh 10,42 Und es glaubten dort viele an ihn.
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Joh-0411
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Jesus erweckt Lazarus in Bethanien von den Toten Joh 11,1 Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorfe der Maria und ihrer Schwester Martha, Joh 11,2 nämlich der Maria, die den Herrn gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren getrocknet hat Joh 11,3 Da ließen ihm die Schwestern sagen: Herr, siehe, den du lieb hast, der ist krank! Joh 11,4 Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde! Joh 11,5 Jesus aber liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus. Joh 11,6 Als er nun hörte, daß jener krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Orte, wo er war. Joh 11,7 Dann erst spricht er zu den Jüngern: Laßt uns wieder nach Judäa ziehen! Joh 11,8 Die Jünger sprechen zu ihm: Rabbi, eben noch haben dich die Juden zu steinigen gesucht, und du begibst dich wieder dorthin? Joh 11,9 Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tage wandelt, so stößt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt. Joh 11,10 Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. Joh 11,11 Solches sprach er, und darnach sagte er zu ihnen: Unser Freund Lazarus ist entschlafen Joh 11,12 Da sprachen seine Jünger: Herr, ist er entschlafen, so wird er genesen! Joh 11,13 Jesus aber hatte von seinem Tode geredet Joh 11,14 Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben Joh 11,15 und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubet. Aber lasset uns zu ihm gehen! Joh 11,16 Da sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Mitjüngern: Lasset uns auch hingehen, daß wir mit ihm sterben! Joh 11,17 Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier Tage im Grabe liegend. Joh 11,18 Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, ungefähr fünfzehn Stadien weit. Joh 11,19 Und viele von den Juden waren zu Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Joh 11,20 Als Martha nun hörte, daß Jesus komme, lief sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Hause. Joh 11,21 Da sprach Martha zu Jesus: Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben! Joh 11,22 Aber auch jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben. Joh 11,23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen! Joh 11,24 Martha spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tage. Joh 11,25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt Joh 11,26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? Joh 11,27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Joh 11,28 Und als sie das gesagt hatte, ging sie weg und rief ihre Schwester Maria heimlich und sprach: Der Meister ist da und ruft dich! Joh 11,29 Als diese es hörte, stand sie eilends auf und begab sich zu ihm. Joh 11,30 Jesus war aber noch nicht in den Flecken gekommen, sondern befand sich noch an dem Orte, wo Martha ihm begegnet war. Joh 11,31 Als nun die Juden, die bei ihr im Hause waren und sie trösteten, sahen, daß Maria so eilends aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach, in der Meinung, sie gehe zum Grabe, um dort zu weinen. Joh 11,32 Als aber Maria dahin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben! Joh 11,33 Als nun Jesus sah, wie sie weinte, und wie die Juden, die mit ihr gekommen waren, weinten, ergrimmte er im Geiste und wurde bewegt Joh 11,34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprechen zu ihm: Herr, komm und sieh! Joh 11,35 Jesus weinte. Joh 11,36 Da sagten die Juden: Seht, wie hatte er ihn so lieb! Etliche aber von ihnen sprachen: Joh 11,37 Konnte der, welcher dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht machen, daß auch dieser nicht stürbe? Joh 11,38 Jesus nun, indem er abermals bei sich selbst ergrimmte, kam zum Grabe. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag davor. Joh 11,39 Jesus spricht: Hebet den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier. Joh 11,40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen? Joh 11,41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. Joh 11,42 Doch ich weiß, daß du mich allezeit erhörst Joh 11,43 Und als er solches gesagt, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Joh 11,44 Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jesus spricht zu ihnen: Bindet ihn los und laßt ihn gehen! Viele werden bekehrt: die Pharisäer verschwören sich, Jesus zu töten Joh 11,45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn. Joh 11,46 Etliche von ihnen aber gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Joh 11,47 Da versammelten die Hohenpriester und Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was wollen wir machen? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen! Joh 11,48 Lassen wir ihn so fortfahren, so werden alle an ihn glauben Joh 11,49 Einer aber von ihnen, Kajaphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Joh 11,50 Ihr wisset nichts und bedenket nicht, daß es für uns besser ist, ein Mensch sterbe für das Volk, als daß das ganze Volk verderbe! Joh 11,51 Solches aber redete er nicht aus sich selbst Joh 11,52 und nicht für das Volk allein, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in Eins zusammenbrächte. Joh 11,53 Von jenem Tage an beratschlagten sie nun, ihn zu töten. Joh 11,54 Darum wandelte Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden, sondern zog von dort weg in die Gegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt namens Ephraim, und hielt sich daselbst auf mit seinen Jüngern. Joh 11,55 Es war aber das Passah der Juden nahe. Und viele aus der Gegend gingen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen. Joh 11,56 Da suchten sie Jesus und sprachen zueinander, im Tempel stehend: Was dünkt euch, kommt er nicht auf das Fest? Joh 11,57 Es hatten aber auch die Hohenpriester und die Pharisäer einen Befehl gegeben, daß, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeige, damit sie ihn greifen könnten.
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Joh-0412
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Jesus wird von Maria in Bethanien gesalbt Joh 12,1 Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nach Bethanien, wo Lazarus war, welchen Jesus von den Toten auferweckt hatte. Joh 12,2 Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tische saßen. Joh 12,3 Da nahm Maria ein Pfund echter, köstlicher Nardensalbe, salbte Jesus die Füße und trocknete ihm die Füße mit ihren Haaren Joh 12,4 Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn hernach verriet: Joh 12,5 Warum hat man diese Salbe nicht für dreihundert Denare verkauft und es den Armen gegeben? Joh 12,6 Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde. Joh 12,7 Da sprach Jesus: Laß sie! Solches hat sie für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt. Joh 12,8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch Joh 12,9 Es erfuhr nun eine große Menge der Juden, daß er dort sei Joh 12,10 Da beschlossen die Hohenpriester, auch Lazarus zu töten, Joh 12,11 denn seinetwegen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus. Jesus zieht in die Stadt Jerusalem ein Joh 12,12 Als am folgenden Tage die vielen Leute, welche zum Fest erschienen waren, hörten, daß Jesus nach Jerusalem komme, Joh 12,13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! Joh 12,14 Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: Joh 12,15 «Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen einer Eselin!» Joh 12,16 Solches aber verstanden seine Jünger anfangs nicht, sondern als Jesus verherrlicht war, wurden sie dessen eingedenk, daß solches von ihm geschrieben stehe und daß sie ihm solches getan hatten. Joh 12,17 Die Menge nun, die bei ihm war, bezeugte, daß er Lazarus aus dem Grabe gerufen und ihn von den Toten auferweckt habe. Joh 12,18 Darum ging ihm auch das Volk entgegen, weil sie hörten, daß er dieses Zeichen getan habe. Joh 12,19 Da sprachen die Pharisäer zueinander: Ihr seht, daß ihr nichts ausrichtet. Siehe, alle Welt läuft ihm nach! Etliche Griechen suchen vergeblich eine Unterredung mit Jesus Joh 12,20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um am Fest anzubeten. Joh 12,21 Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa war, baten ihn und sprachen: Herr, wir möchten Jesus gern sehen! Joh 12,22 Philippus kommt und sagt es dem Andreas, Andreas und Philippus aber sagen es Jesus. Jesu sagt Seine Kreuzigung voraus Joh 12,23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, daß des Menschen Sohn verherrlicht werde! Joh 12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt es allein Joh 12,25 Wer seine Seele liebt, der wird sie verlieren Joh 12,26 Wer mir dienen will, der folge mir nach Joh 12,27 Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Joh 12,28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! Joh 12,29 Das Volk nun, das dabeistand und solches hörte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. Joh 12,30 Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme erschollen, sondern um euretwillen. Joh 12,31 Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt! Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden Joh 12,32 und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Joh 12,33 Das sagte er aber, um anzudeuten, welches Todes er sterben würde. Joh 12,34 Das Volk antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetze gehört, daß Christus in Ewigkeit bleibt Joh 12,35 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht überfalle! Wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. Joh 12,36 Solange ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes werdet! Joh 12,37 Solches redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. Wiewohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn Joh 12,38 auf daß das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, welches er gesprochen hat: «Herr, wer hat dem geglaubt, was wir gehört haben, und wem wurde der Arm des Herrn geoffenbart?» Joh 12,39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja spricht wiederum: Joh 12,40 «Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, daß sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.» Joh 12,41 Solches sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. Joh 12,42 Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht von der Synagoge ausgestoßen würden. Joh 12,43 Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes. Joh 12,44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Joh 12,45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Joh 12,46 Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an mich glaubt, in der Finsternis bleibe. Joh 12,47 Und wenn jemand meine Worte hört und nicht hält, so richte ich ihn nicht Joh 12,48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tage. Joh 12,49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Joh 12,50 Und ich weiß, daß sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.
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Joh-0413
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Der persönliche Dienst des Sohnes Gottes Joh 13,1 Vor dem Passahfeste aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen sei, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er geliebt hatte die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Das letzte Passahfest: Jesus wäscht die Füsse der Jünger Joh 13,2 Und während der Mahlzeit, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, Joh 13,3 obgleich Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und daß er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe, Joh 13,4 steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und umgürtet sich Joh 13,5 darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war. Joh 13,6 Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen? Joh 13,7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren. Joh 13,8 Petrus spricht zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. Joh 13,9 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße nur, sondern auch die Hände und das Haupt! Joh 13,10 Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Joh 13,11 Denn er kannte seinen Verräter Joh 13,12 Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und seine Kleider angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tische und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? Joh 13,13 Ihr heißet mich Meister und Herr und saget es mit Recht Joh 13,14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Joh 13,15 Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr tut, wie ich euch getan habe. Joh 13,16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Gesandte größer als der ihn gesandt hat. Joh 13,17 Wenn ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr es tut. Joh 13,18 Ich rede nicht von euch allen Joh 13,19 Jetzt sage ich es euch, ehe es geschieht, damit, wenn es geschehen ist, ihr glaubet, daß ich es bin. Joh 13,20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer aufnimmt, welchen ich senden werde, der nimmt mich auf Jesus sagt Seinen Verrat voraus Joh 13,21 Da Jesus solches gesprochen hatte, ward er im Geiste erregt, bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten! Joh 13,22 Da sahen die Jünger einander an und wußten nicht, von welchem er redete. Joh 13,23 Es hatte aber einer seiner Jünger, den Jesus liebte, bei Tische seinen Platz an der Seite Jesu. Joh 13,24 Diesem winkt nun Simon Petrus, daß er forschen möchte, wer es sei, von dem er rede. Joh 13,25 Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist's? Joh 13,26 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauchen und geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Joh 13,27 Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn. Da spricht Jesus zu ihm: Was du tun willst, das tue bald! Joh 13,28 Das aber verstand keiner von denen, die zu Tische saßen, wozu er es ihm sagte. Joh 13,29 Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Feste bedürfen Joh 13,30 Da nun jener den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Es war aber Nacht. Joh 13,31 Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn! Joh 13,32 Ist Gott verherrlicht durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst und wird ihn alsbald verherrlichen. Joh 13,33 Kindlein, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen, so sage ich jetzt auch zu euch. Joh 13,34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet Joh 13,35 Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Jesus sagt die Verleugnung des Petrus voraus Joh 13,36 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen, du wirst mir aber später folgen. Joh 13,37 Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen! Joh 13,38 Jesus antwortete: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast!
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Joh-0414
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Jesus tröstet Seine Apostel: Er redet von Seinem Kommen für sie Joh 14,1 Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich! Joh 14,2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen Joh 14,3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß auch ihr seid, wo ich bin. Joh 14,4 Wohin ich aber gehe, wisset ihr, und ihr kennet den Weg. Joh 14,5 Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg wissen? Joh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben Jesus und der Vater sind eins Joh 14,7 Hättet ihr mich erkannt, so würdet ihr auch meinen Vater kennen Joh 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Joh 14,9 Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? Joh 14,10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke. Joh 14,11 Glaubet mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist Joh 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe Das neue Vorrecht für das Gebet Joh 14,13 und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, auf daß der Vater verherrlicht werde in dem Sohne. Joh 14,14 Wenn ihr etwas in meinem Namen bitten werdet, so werde ich es tun. Die Verheissung des innewohnenden Geistes Joh 14,15 Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote! Joh 14,16 Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Beistand geben, daß er bei euch bleibe in Ewigkeit, Joh 14,17 den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht Joh 14,18 Ich lasse euch nicht als Waisen zurück, ich komme zu euch. Joh 14,19 Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr Joh 14,20 An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Joh 14,21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt Joh 14,22 Da spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Joh 14,23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Joh 14,24 Wer mich nicht liebt, befolgt meine Worte nicht Joh 14,25 Solches habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin Joh 14,26 der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Das Vermächtnis des Friedens des Christus Joh 14,27 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch Joh 14,28 Ihr habt gehört, daß ich sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe Joh 14,29 Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubet, wenn es geschieht. Joh 14,30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden Joh 14,31 Damit aber die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe und also tue, wie mir der Vater befohlen hat, stehet auf und lasset uns von hinnen gehen!
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Joh-0415
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Der Weinstock und die Reben Joh 15,1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Joh 15,2 Jegliches Schoß an mir, das keine Frucht bringt, nimmt er weg Joh 15,3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Joh 15,4 Bleibet in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie das Rebschoß von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock bleibt, also auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibet. Joh 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben Joh 15,6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie das Rebschoß und verdorrt Joh 15,7 Wenn ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, möget ihr bitten, was ihr wollt, so wird es euch widerfahren. Joh 15,8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringet und meine Jünger werdet. Joh 15,9 Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch Joh 15,10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin. Joh 15,11 Solches habe ich zu euch geredet, auf daß meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde. Joh 15,12 Das ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe. Joh 15,13 Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Joh 15,14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was ich euch gebiete. Die neue Vertrautheit Joh 15,15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte Joh 15,16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, auf daß, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er es euch gebe. Joh 15,17 Das gebiete ich euch, daß ihr einander liebet. Die Haltung der Welt gegenüber den Gläubigen in Christus Joh 15,18 Wenn euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Joh 15,19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihrige lieb Joh 15,20 Gedenket an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen Joh 15,21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen Joh 15,22 Wenn ich nicht gekommen wäre und es ihnen gesagt hätte, so hätten sie keine Sünde Joh 15,23 Wer mich haßt, der haßt auch meinen Vater. Joh 15,24 Hätte ich nicht die Werke unter ihnen getan, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde Joh 15,25 doch solches geschieht, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie hassen mich ohne Ursache. Joh 15,26 Wenn aber der Beistand kommen wird, welchen ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen Joh 15,27 und auch ihr werdet zeugen, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.
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Joh-0416
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Jesus warnt vor der Verfolgung Joh 16,1 Solches habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmet. Joh 16,2 Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen Joh 16,3 Und solches werden sie euch tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Joh 16,4 Ich aber habe euch solches gesagt, damit, wenn die Stunde kommt, ihr daran denket, daß ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch nicht von Anfang an gesagt, weil ich bei euch war. Joh 16,5 Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fragt mich: Wohin gehst du? Joh 16,6 Sondern weil ich euch solches gesagt habe, ist euer Herz voll Trauer. Das dreifache Wirken des Geistes der Welt gegenüber Joh 16,7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe Joh 16,8 Und wenn jener kommt, wird er die Welt überzeugen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht Joh 16,9 von Sünde, weil sie nicht an mich glauben Joh 16,10 von Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht mehr sehet Joh 16,11 von Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Nach Seiner Himmelfahrt wird Christus weiterhin durch den Geist die Wahrheit offenbaren Joh 16,12 Noch vieles hätte ich euch zu sagen Joh 16,13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten Joh 16,14 Derselbe wird mich verherrlichen Joh 16,15 Alles, was der Vater hat, ist mein Jesus redet von Seinem Tod, von Seiner Auferstehung und Seinem zweiten Kommen Joh 16,16 In kurzem werdet ihr mich nicht mehr sehen, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater. Joh 16,17 Da sprachen etliche seiner Jünger zueinander: Was bedeutet das, daß er sagt: In kurzem werdet ihr mich nicht mehr sehen, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen, und: Ich gehe zum Vater? Joh 16,18 Sie fragten nämlich: Was bedeutet das, daß er sagt: In kurzem? Wir wissen nicht, was er redet! Joh 16,19 Jesus merkte, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Ihr befraget einander darüber, daß ich gesagt habe: In kurzem sehet ihr mich nicht mehr, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen? Joh 16,20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen, ihr aber werdet trauern Joh 16,21 Wenn eine Frau gebiert, so hat sie Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist Joh 16,22 So habt auch ihr nun Traurigkeit Joh 16,23 Und an jenem Tage werdet ihr mich gar nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben! Joh 16,24 Bis jetzt habt ihr gar nichts in meinem Namen gebeten Joh 16,25 Solches habe ich euch in Gleichnissen gesagt Joh 16,26 An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle Joh 16,27 denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Joh 16,28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen Joh 16,29 Da sagen seine Jünger: Siehe, jetzt redest du offen und brauchst kein Gleichnis! Joh 16,30 Jetzt wissen wir, daß du alles weißt und nicht nötig hast, daß dich jemand frage Joh 16,31 Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr? Joh 16,32 Siehe, es kommt die Stunde, und sie ist schon da, wo ihr euch zerstreuen werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich allein lasset Joh 16,33 Solches habe ich zu euch geredet, auf daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal
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Joh-0417
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Das hohepriesterliche Gebet Christi Joh 17,1 Solches redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen Joh 17,2 gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, auf daß er ewiges Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Joh 17,3 Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Joh 17,4 Ich habe dich verherrlicht auf Erden, indem ich das Werk vollendet habe, das du mir gegeben hast, daß ich es tun solle. Joh 17,5 Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Joh 17,6 Ich habe deinen Namen den Menschen geoffenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast Joh 17,7 Nun erkennen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt Joh 17,8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Joh 17,9 Ich bitte für sie Joh 17,10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein Joh 17,11 Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! Joh 17,12 Als ich bei ihnen in der Welt war, erhielt ich sie in deinem Namen Joh 17,13 Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, damit sie meine Freude vollkommen in sich haben. Joh 17,14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie Joh 17,15 Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Argen. Joh 17,16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Joh 17,17 Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Joh 17,18 Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Joh 17,19 Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Joh 17,20 Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, Joh 17,21 auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir Joh 17,22 Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind. Joh 17,23 Ich in ihnen und du in mir, auf daß sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Joh 17,24 Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast Joh 17,25 Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht! Ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Joh 17,26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, auf daß die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen!
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Joh-0418
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Das Opfer des Sohnes Gottes Jesus in Gethsemane Joh 18,1 Als Jesus solches gesprochen hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Winterbach Kidron. Dort war ein Garten, in welchen Jesus samt seinen Jüngern eintrat. Der Verrat und die Gefangennahme Jesu Joh 18,2 Aber auch Judas, der ihn verriet, kannte den Ort Joh 18,3 Nachdem nun Judas die Rotte und von den Obersten und Pharisäern Diener bekommen hatte, kam er dorthin mit Fackeln und Lampen und mit Waffen. Joh 18,4 Jesus aber, der alles wußte, was über ihn kommen sollte, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Joh 18,5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazarener! Spricht Jesus zu ihnen: Ich bin es! Es stand aber auch Judas, der ihn verriet, bei ihnen. Joh 18,6 Als er nun zu ihnen sprach: Ich bin es! - wichen sie alle zurück und fielen zu Boden. Joh 18,7 Nun fragte er sie wiederum: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazarener! Joh 18,8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es bin Joh 18,9 auf daß das Wort erfüllt würde, das er gesagt hatte: Ich habe keinen verloren von denen, die du mir gegeben hast. Petrus schlägt Malchus Joh 18,10 Da nun Simon Petrus ein Schwert hatte, zog er es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab Joh 18,11 Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat? Jesus wird vor den Hohenpriester gebracht Joh 18,12 Die Rotte nun und ihr Oberst und die Diener der Juden griffen Jesus und banden ihn Joh 18,13 und führten ihn zuerst zu Hannas Joh 18,14 Das war der Kajaphas, der den Juden geraten hatte, es sei besser, daß ein Mensch für das Volk sterbe. Joh 18,15 Simon Petrus aber folgte Jesus nach, und ein anderer Jünger. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus hinein in den Hof des Hohenpriesters. Joh 18,16 Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da ging der andere Jünger hinaus, der mit dem Hohenpriester bekannt war, und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein. Joh 18,17 Da spricht die Magd, die Türhüterin, zu Petrus: Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen? Petrus spricht: Ich bin's nicht! Joh 18,18 Es standen aber die Knechte und Diener um ein Kohlenfeuer, das sie gemacht hatten - denn es war kalt - und wärmten sich Joh 18,19 Der Hohepriester nun fragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre. Joh 18,20 Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet Joh 18,21 Was fragst du mich? Frage die, welche gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe! Siehe, diese wissen, was ich gesagt habe. Joh 18,22 Als er aber solches sagte, gab einer der Diener, die dabeistanden, Jesus einen Backenstreich und sprach: Antwortest du dem Hohenpriester also? Joh 18,23 Jesus erwiderte ihm: Habe ich unrecht geredet, so beweise, was daran unrecht war Joh 18,24 Da sandte ihn Hannas gebunden zum Hohenpriester Kajaphas. Joh 18,25 Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Sie sprachen zu ihm: Bist nicht auch du einer seiner Jünger? Er leugnete und sprach: Ich bin's nicht! Joh 18,26 Da sagte einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Joh 18,27 Da leugnete Petrus abermals, und alsbald krähte der Hahn. Jesus vor Pilatus Joh 18,28 Sie führten nun Jesus von Kajaphas in das Amthaus. Es war aber noch früh. Und sie selbst betraten das Amthaus nicht, damit sie nicht unrein würden, sondern das Passah essen könnten. Joh 18,29 Da ging Pilatus zu ihnen hinaus und fragte: Was für eine Klage erhebt ihr wider diesen Menschen? Joh 18,30 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre er kein Übeltäter, so hätten wir ihn dir nicht überantwortet! Joh 18,31 Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden sprachen zu ihm: Wir dürfen niemand töten! - Joh 18,32 auf daß Jesu Wort erfüllt würde, das er sagte, als er andeutete, welches Todes er sterben sollte. Joh 18,33 Nun ging Pilatus wieder ins Amthaus hinein und rief Jesus und fragte ihn: Bist du der König der Juden? Joh 18,34 Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben es dir andere von mir gesagt? Joh 18,35 Pilatus antwortete: Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet! Was hast du getan? Joh 18,36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt Joh 18,37 Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein König? Jesus antwortete: Du sagst es Joh 18,38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm! Jesus wird verurteilt: Barabbas vorgezogen Joh 18,39 Ihr habt aber eine Gewohnheit, daß ich euch am Passahfest einen freigebe Joh 18,40 Sie schrieen alle und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Räuber.
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Joh-0419
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Jesus wird mit Dornen gekrönt Joh 19,1 Da nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. Joh 19,2 Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm ein Purpurkleid um, traten vor ihn hin und sprachen: Joh 19,3 Sei gegrüßt, du König der Juden! - und gaben ihm Backenstreiche. Pilatus macht einen letzten Versuch, Jesus zu befreien Joh 19,4 Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde! Joh 19,5 Also kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und das Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Joh 19,6 Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuziget ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm. Joh 19,7 Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserm Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat. Joh 19,8 Als Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr Joh 19,9 und ging wieder in das Amthaus hinein und sprach zu Jesus: Woher bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Joh 19,10 Da spricht Pilatus zu ihm: Mit mir redest du nicht? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht habe, dich zu kreuzigen? Joh 19,11 Jesus antwortete: Du hättest gar keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben herab gegeben wäre Joh 19,12 Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben. Aber die Juden schrieen und sprachen: Lässest du diesen frei, so bist du nicht des Kaisers Freund Joh 19,13 Als nun Pilatus diese Worte hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl, an der Stätte, die Steinpflaster genannt wird, auf hebräisch aber Gabbatha. Joh 19,14 Es war aber Rüsttag für das Passah, um die sechste Stunde. Und er sprach zu den Juden: Seht, das ist euer König. Joh 19,15 Sie aber schrieen: Fort, fort mit ihm! Kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, als den Kaiser! Jesus wird gekreuzigt Joh 19,16 Da überantwortete er ihnen Jesus, daß er gekreuzigt würde.Sie nahmen aber Jesus und führten ihn hin. Joh 19,17 Und er trug sein Kreuz selbst und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, welche auf hebräisch Golgatha heißt. Joh 19,18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. Joh 19,19 Pilatus aber schrieb eine Überschrift und heftete sie an das Kreuz Joh 19,20 Diese Überschrift lasen viele Juden Joh 19,21 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern daß jener gesagt habe: Ich bin König der Juden. Joh 19,22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben! Joh 19,23 Als nun die Kriegsknechte Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Kriegsknecht einen Teil Joh 19,24 Da sprachen sie zueinander: Laßt uns den nicht zertrennen, sondern darum losen, wem er gehören soll Joh 19,25 Es standen aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, des Klopas Frau, und Maria Magdalena. Joh 19,26 Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, dein Sohn! Joh 19,27 Darauf spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Joh 19,28 Nach diesem, da Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, damit die Schrift erfüllt würde, spricht er: Mich dürstet! Joh 19,29 Es stand da ein Gefäß voll Essig Joh 19,30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. Die Ereignisse nach Seinem Tod Joh 19,31 Die Juden nun, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuze blieben - es war nämlich Rüsttag, und jener Sabbattag war groß -, baten Pilatus, daß ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden. Joh 19,32 Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, ebenso dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Joh 19,33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, Joh 19,34 sondern einer der Kriegsknechte durchbohrte seine Seite mit einem Speer, und alsbald floß Blut und Wasser heraus. Joh 19,35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, daß er die Wahrheit sagt, auf daß auch ihr glaubet. Joh 19,36 Denn solches ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: «Es soll ihm kein Bein zerbrochen werden!» Joh 19,37 Und abermals spricht eine andere Schrift: «Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben.» Jesus wird begraben Joh 19,38 Darnach bat Joseph von Arimathia - der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, - den Pilatus, daß er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jesu herab. Joh 19,39 Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Joh 19,40 Also nahmen sie den Leib Jesu und banden ihn samt den Spezereien in leinene Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen. Joh 19,41 Es war aber an dem Ort, wo Jesus gekreuzigt worden war, ein Garten und in dem Garten eine neue Gruft, in welche noch niemand gelegt worden war. Joh 19,42 Dahin nun legten sie Jesus, wegen des Rüsttages der Juden, weil die Gruft nahe war.
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Joh-0420
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Die Offenbarung des Sohnes Gottes in der Auferstehung Die Auferstehung und die Ereignisse dieses Tages Joh 20,1 Am ersten Tage aber der Woche kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zur Gruft und sieht den Stein von der Gruft hinweggenommen. Joh 20,2 Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus der Gruft genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben! Joh 20,3 Nun gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und begaben sich zu der Gruft. Joh 20,4 Die beiden liefen miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zur Gruft, Joh 20,5 bückte sich hinein und sieht die leinenen Tücher daliegen, ging jedoch nicht hinein. Joh 20,6 Da kommt Simon Petrus, der ihm folgte, und geht in die Gruft hinein und sieht die Tücher daliegen Joh 20,7 und das Schweißtuch, das um sein Haupt gebunden war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem besondern Ort. Joh 20,8 Darauf ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst zur Gruft gekommen war, und sah und glaubte. Joh 20,9 Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müsse. Joh 20,10 Nun gingen die Jünger wieder heim. Jesus erscheint der Maria Magdalena Joh 20,11 Maria aber stand draußen vor der Gruft und weinte. Wie sie nun weinte, bückte sie sich in die Gruft Joh 20,12 und sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen, den einen zu den Häupten, den andern zu den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Joh 20,13 Und diese sprechen zu ihr: Weib, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben! Joh 20,14 Und als sie das gesagt, wendet sie sich um und sieht Jesus dastehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. Joh 20,15 Jesus spricht zu ihr: Weib, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, so will ich ihn holen! Joh 20,16 Jesus spricht zu ihr: Maria! Da wendet sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni! (das heißt: Meister!) Joh 20,17 Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Joh 20,18 Da kommt Maria Magdalena und verkündigt den Jüngern, daß sie den Herrn gesehen und daß er solches zu ihr gesprochen habe. Jesus erscheint den Jüngern, Thomas ist abwesend Joh 20,19 Als es nun an jenem ersten Wochentag Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden, - kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Joh 20,20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen. Joh 20,21 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Joh 20,22 Und nachdem er das gesagt, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfanget heiligen Geist! Joh 20,23 Welchen ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Jesus erscheint den Jüngern, Thomas ist dabei Joh 20,24 Thomas aber, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Joh 20,25 Da sagten ihm die andern Jünger: Wir haben den Herrn gesehen! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und lege meinen Finger in das Nägelmal und lege meine Hand in seine Seite, so glaube ich es nicht! Joh 20,26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum dort und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! Joh 20,27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Joh 20,28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Joh 20,29 Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du Der Zweck des Evangeliums des Johannes Joh 20,30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die in diesem Buche nicht geschrieben sind. Joh 20,31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und daß ihr durch den Glauben Leben habet in seinem Namen
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Joh-0421
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Das Nachwort: Der auferstandene Sohn Gottes, der Meister des Lebens und des Dienstes Jesus erscheint sieben Aposteln am See Genezareth Joh 21,1 Darnach offenbarte sich Jesus den Jüngern wiederum am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: Joh 21,2 Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern. Christus und unser Dienst: in eigenem Willen, unter menschlicher Führung Joh 21,3 Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen! Sie sprechen zu ihm: So kommen wir auch mit dir. Da gingen sie hinaus und stiegen sogleich in das Schiff Joh 21,4 Als es aber schon Morgen wurde, stand Jesus am Gestade Kein Ergebnis des Dienstes in eigenem Willen Joh 21,5 Spricht nun Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein! Die Fruchtbarkeit des Dienstes unter der Führung Christi Joh 21,6 Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus und vermochten es nicht mehr zu ziehen vor der Menge der Fische. Joh 21,7 Da spricht der Jünger, welchen Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: Es ist der Herr! Als nun Simon Petrus hörte, daß es der Herr sei, gürtete er das Oberkleid um sich, denn er war nackt, und warf sich ins Meer. Joh 21,8 Die andern Jünger aber kamen mit dem Schiffe (denn sie waren nicht fern vom Lande, sondern etwa zweihundert Ellen weit) und zogen das Netz mit den Fischen nach. Joh 21,9 Wie sie nun ans Land gestiegen waren, sehen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot. Joh 21,10 Jesus spricht zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! Joh 21,11 Da stieg Simon Petrus hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig Die Fürsorge Christi für Seine Diener Joh 21,12 Jesus spricht zu ihnen: Kommet zum Frühstück! Aber keiner der Jünger wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, daß es der Herr war. Joh 21,13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch. Joh 21,14 Das war schon das drittemal, daß sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war. Die Liebe als der einzige richtige Beweggrund im Dienst Joh 21,15 Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe! Er spricht zu ihm: Weide meine Lämmer! Joh 21,16 Wiederum spricht er, zum zweitenmal: Simon Jona, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Er spricht zu ihm: Hüte meine Schafe! Joh 21,17 Und zum drittenmal fragt er ihn: Simon Jona, hast du mich lieb? Da ward Petrus traurig, daß er ihn zum drittenmal fragte: Hast du mich lieb? - und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe! Der Meister enthüllt Petrus, dass Er die Zeit und die Art des Todes Seiner Diener bestimmt Joh 21,18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest Joh 21,19 Solches aber sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Und nachdem er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach! Nicht alle Seine Diener werden sterben Joh 21,20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrät? Joh 21,21 Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was soll aber dieser? Joh 21,22 Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! Joh 21,23 Daher kam nun das Gerede unter den Brüdern: «Dieser Jünger stirbt nicht.» Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, sondern: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Joh 21,24 Das ist der Jünger, der von diesen Dingen zeugt und dieses geschrieben hat Joh 21,25 Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat
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Jud-2601
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Einleitung
Jud 1,1 Judas, Knecht Jesu Christi, Bruder aber des Jakobus, an die Berufenen, die in Gott, dem Vater, geliebt und durch Jesus Christus bewahrt sind:
Jud 1,2 Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr!
Die Veranlassung des Briefes
Jud 1,3 Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von unsrem gemeinsamen Heil zu schreiben, halte ich es für notwendig, euch zu schreiben mit der Ermahnung, daß ihr für den Glauben kämpfet, der den Heiligen ein für allemal übergeben worden ist.
Jud 1,4 Es haben sich nämlich etliche Menschen eingeschlichen, für die schon längst folgendes Urteil geschrieben worden ist: «Gottlose, welche die Gnade unsres Gottes in Ausgelassenheit verkehren und den einzigen Herrscher und Herrn, Jesus Christus, verleugnen.»
Geschichtliche Beispiele von Unglauben und Aufruhr
Jud 1,5 Ich will euch aber daran erinnern, obschon ihr alles schon einmal wußtet, daß der Herr, nachdem er das Volk aus dem Lande Ägypten errettet hatte, das zweitemal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten,
Jud 1,6 und daß er die Engel, welche ihr Fürstentum nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Banden unter der Finsternis verwahrt hat
Jud 1,7 wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht bis aufs äußerste trieben und anderem Fleisch nachgingen, nun als Beispiel vor uns liegen, indem sie die Strafe eines ewigen Feuers erleiden.
Falsche Lehrer werden beschrieben
Jud 1,8 Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern die Majestäten.
Jud 1,9 Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel in Streit geriet und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: «Der Herr strafe dich!»
Jud 1,10 Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen
Jud 1,11 Wehe ihnen, denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich durch den betrüglichen Lohn Bileams verlocken lassen und sind durch die Widersetzlichkeit Koras ins Verderben geraten!
Jud 1,12 Das sind die, welche bei euren Liebesmahlen in anstößiger Weise miteinander schmausen, indem sie ohne Scheu sich selbst weiden, Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt,
Jud 1,13 wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, welchen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbehalten ist.
Jud 1,14 Es hat aber auch von diesen Enoch, der siebente nach Adam, geweissagt mit den Worten:
Jud 1,15 «Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen zu strafen wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen, und wegen aller harten Worte, welche die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben.»
Jud 1,16 Das sind Unzufriedene, die mit ihrem Schicksal hadern und dabei nach ihren Lüsten wandeln
Jud 1,17 Ihr aber, Geliebte, gedenket der Worte, die zum voraus von den Aposteln unsres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind,
Jud 1,18 als sie euch sagten: «In den letzten Zeiten werden Spötter auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln.»
Jud 1,19 Das sind die, welche sich absondern, seelische Menschen, die den Geist nicht haben.
Ermahnungen an Gläubige
Jud 1,20 Ihr aber, Geliebte, erbauet euch selbst auf euren allerheiligsten Glauben und betet im heiligen Geist
Jud 1,21 bewahret euch selbst in der Liebe Gottes und hoffet auf die Barmherzigkeit unsres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.
Jud 1,22 Und weiset diejenigen zurecht, welche sich trennen
Jud 1,23 andere aber rettet, indem ihr sie aus dem Feuer reißet, und wieder anderer erbarmet euch aus Furcht, wobei ihr auch den vom Fleische befleckten Rock hassen sollt.
Schluss: Lobpreis
Jud 1,24 Dem aber, welcher mächtig genug ist, euch ohne Fehl zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen,
Jud 1,25 Gott allein, unsrem Retter durch Jesus Christus, unsren Herrn, gebührt Herrlichkeit, Majestät, Macht und Gewalt vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.
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Kol-1201
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Einleitung: Grüsse und Danksagung Kol 1,1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und der Bruder Timotheus, Kol 1,2 an die Heiligen in Kolossä und gläubigen Brüder in Christus: Gnade widerfahre euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Kol 1,3 Wir danken dem Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, so oft wir für euch beten, Kol 1,4 da wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, Kol 1,5 um der Hoffnung willen, die euch im Himmel aufbehalten ist, von welcher ihr zuvor gehört habt durch das Wort der Wahrheit des Evangeliums, Kol 1,6 das bei euch ist, wie auch in aller Welt, und Frucht trägt und wächst, wie auch bei euch, von dem Tage an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie in Wahrheit erkannt habt Kol 1,7 wie ihr [es] ja gelernt habt von Epaphras, unsrem geliebten Mitknecht, welcher ein treuer Diener Christi für euch ist, Kol 1,8 der uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat. Das Gebet des Apostels für die Gläubigen in Kolossä Kol 1,9 Weshalb wir auch von dem Tage an, da wir es vernommen haben, nicht aufhören, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis Seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, Kol 1,10 damit ihr des Herrn würdig wandelt zu allem Wohlgefallen: in allem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, Kol 1,11 mit aller Kraft gestärkt nach der Macht seiner Herrlichkeit zu aller Standhaftigkeit und Geduld, mit Freuden, Kol 1,12 dankbar dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht, Kol 1,13 welcher uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, Kol 1,14 in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden Die über alles erhabene Herrlichkeit Christi Sieben Tatsachen der Überlegenheit Christi Kol 1,15 welcher das Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Kreatur. Kol 1,16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen Kol 1,17 und er ist vor allem, und alles besteht in ihm. Kol 1,18 Und er ist das Haupt des Leibes, [nämlich] der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Kol 1,19 Denn es gefiel [Gott], daß in ihm alle Fülle wohnen sollte Das Versöhnungswerk Christi Kol 1,20 und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst - dadurch daß er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, sowohl was im Himmel, als auch was auf Erden ist. Kol 1,21 Und euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt waret in den bösen Werken, hat er aber nun versöhnt in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, Kol 1,22 um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht, Kol 1,23 wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibet und euch nicht abbringen lasset von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, welches in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt wird, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin. Die Besorgnis des Apostels für die Gemeinde in Kolossä Die Gemeinde ein 'Geheimnis' verborgen von den Zeitaltern her Kol 1,24 Nun freue ich mich in den Leiden für euch und erdulde stellvertretend an meinem Fleisch, was noch fehlte an den Trübsalen Christi für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, Kol 1,25 deren Diener ich geworden bin gemäß dem Verwalteramt Gottes, das mir für euch gegeben worden ist, daß ich das Wort Gottes voll ausrichten soll, Kol 1,26 [nämlich] das Geheimnis, das vor den Zeitaltern und Geschlechtern verborgen war, nun aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist, Kol 1,27 denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Völkern sei, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Kol 1,28 Den verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um einen jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen, Kol 1,29 wofür auch ich arbeite und ringe nach der Wirksamkeit dessen, der in mir wirkt in Kraft.
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Kol-1202
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Die Gottheit ist Fleisch geworden in Christus Christus, die Quelle der Weisheit Kol 2,1 Ich will aber, daß ihr wisset, welch großen Kampf ich habe für euch und für die in Laodizea und für alle, die mich nicht von Angesicht im Fleische gesehen haben, Kol 2,2 damit ihre Herzen ermahnt, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewißheit bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, [welches ist] Christus, Kol 2,3 in dem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind. Die Gefahr der verführerischen Reden Kol 2,4 Das sage ich aber, damit euch niemand durch Überredungskünste zu Trugschlüssen verleite. Kol 2,5 Denn, wenn ich auch dem Fleische nach abwesend bin, so bin ich doch im Geiste bei euch und sehe mit Freuden eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christus. Kol 2,6 Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt in ihm, Kol 2,7 gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und darin überfließend in Danksagung. Doppelte Warnung vor falscher Philosophie und vor Gesetzlichkeit Kol 2,8 Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und leeren Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Grundsätzen der Welt und nicht nach Christus. Der Gläubige ist vollkommen in Christus Kol 2,9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig Kol 2,10 und ihr habt alles völlig in ihm, welcher das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist. Kol 2,11 In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die ohne Hände geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung Christi, Kol 2,12 indem ihr mit ihm begraben seid in der Taufe, in welchem ihr auch mitauferstanden seid durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat. Kol 2,13 Auch euch, die ihr tot waret durch die Übertretungen und den unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, hat er mit ihm lebendig gemacht, da er euch alle Übertretungen vergab, Die Innehaltung gesetzlicher Vorschriften ist in Christus erledigt Kol 2,14 dadurch, daß er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem er sie ans Kreuz heftete. Kol 2,15 Als er so die Herrschaften und Gewalten auszog, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. Kol 2,16 So soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen eines Festes oder Neumonds oder Sabbats, Kol 2,17 welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen sollten, wovon aber Christus das Wesen hat. Warnung vor falschem Mystizismus (Wunderglaube) Kol 2,18 Niemand soll euch um den Kampfpreis bringen, indem er sich in Demut und Engelsdienst gefällt und sich in Sachen einläßt, die er nicht gesehen hat, ohne Grund aufgeblasen ist von seinem fleischlichen Sinn, Kol 2,19 wobei er sich nicht an das Haupt hält, aus welchem der ganze Leib, vermittels der Gelenke und Sehnen unterstützt und zusammengehalten, zu der von Gott bestimmten Größe heranwächst. Warnung vor Askese (falsche Enthaltsamkeit) Kol 2,20 Wenn ihr mit Christus den Grundsätzen der Welt abgestorben seid, was lasset ihr euch Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt? Kol 2,21 zum Beispiel: «Rühre das nicht an, koste jenes nicht, befasse dich nicht mit dem!» Kol 2,22 was alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt. Kol 2,23 Es sind nur Gebote und Lehren von Menschen, haben freilich einen Schein von Weisheit in selbstgewähltem Gottesdienst und Leibeskasteiung, sind jedoch wertlos und dienen zur Befriedigung des Fleisches.
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Kol-1203
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Einige Merkmale des überfliessenden Lebens des Gläubigen Die Vereinigung des Gläubigen mit Christus in diesem und in jenem Leben Kol 3,1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so suchet, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Kol 3,2 Trachtet nach dem, was droben, nicht nach dem, was auf Erden ist Kol 3,3 denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Kol 3,4 Wenn Christus, euer Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. Das Leben des Gläubigen Kol 3,5 Tötet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, welche Götzendienst ist Kol 3,6 um welcher Dinge willen der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens kommt Kol 3,7 in welchen auch ihr einst wandeltet, als ihr darin lebtet Kol 3,8 nun aber leget das alles ab, Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, häßliche Redensarten aus eurem Munde. Kol 3,9 Lüget einander nicht an, - da ihr ja den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen Kol 3,10 und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat Kol 3,11 wo nicht mehr Grieche und Jude ist, Beschneidung und Vorhaut, Ausländer, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus. Kol 3,12 Ziehet nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, Kol 3,13 ertraget einander und vergebet einander, wenn einer wider den andern zu klagen hat Kol 3,14 Über dies alles aber [habet] die Liebe, welche das Band der Vollkommenheit ist. Kol 3,15 Und der Friede Christi herrsche in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe. Seid auch dankbar! Kol 3,16 Das Wort Christi wohne reichlich unter euch Kol 3,17 Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut im Namen des Herrn Jesus und danket Gott und dem Vater durch ihn. Die Familienbeziehungen des Gläubigen Kol 3,18 Ihr Frauen, seid euren Männern untertan, wie sich's geziemt im Herrn! Kol 3,19 Ihr Männer, liebet eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie! Kol 3,20 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! Kol 3,21 Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden! Knechte und Herren Kol 3,22 Ihr Knechte, gehorchet in allen Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens, als solche, die den Herrn fürchten. Kol 3,23 Was immer ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, Kol 3,24 da ihr wisset, daß ihr vom Herrn zur Vergeltung das Erbe empfangen werdet. So dienet dem Herrn Christus Kol 3,25 denn wer Unrecht tut, wird wiederbekommen, was er Unrechtes getan hat
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Kol-1204
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Kol 4,1 Ihr Herren, behandelt eure Knechte gerecht und gleich, da ihr wisset, daß auch ihr einen Herrn im Himmel habt! Ernstes Gebet; weise Rede Kol 4,2 Verharret im Gebet und wachet darin mit Danksagung. Kol 4,3 Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis Christi auszusprechen, um dessentwillen ich auch gebunden bin, Kol 4,4 damit ich es so kundtue, wie ich reden soll. Kol 4,5 Wandelt in Weisheit gegen die, welche außerhalb [der Gemeinde] sind, und kaufet die Zeit aus. Kol 4,6 Eure Rede sei allezeit anmutig, mit Salz gewürzt, damit ihr wisset, wie ihr einem jeden antworten sollt. Schluss: Persönliche Ermahnungen Kol 4,7 Was mich betrifft, wird euch alles Tychikus kundtun, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitknecht im Herrn, Kol 4,8 den ich eben darum zu euch gesandt habe, damit ihr erfahret, wie es bei uns stehe, und daß er eure Herzen tröste, Kol 4,9 samt Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der einer der Eurigen ist Kol 4,10 Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Vetter des Barnabas, betreffs dessen ihr Befehle erhalten habt - wenn er zu euch kommt, so nehmet ihn auf! -, Kol 4,11 und Jesus, der Justus genannt wird, die aus der Beschneidung sind. Diese allein sind meine Mitarbeiter für das Reich Gottes, die mir zum Trost geworden sind. Kol 4,12 Es grüßt euch Epaphras, der einer der Euren ist, ein Knecht Christi, der allezeit in den Gebeten für euch kämpft, damit ihr vollkommen und völlig gewiß bestehen möget in allem, was der Wille Gottes ist Kol 4,13 denn ich gebe ihm das Zeugnis, daß er sich viel Mühe gibt um euch und um die in Laodizea und in Hierapolis. Kol 4,14 Es grüßt euch Lukas, der geliebte Arzt, und Demas. Kol 4,15 Grüßet die Brüder in Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Hause. Kol 4,16 Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so sorget dafür, daß er auch in der Gemeinde zu Laodizea gelesen werde und daß ihr auch den aus Laodizea leset. Kol 4,17 Und saget dem Archippus: Siehe auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, damit du ihn erfüllest! Kol 4,18 Der Gruß mit meiner, des Paulus Hand. Gedenket meiner Bande! Die Gnade sei mit euch!
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Lk-0301
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Einleitung Lk 1,1 Nachdem schon viele es unternommen haben, eine Erzählung der Tatsachen abzufassen, die unter uns völlig erwiesen sind, Lk 1,2 wie sie uns diejenigen überliefert haben, welche von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind Lk 1,3 so schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau nachgegangen bin, es dir der Reihe nach zu beschreiben, vortrefflichster Theophilus, Lk 1,4 damit du die Gewißheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist. Geburt, Taufe, Geschlechtsregister und Versuchung Christi Die Geburt Johannes des Täufers wird vorausgesagt Lk 1,5 In den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, war ein Priester mit Namen Zacharias, aus der Ordnung Abias Lk 1,6 Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten in allen Geboten und Rechten des Herrn untadelig. Lk 1,7 Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war, und beide waren hochbetagt. Lk 1,8 Es begab sich aber, als er das Priesteramt vor Gott verrichtete, zur Zeit, wo seine Klasse an die Reihe kam, Lk 1,9 traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los, daß er räuchern sollte, und zwar drinnen im Tempel des Herrn. Lk 1,10 Und die ganze Menge des Volkes betete draußen, zur Stunde des Räucherns. Lk 1,11 Da erschien ihm ein Engel des Herrn, stehend zur Rechten des Räucheraltars. Lk 1,12 Und Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn. Lk 1,13 Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. Lk 1,14 Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Lk 1,15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn Lk 1,16 Und viele von den Kindern Israel wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückführen. Lk 1,17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, zu bereiten dem Herrn ein gerüstetes Volk. Lk 1,18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt, und mein Weib ist schon betagt. Lk 1,19 Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. Lk 1,20 Und siehe, du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tage, da solches geschehen wird Lk 1,21 Und das Volk wartete auf Zacharias Lk 1,22 Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden Lk 1,23 Und es geschah, als die Tage seines Dienstes vollendet waren, ging er heim in sein Haus. Lk 1,24 Aber nach diesen Tagen empfing sein Weib Elisabeth, und sie verbarg sich fünf Monate und sprach: Lk 1,25 Also hat mir der Herr getan in den Tagen, da er mich angesehen hat, meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen. Die Ankündigung der Geburt Jesu Lk 1,26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt Lk 1,27 zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Manne namens Joseph, vom Hause Davids Lk 1,28 Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen! Lk 1,29 Als sie ihn aber sah, erschrak sie über seine Rede und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei. Lk 1,30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Lk 1,31 Und siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären Lk 1,32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden Lk 1,33 und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und seines Reiches wird kein Ende sein. Das Wunder der Empfängnis Jesu Lk 1,34 Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich keinen Mann kenne? Lk 1,35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das erzeugt wird, Sohn Gottes genannt werden. Lk 1,36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, hat auch einen Sohn empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die vorher unfruchtbar hieß. Lk 1,37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Lk 1,38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Wort! Und der Engel schied von ihr. Maria besucht Elisabeth Lk 1,39 Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und reiste eilends in das Gebirge, in eine Stadt in Juda, Lk 1,40 und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Lk 1,41 Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe Lk 1,42 und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Lk 1,43 Und woher wird mir das zuteil, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Lk 1,44 Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. Lk 1,45 Und selig ist, die geglaubt hat Der Lobgesang Marias 'Magnificat' Lk 1,46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, Lk 1,47 und mein Geist freut sich Gottes, meines Retters, Lk 1,48 daß er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd Lk 1,49 Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name Lk 1,50 und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht über die, so ihn fürchten. Lk 1,51 Er tat Mächtiges mit seinem Arm, er hat zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Lk 1,52 Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Lk 1,53 Hungrige hat er mit Gütern gesättigt und Reiche leer fortgeschickt. Lk 1,54 Er hat sich seines Knechtes Israel angenommen, eingedenk zu sein der Barmherzigkeit, Lk 1,55 wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinem Samen, auf ewig! Lk 1,56 Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate und kehrte wieder nach Hause zurück. Johannes der Täufer, seine Geburt und sein Name Lk 1,57 Für Elisabeth aber erfüllte sich die Zeit, da sie gebären sollte, und sie gebar einen Sohn. Lk 1,58 Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, daß der Herr seine Barmherzigkeit an ihr groß gemacht hatte, und freuten sich mit ihr. Lk 1,59 Und es begab sich am achten Tage, daß sie kamen, das Kindlein zu beschneiden Lk 1,60 Seine Mutter aber sprach: Nicht also, sondern er soll Johannes heißen! Lk 1,61 Und sie sprachen zu ihr: Es ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der diesen Namen trägt! Lk 1,62 Sie winkten aber seinem Vater, wie er ihn genannt haben wolle. Lk 1,63 Und er forderte ein Täfelchen und schrieb die Worte: Johannes ist sein Name! Und sie verwunderten sich alle. Lk 1,64 Alsbald aber tat sich sein Mund auf, und seine Zunge [ward gelöst], und er redete und lobte Gott. Lk 1,65 Und es kam Furcht über alle ihre Nachbarn, und auf dem ganzen Gebirge von Judäa wurden alle diese Dinge besprochen. Lk 1,66 Und alle, die es hörten, nahmen es sich zu Herzen und sprachen: Was wird wohl aus diesem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Der Lobgesang des Zacharias 'Benedictus' Lk 1,67 Und sein Vater Zacharias ward mit heiligem Geist erfüllt, weissagte und sprach: Lk 1,68 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet Lk 1,69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David, Lk 1,70 wie er verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von alters her: Lk 1,71 Errettung von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen Lk 1,72 Barmherzigkeit zu erzeigen unsern Vätern und zu gedenken seines heiligen Bundes, Lk 1,73 des Eides, den er unserm Vater Abraham geschworen hat, uns zu verleihen, Lk 1,74 daß wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang Lk 1,75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm. Lk 1,76 Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen, denn du wirst vor dem Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten, Lk 1,77 Erkenntnis des Heils zu geben seinem Volke, in Vergebung ihrer Sünden, Lk 1,78 wegen der herzlichen Barmherzigkeit unsres Gottes, in welcher uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, Lk 1,79 zu scheinen denen, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, unsre Füße auf den Weg des Friedens zu richten! Lk 1,80 Das Kindlein aber wuchs und wurde stark am Geist und war in der Wüste bis zum Tage seines Auftretens vor Israel.
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Lk-0302
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Die Geburt Jesu zu Bethlehem Lk 2,1 Es begab sich aber in jenen Tagen, daß ein Befehl ausging vom Kaiser Augustus, daß alle Welt sich sollte schätzen lassen. Lk 2,2 Diese Schatzung war die erste und geschah, als Kyrenius Landpfleger in Syrien war. Lk 2,3 Und es zogen alle aus, um sich schätzen zu lassen, ein jeder in seine Stadt. Lk 2,4 Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, Lk 2,5 um sich schätzen zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die schwanger war. Lk 2,6 Es begab sich aber, während sie daselbst waren, da erfüllten sich die Tage, daß sie gebären sollte. Lk 2,7 Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil für sie kein Raum war in der Herberge. Die Verkündigung der Geburt Jesu durch die Engel Lk 2,8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde, die bewachten des Nachts ihre Herde. Lk 2,9 Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn umleuchtete sie Lk 2,10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Lk 2,11 Denn euch ist heute ein Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Lk 2,12 Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kindlein finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Lk 2,13 Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Lk 2,14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen! Die Hirten besuchen das Kindlein Jesus Lk 2,15 Und es begab sich, als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten zueinander: Laßt uns doch bis nach Bethlehem gehen und die Sache sehen, die da geschehen ist, die der Herr uns kundgetan hat! Lk 2,16 Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph, dazu das Kindlein in der Krippe liegend. Lk 2,17 Nachdem sie es aber gesehen hatten, machten sie das Wort kund, das ihnen von diesem Kinde gesagt worden war. Lk 2,18 Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde. Lk 2,19 Maria aber behielt alle diese Worte und überlegte sie in ihrem Herzen. Lk 2,20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Die Darstellung Jesu im Tempel zu Jerusalem Lk 2,21 Und als acht Tage vollendet waren, da man das Kind beschneiden mußte, wurde ihm der Name Jesus gegeben, den der Engel genannt hatte, ehe er im Mutterleibe empfangen worden war. Lk 2,22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetze Moses vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, Lk 2,23 wie im Gesetze des Herrn geschrieben steht: «Alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heißen», Lk 2,24 und um ein Opfer darzubringen, wie im Gesetze des Herrn geboten ist, ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Anbetung und Prophetie Simeons Lk 2,25 Und siehe, es war ein Mensch zu Jerusalem, namens Simeon Lk 2,26 Und er hatte vom heiligen Geist die Zusage empfangen, daß er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen. Lk 2,27 Und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hineinbrachten, um mit ihm zu verfahren nach der Sitte des Gesetzes, Lk 2,28 da nahm er es auf seine Arme, lobte Gott und sprach: Lk 2,29 Nun, Herr, entlässest du deinen Diener in Frieden nach deinem Wort! Lk 2,30 Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, Lk 2,31 welches du angesichts aller Völker bereitet hast, Lk 2,32 ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel! Lk 2,33 Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Lk 2,34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird - Lk 2,35 und dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen -, auf daß aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden. Das Zeugnis der Hanna von Christus Lk 2,36 Und es war eine Prophetin Hanna, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser, die war hochbetagt, nachdem sie mit ihrem Manne sieben Jahre gelebt hatte nach ihrer Jungfrauschaft Lk 2,37 und sie war eine Witwe von vierundachtzig Jahren Lk 2,38 Auch diese trat zu derselben Stunde hinzu und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf Jerusalems Erlösung warteten. Rückkehr nach Nazareth: die stillen Jahre Lk 2,39 Und nachdem sie alles vollbracht hatten nach dem Gesetze des Herrn, kehrten sie zurück nach Galiläa, in ihre Stadt Nazareth. Lk 2,40 Das Kindlein aber wuchs und ward stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm. Jesus besucht Seines 'Vaters Haus' in Jerusalem Lk 2,41 Und seine Eltern reisten jährlich am Passahfest nach Jerusalem. Lk 2,42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie nach Gewohnheit des Festes hinauf. Lk 2,43 Und als sie die Tage vollendet hatten und wieder heimkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem Lk 2,44 Da sie aber meinten, er wäre unter den Gefährten, zogen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. Lk 2,45 Und da sie ihn nicht fanden, kehrten sie wieder nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Lk 2,46 Und es begab sich, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzend mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Lk 2,47 Es erstaunten aber alle, die ihn hörten, über seinen Verstand und seine Antworten. Lk 2,48 Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich Lk 2,49 Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Lk 2,50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. Jesus wächst an Weisheit, Alter und Gnade Lk 2,51 Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Lk 2,52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
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Lk-0303
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Der Dienst Johannes des Täufers Lk 3,1 Im fünfzehnten Jahre aber der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst der Landschaft Ituräa und Trachonitis und Lysanias Vierfürst von Abilene, Lk 3,2 unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas, erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Lk 3,3 Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, Lk 3,4 wie geschrieben steht im Buche der Reden des Propheten Jesaja, der da spricht: «Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Pfade eben! Lk 3,5 Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme soll gerade und die rauhen Wege eben werden, Lk 3,6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.» Lk 3,7 Er sprach nun zu dem Volke, das hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entrinnen? Lk 3,8 So bringet nun Früchte, die der Buße würdig sind, und fanget nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Lk 3,9 Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Ein jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Lk 3,10 Da fragte ihn das Volk und sprach: Was sollen wir denn tun? Lk 3,11 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, gebe dem, der keinen hat Lk 3,12 Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir tun? Lk 3,13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch verordnet ist! Lk 3,14 Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Mißhandelt niemand, erhebet keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold! Lk 3,15 Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er selbst vielleicht der Christus wäre, Lk 3,16 antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser Lk 3,17 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand, um seine Tenne durch und durch zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln Lk 3,18 Auch mit vielen andern Ermahnungen noch verkündigte er dem Volk die frohe Botschaft. Lk 3,19 Der Vierfürst Herodes aber, da er von ihm getadelt wurde wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, und wegen all des Bösen, was Herodes tat, Lk 3,20 fügte zu allem noch das hinzu, daß er den Johannes ins Gefängnis schloß. Die Taufe Jesu Lk 3,21 Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, daß sich der Himmel auftat Lk 3,22 und der heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn Das Geschlechtsregister von Maria, der Mutter Jesu, in der Linie Davids durch Nathan Lk 3,23 Und Jesus war ungefähr dreißig Jahre alt, als er anfing zu lehren Lk 3,24 welcher war des Eli, des Matthat, des Levi, des Melchi, des Janna, des Joseph, Lk 3,25 des Mattathias, des Amos, des Nahum, des Esli, des Nangai, Lk 3,26 des Maath, des Mattathias, des Semei, des Joseph, des Juda, Lk 3,27 des Johanan, des Resa, des Serubbabel, des Sealtiel, des Neri, Lk 3,28 des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmadam, des Er, Lk 3,29 des Jesus, des Eliezer, des Jorim, des Matthat, des Levi, Lk 3,30 des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonan, des Eliakim, Lk 3,31 des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan, des David, Lk 3,32 des Jesse, des Obed, des Boas, des Salmon, des Nahasson, Lk 3,33 des Aminadab, des Aram, des Esrom, des Perez, des Juda, Lk 3,34 des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Thara, des Nahor, Lk 3,35 des Seruch, des Regu, des Peleg, des Eber, des Sela, Lk 3,36 des Kainan, des Arphaxad, des Sem, des Noah, des Lamech, Lk 3,37 des Methusala, des Henoch, des Jared, des Maleleel, des Kainan, Lk 3,38 des Enos, des Set, des Adam, Gottes.
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Lk-0304
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Die Versuchung Jesu Lk 4,1 Jesus aber, voll heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt und vierzig Tage vom Teufel versucht. Lk 4,2 Und er aß nichts in jenen Tagen Lk 4,3 und der Teufel sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sage zu diesem Stein, daß er Brot werde! Lk 4,4 Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!» Lk 4,5 Da führte er ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. Lk 4,6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Herrschaft und ihre Herrlichkeit geben Lk 4,7 Wenn nun du vor mir anbetest, so soll alles dein sein. Lk 4,8 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan! Denn es steht geschrieben: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.» Lk 4,9 Er aber führte ihn gen Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so stürze dich von hier hinab Lk 4,10 denn es steht geschrieben: «Er wird seinen Engeln deinethalben Befehl geben, dich zu behüten, Lk 4,11 und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest.» Lk 4,12 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!» Lk 4,13 Und nachdem der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang. Der öffentliche Dienst des Sohnes des Menschen, bis zu dem triumphalen Einzug Die erste Reise nach Galiläa Lk 4,14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa Lk 4,15 Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen. Jesus in der Synagoge zu Nazareth; Seine Verwerfung Lk 4,16 Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Lk 4,17 Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gegeben Lk 4,18 «Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat Lk 4,19 zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.» Lk 4,20 Und er rollte das Buch zusammen und gab es dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Lk 4,21 Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren! Lk 4,22 Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs? Lk 4,23 Und er sprach zu ihnen: Allerdings werdet ihr mir dieses Sprichwort sagen: Arzt, hilf dir selber! Die großen Taten, von denen wir gehört haben, daß sie zu Kapernaum geschehen, tue sie auch hier in deiner Vaterstadt! Lk 4,24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist angenehm in seiner Vaterstadt. Lk 4,25 In Wahrheit aber sage ich euch: Es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war, da eine große Hungersnot entstand im ganzen Land Lk 4,26 und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur zu einer Witwe nach Sarepta in Zidonien. Lk 4,27 Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa Lk 4,28 Da wurden alle voll Zorn in der Synagoge, als sie solches hörten. Lk 4,29 Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. Lk 4,30 Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog davon. Jesus treibt zu Kapernaum Teufel aus Lk 4,31 Und er kam hinab nach Kapernaum, einer Stadt des galiläischen Landes, und lehrte sie am Sabbat. Lk 4,32 Und sie waren betroffen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht. Lk 4,33 Und in der Synagoge war ein Mensch, welcher den Geist eines unreinen Dämons hatte. Und er schrie mit lauter Stimme: Lk 4,34 Ha! Was willst du mit uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Lk 4,35 Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Da warf ihn der Dämon mitten unter sie und fuhr aus von ihm und tat ihm keinen Schaden. Lk 4,36 Und es kam sie alle ein Entsetzen an, und sie redeten untereinander und sprachen: Was ist das für ein Wort, daß er mit Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren? Lk 4,37 Und sein Ruf verbreitete sich in alle Orte der umliegenden Landschaft. Die Schwiegermutter des Petrus und andere Kranke werden geheilt Lk 4,38 Und er stand auf und ging aus der Synagoge in das Haus des Simon. Simons Schwiegermutter aber war von einem heftigen Fieber befallen, und sie baten ihn für sie. Lk 4,39 Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie. Und alsbald stand sie auf und diente ihm. Lk 4,40 Als aber die Sonne unterging, brachten alle, welche Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen, sie zu ihm, und er legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie. Lk 4,41 Es fuhren auch Dämonen aus von vielen, indem sie schrieen und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden, weil sie wußten, daß er der Christus sei. Lk 4,42 Als es aber Tag geworden, ging er hinaus an einen abgelegenen Ort Lk 4,43 Er aber sprach zu ihnen: Ich muß auch den andern Städten die frohe Botschaft vom Reiche Gottes verkündigen Lk 4,44 Und er predigte in den Synagogen von Judäa.
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Lk-0305
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Jesus beruft die ersten Jünger Lk 5,1 Es begab sich aber, als das Volk sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, stand er am See Genezareth Lk 5,2 und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen Lk 5,3 Da trat er in eines der Schiffe, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande wegzufahren Lk 5,4 Als er aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Höhe und lasset eure Netze zu einem Fang hinunter! Lk 5,5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen Lk 5,6 Und als sie das getan, fingen sie eine große Menge Fische Lk 5,7 Da winkten sie den Gefährten, die im andern Schiffe waren, daß sie kämen und ihnen hülfen Lk 5,8 Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu und sprach: Herr, gehe von mir hinaus Lk 5,9 Denn ein Schrecken kam ihn an und alle, die bei ihm waren, wegen des Fischzuges, den sie getan hatten Lk 5,10 gleicherweise auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gehilfen waren. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht Lk 5,11 Und sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach. Ein Aussätziger wird geheilt Lk 5,12 Und es begab sich, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Da er aber Jesus sah, warf er sich auf sein Angesicht, bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, so kannst du mich reinigen! Lk 5,13 Da streckte er die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will es, sei gereinigt! Und alsbald wich der Aussatz von ihm. Lk 5,14 Und er befahl ihm, es niemand zu sagen, sondern gehe hin, [sprach er,] zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis! Lk 5,15 Aber die Kunde von ihm breitete sich desto mehr aus Ein Gichtbrüchiger wird geheilt Lk 5,16 Er aber hielt sich zurückgezogen an einsamen Orten und betete. Lk 5,17 Und es begab sich an einem Tage, daß er lehrte Lk 5,18 Und siehe, Männer trugen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war Lk 5,19 Und da sie wegen der Volksmenge keine Möglichkeit fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit dem Bett durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor Jesus. Lk 5,20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben! Lk 5,21 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an, sich darüber Gedanken zu machen, und sprachen: Wer ist dieser, der [solche] Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden vergeben, als nur Gott allein? Lk 5,22 Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen? Lk 5,23 Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und wandle? Lk 5,24 Damit ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten -: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und gehe heim! Lk 5,25 Und alsbald stand er auf vor ihren Augen, nahm das Bett, darauf er gelegen hatte, ging heim und pries Gott. Lk 5,26 Da gerieten alle außer sich vor Staunen, und sie priesen Gott und wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute Unglaubliches gesehen! Die Berufung des Levi (Matthäus); Jesus wird von den Schriftgelehrten und Pharisäern gefragt Lk 5,27 Darnach ging er aus und sah einen Zöllner namens Levi beim Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Lk 5,28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. Lk 5,29 Und Levi bereitete ihm ein großes Mahl in seinem Hause Lk 5,30 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer murrten wider seine Jünger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern? Lk 5,31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken Lk 5,32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße! Lk 5,33 Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes so oft und verrichten Gebete, desgleichen auch die der Pharisäer Lk 5,34 Und er sprach zu ihnen: Ihr könnt doch die Hochzeitsleute nicht fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist! Lk 5,35 Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird Das Gleichnis von dem Flicken und den Weinschläuchen Lk 5,36 Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand reißt ein Stück von einem neuen Kleide und setzt es auf ein altes Kleid Lk 5,37 Und niemand faßt neuen Wein in alte Schläuche Lk 5,38 sondern neuen Wein soll man in neue Schläuche fassen, so werden beide erhalten. Lk 5,39 Und niemand, der alten trinkt, will neuen
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Lk-0306
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Jesus ist Herr über den Sabbat Lk 6,1 Es begab sich aber, daß er am zweiten Sabbat durch die Saat ging Lk 6,2 Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist? Lk 6,3 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr das nie gelesen, was David tat, als ihn und seine Gefährten hungerte? Lk 6,4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab Lk 6,5 Und er sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist auch Herr des Sabbats. Jesus heilt an einem Sabbat Lk 6,6 Es begab sich aber an einem andern Sabbat, daß er in eine Synagoge ging und lehrte Lk 6,7 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer gaben acht auf ihn, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage wider ihn zu finden. Lk 6,8 Er aber merkte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte! Und er stand auf und stellte sich dahin. Lk 6,9 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu verderben? Lk 6,10 Und indem er sie alle ringsumher ansah, sprach er zu ihm: Strecke deine Hand aus! Der aber tat es, und seine Hand wurde wieder gesund, wie die andere. Lk 6,11 Sie aber wurden ganz unsinnig und besprachen sich miteinander, was sie doch Jesus antun könnten. Lk 6,12 Es begab sich aber in diesen Tagen, daß er hinausging auf den Berg, um zu beten, und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott. Die Wahl der Zwölf Lk 6,13 Und als es Tag geworden, rief er seine Jünger herzu und erwählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte: Lk 6,14 Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Lk 6,15 Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon, genannt Zelotes, Lk 6,16 Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Ischariot, der zum Verräter wurde. Die Rede auf dem Platz im Felde Lk 6,17 Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf einen ebenen Platz mit einer großen Schar seiner Jünger und einer großen Menge Volkes aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der Meeresküste, von Tyrus und Zidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten Lk 6,18 und die, welche von unreinen Geistern geplagt waren, wurden geheilt. Lk 6,19 Und alles Volk suchte ihn anzurühren, denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle. Die Seligpreisungen Lk 6,20 Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen Lk 6,21 Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert Lk 6,22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen. Lk 6,23 Freuet euch alsdann und hüpfet! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso haben ihre Väter den Propheten getan. Lk 6,24 Aber wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost dahin! Lk 6,25 Wehe euch, die ihr jetzt satt seid Lk 6,26 Wehe euch, wenn alle Leute wohl von euch reden! Ebenso taten ihre Väter den falschen Propheten. Lk 6,27 Euch aber, die ihr zuhöret, sage ich: Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen Lk 6,28 segnet, die euch fluchen, und bittet für die, welche euch beleidigen! Lk 6,29 Dem, der dich auf den Backen schlägt, biete auch den andern dar, und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch den Rock nicht. Lk 6,30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine nimmt, fordere es nicht zurück. Lk 6,31 Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, tut auch ihr ihnen gleicherweise. Lk 6,32 Und wenn ihr die liebet, die euch lieben, was für eine Gnade habt ihr? Denn auch die Sünder lieben ihre Liebhaber. Lk 6,33 Und wenn ihr euren Wohltätern Gutes tut, was für eine Gnade habt ihr? Denn auch die Sünder tun dasselbe. Lk 6,34 Und wenn ihr denen leihet, von welchen ihr wieder zu empfangen hoffet, was für eine Gnade habt ihr? Denn auch die Sünder leihen den Sündern, um das Gleiche wieder zu empfangen. Lk 6,35 Vielmehr liebet eure Feinde und tut Gutes und leihet, ohne etwas dafür zu erhoffen Lk 6,36 Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Lk 6,37 Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet Lk 6,38 Gebet, so wird euch gegeben werden Lk 6,39 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen? Lk 6,40 Der Jünger ist nicht über dem Meister Lk 6,41 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, den Balken aber in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Lk 6,42 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, halt, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, während du doch den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann magst du sehen, wie du den Splitter herausziehst, der in deines Bruders Auge ist! Lk 6,43 Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt. Lk 6,44 Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt Lk 6,45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen [Schatze seines Herzens] das Böse hervor. Denn wes das Herz voll ist, des geht sein Mund über. Das Gleichnis von zwei Bauleuten und zwei Fundamenten Lk 6,46 Was heißet ihr mich aber «Herr, Herr» und tut nicht, was ich sage? Lk 6,47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut, - ich will euch zeigen, wem er gleich ist. Lk 6,48 Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute und dazu tief grub und den Grund auf den Felsen legte. Als nun eine Überschwemmung entstand, da prallte der Strom an dieses Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, weil es gut gegründet war. Lk 6,49 Wer aber hört und nicht tut, der ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf das Erdreich baute ohne Grund
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Lk-0307
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Jesus heilt den Knecht eines Hauptmannes Lk 7,1 Nachdem nun vor den Ohren des Volkes alle seine Reden beendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum. Lk 7,2 Eines Hauptmanns Knecht aber, der jenem wert war, lag krank und war am Sterben. Lk 7,3 Da er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm mit der Bitte, er möge kommen und seinen Knecht retten. Lk 7,4 Als diese zu Jesus kamen, baten sie ihn angelegentlich und sprachen: Er ist es wert, daß du ihm das erzeigst Lk 7,5 denn er hat unser Volk lieb, und die Synagoge hat er uns erbaut. Lk 7,6 Da ging Jesus mit ihnen hin. Und als er schon nicht mehr fern von dem Hause war, schickte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht Lk 7,7 Darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig, zu dir zu kommen Lk 7,8 Denn auch ich bin ein Mensch, der einem Kommando untersteht, und habe Kriegsknechte unter mir Lk 7,9 Als Jesus das hörte, verwunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch, selbst in Israel habe ich einen so großen Glauben nicht gefunden! Lk 7,10 Und als die Abgesandten in das Haus zurückkamen, fanden sie den krank gewesenen Knecht gesund. Der Sohn einer Witwe wird vom Tode erweckt Lk 7,11 Und es begab sich am folgenden Tage, daß er in eine Stadt namens Nain ging, und mit ihm zogen seine Jünger und eine große Volksmenge. Lk 7,12 Wie er sich aber dem Stadttore näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe Lk 7,13 Und als der Herr sie sah, erbarmte er sich ihrer und sprach zu ihr: Weine nicht! Lk 7,14 Und er trat hinzu und rührte den Sarg an Lk 7,15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden Lk 7,16 Da wurden sie alle von Furcht ergriffen und priesen Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht! Lk 7,17 Und diese Rede von ihm verbreitete sich in ganz Judäa und in die ganze Umgegend. Lk 7,18 Und es berichteten dem Johannes seine Jünger von dem allem. Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich, Jesus preist Johannes den Täufer Lk 7,19 sandte sie zu Jesus und ließ ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? Lk 7,20 Als nun die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und läßt dich fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? Lk 7,21 Zu jener Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Gesicht. Lk 7,22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkündiget dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde werden sehend, Lahme wandeln, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium gepredigt, Lk 7,23 und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert! Lk 7,24 Und als die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an zum Volke zu reden über Johannes: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen, zu sehen? Ein Rohr, das vom Winde bewegt wird? Lk 7,25 Oder was seid ihr hinausgegangen, zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern angetan? Siehe, die in herrlicher Kleidung und Üppigkeit leben, sind an den königlichen Höfen! Lk 7,26 Oder was seid ihr hinausgegangen, zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch, einen, der noch mehr ist als ein Prophet. Lk 7,27 Dieser ist's, von dem geschrieben steht: «Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesichte her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.» Lk 7,28 Denn ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist keiner größer, als Johannes. Doch der Kleinste im Reiche Gottes ist größer als er. Lk 7,29 Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie sich taufen ließen mit der Taufe des Johannes Lk 7,30 die Pharisäer aber und die Schriftgelehrten verwarfen den Rat Gottes, sich selbst zum Schaden, und ließen sich nicht von ihm taufen. Lk 7,31 Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und wem sind sie gleich? Lk 7,32 Sie sind Kindern gleich, die am Markte sitzen und einander zurufen und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt Lk 7,33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der aß kein Brot und trank keinen Wein Lk 7,34 Des Menschen Sohn ist gekommen, der ißt und trinkt Lk 7,35 Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden. Jesus wird im Hause des Pharisäers gesalbt Lk 7,36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, mit ihm zu essen. Und er ging in des Pharisäers Haus und setzte sich zu Tische. Lk 7,37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, eine Sünderin Lk 7,38 und trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küßte seine Füße und salbte sie mit der Salbe. Lk 7,39 Als aber der Pharisäer, der ihn geladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er doch, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt, daß sie eine Sünderin ist! Das Gleichnis von den beiden Schuldnern Lk 7,40 Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er sprach: Meister, sage an! Lk 7,41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Lk 7,42 Da sie aber nichts hatten zu bezahlen, schenkte er es beiden. Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben? Lk 7,43 Simon antwortete und sprach: Ich vermute der, dem er am meisten geschenkt hat. Er sprach zu ihm: Du hast richtig geurteilt! Lk 7,44 Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, du hast mir kein Wasser für die Füße gegeben Lk 7,45 Du hast mir keinen Kuß gegeben Lk 7,46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt. Lk 7,47 Darum, sage ich dir, ihre vielen Sünden sind vergeben worden, denn sie hat viel Liebe erwiesen Lk 7,48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben! Lk 7,49 Da fingen die Tischgenossen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Lk 7,50 Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet
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Lk-0308
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Die Frauen, die Jesus auf seinen Reisen dienten Lk 8,1 Und es begab sich hernach, daß er durch Städte und Dörfer reiste, wobei er predigte und das Evangelium vom Reiche Gottes verkündigte Lk 8,2 und etliche Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, von welcher sieben Teufel ausgefahren waren, Lk 8,3 und Johanna, das Weib Chusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, welche ihnen dienten mit ihrer Habe. Das Gleichnis vom Sämann und Acker Lk 8,4 Als nun viel Volk zusammenkam und sie aus den Städten zu ihm zogen, sprach er in einem Gleichnis: Lk 8,5 Der Sämann ging aus, seinen Samen zu säen. Und indem er säte, fiel etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. Lk 8,6 Und anderes fiel auf den Felsen Lk 8,7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen Lk 8,8 Und anderes fiel auf gutes Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht. Und als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Lk 8,9 Da fragten ihn seine Jünger, was dieses Gleichnis bedeute. Lk 8,10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, den andern aber in Gleichnissen, auf daß sie sehen und doch nicht sehen, und hören und doch nicht verstehen. Lk 8,11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. Lk 8,12 Die am Wege sind die, welche es gehört haben Lk 8,13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen Lk 8,14 Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben Lk 8,15 Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in Geduld. Das Gleichnis von dem angezündeten Licht Lk 8,16 Niemand aber, der ein Licht anzündet, bedeckt es mit einem Gefäß, oder stellt es unter ein Bett, sondern er setzt es auf einen Leuchter, damit, wer hereinkommt, das Licht sehe. Lk 8,17 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird, und nichts ist geheim, das nicht kundwerden und an den Tag kommen wird. Lk 8,18 So sehet nun darauf, wie ihr hört! Denn wer da hat, dem wird gegeben Die neue Verwandtschaft Lk 8,19 Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm, und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen. Lk 8,20 Es wurde ihm aber gemeldet: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und begehren dich zu sehen! Lk 8,21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und tun! Jesus stillt den Wind und die Wogen Lk 8,22 Und es begab sich an einem der Tage, daß er und seine Jünger in ein Schiff traten Lk 8,23 Und sie fuhren ab. Auf der Fahrt aber schlief er ein. Und es fiel ein Sturmwind auf den See, und das Schiff füllte sich, und sie liefen Gefahr. Lk 8,24 Da traten sie hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Er aber stand auf und bedrohte den Wind und die Wasserwogen Lk 8,25 Da sprach er zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist doch der, daß er auch den Winden gebietet und dem Wasser und sie ihm gehorsam sind? Jesus treibt Teufel zu Gadara aus Lk 8,26 Und sie fuhren zum Land der Gerasener, welches Galiläa gegenüber liegt. Lk 8,27 Und als er ans Land gestiegen war, kam ihm aus der Stadt ein Besessener entgegen, der seit langer Zeit kein Kleid mehr trug, auch in keinem Hause blieb, sondern in den Gräbern. Lk 8,28 Als er aber Jesus sah, schrie er, warf sich vor ihm nieder und sprach mit lauter Stimme: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, peinige mich nicht! Lk 8,29 Denn Jesus hatte dem unreinen Geiste geboten, von dem Menschen auszufahren Lk 8,30 Jesus aber fragte ihn: Wie heißest du? Er sprach: Legion! Denn viele Dämonen waren in ihn gefahren. Lk 8,31 Und sie baten ihn, er möge ihnen nicht befehlen, in den Abgrund zu fahren. Lk 8,32 Es war aber daselbst eine große Schweineherde an dem Berg zur Weide, und sie baten ihn, daß er ihnen erlaube, in jene zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. Lk 8,33 Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See und ertrank. Lk 8,34 Als aber die Hirten sahen, was geschehen war, flohen sie und verkündigten es in der Stadt und auf dem Lande. Lk 8,35 Da gingen sie hinaus zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von welchem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu sitzen, und sie fürchteten sich. Lk 8,36 Die aber, welche es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dem Besessenen geholfen worden war. Lk 8,37 Da bat ihn die ganze Bevölkerung der umliegenden Landschaft der Gerasener, von ihnen wegzugehen Lk 8,38 Der Mann aber, von welchem die Dämonen ausgefahren waren, bat ihn, daß er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus entließ ihn und sprach: Lk 8,39 Kehre zurück in dein Haus und erzähle, was Gott dir Großes getan hat! Und er ging und verkündigte in der ganzen Stadt, was Jesus ihm Großes getan habe. Lk 8,40 Als aber Jesus zurückkam, empfing ihn das Volk Zwei Wunder von Heilungen Lk 8,41 Und siehe, es kam ein Mann, namens Jairus, der war ein Oberster der Synagoge Lk 8,42 Denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und diese lag im Sterben. Als er aber hinging, drängte ihn die Volksmenge. Lk 8,43 Und eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluß gehabt und all ihr Gut an die Ärzte gewandt hatte, aber von keinem geheilt werden konnte, Lk 8,44 trat von hinten herzu und rührte den Saum seines Kleides an Lk 8,45 Und Jesus fragte: Wer hat mich angerührt? Da nun alle leugneten, sprachen Petrus und die mit ihm waren: Meister, das Volk drückt und drängt dich. Lk 8,46 Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerührt Lk 8,47 Als nun die Frau sah, daß sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und erzählte ihm vor dem ganzen Volke, aus welchem Grunde sie ihn angerührt habe und wie sie auf der Stelle gesund geworden sei. Lk 8,48 Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich gerettet Lk 8,49 Da er noch redete, kam jemand vom Synagogenvorsteher und sprach zu ihm: Deine Tochter ist gestorben Lk 8,50 Da es aber Jesus hörte, antwortete er ihm und sprach: Fürchte dich nicht Lk 8,51 Und als er in das Haus kam, ließ er niemand mit sich hineingehen als Petrus und Jakobus und Johannes und den Vater des Kindes und die Mutter. Lk 8,52 Sie weinten aber alle und beklagten sie. Er aber sprach: Weinet nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft. Lk 8,53 Und sie verlachten ihn, weil sie wußten, daß sie gestorben war. Lk 8,54 Er aber ergriff ihre Hand und rief: Kind, steh auf! Lk 8,55 Und ihr Geist kehrte wieder, und sie stand augenblicklich auf Lk 8,56 Und ihre Eltern gerieten außer sich
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Lk-0309
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Die Aussendung der Zwölf Lk 9,1 Er rief aber die Zwölf zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und um Krankheiten zu heilen Lk 9,2 und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu predigen, und zu heilen. Lk 9,3 Und er sprach zu ihnen: Nehmet nichts auf den Weg, weder Stab noch Tasche, noch Brot noch Geld Lk 9,4 Und wo ihr in ein Haus eintretet, da bleibet, und von da ziehet weiter. Lk 9,5 Und wo man euch nicht aufnehmen wird, da gehet fort aus jener Stadt und schüttelt auch den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis wider sie. Lk 9,6 Und sie gingen aus und durchzogen die Dörfer, predigten das Evangelium und heilten allenthalben. Lk 9,7 Es hörte aber der Vierfürst Herodes alles, was geschah Lk 9,8 von etlichen aber, Elia sei erschienen, und von andern, einer der alten Propheten sei auferstanden. Lk 9,9 Herodes aber sprach: Johannes habe ich enthauptet Lk 9,10 Und die Apostel kehrten zurück und erzählten ihm alles, was sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und zog sich zurück an einen einsamen Ort bei der Stadt, die Bethsaida heißt. Lk 9,11 Als aber das Volk es erfuhr, folgten sie ihm nach Die Speisung der Fünftausend Lk 9,12 Aber der Tag fing an, sich zu neigen Lk 9,13 Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische Lk 9,14 Denn es waren etwa fünftausend Männer. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Machet, daß sie sich gruppenweise setzen, je fünfzig und fünfzig. Lk 9,15 Und sie taten so und ließen alle sich setzen. Lk 9,16 Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und segnete sie, brach und gab sie den Jüngern, damit sie sie dem Volke vorlegten. Lk 9,17 Und sie aßen und wurden alle satt Das Bekenntnis des Petrus: Jesus ist der Christus Lk 9,18 Und es begab sich, als er in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie und sprach: Für wen halten mich die Leute? Lk 9,19 Sie antworteten und sprachen: Für Johannes den Täufer Lk 9,20 Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach: Für den Gesalbten Gottes! Lk 9,21 Er aber gebot ihnen ernstlich, solches niemand zu sagen, Jesus verkündigt Seinen Tod und Seine Auferstehung Lk 9,22 indem er sprach: Des Menschen Sohn muß viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. Der Preis der Nachfolge Lk 9,23 Er sprach aber zu allen: Will jemand mir nachkommen, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Lk 9,24 Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren Lk 9,25 Denn was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt? Lk 9,26 Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch des Menschen Sohn schämen, wenn er kommen wird in seiner und des Vaters und der heiligen Engel Herrlichkeit. Die Verklärung Lk 9,27 Ich sage euch aber in Wahrheit, es sind etliche unter denen, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes sehen. Lk 9,28 Es begab sich aber ungefähr acht Tage nach dieser Rede, daß er Petrus und Johannes und Jakobus zu sich nahm und auf den Berg stieg, um zu beten. Lk 9,29 Und während er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts anders und sein Kleid strahlend weiß. Lk 9,30 Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm, das waren Mose und Elia Lk 9,31 die erschienen in Herrlichkeit und redeten von seinem Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte. Lk 9,32 Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf übermannt. Als sie aber erwachten, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen. Lk 9,33 Und es begab sich, als diese von ihm schieden, sprach Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, daß wir hier sind Lk 9,34 Während er aber solches redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als sie in die Wolke hineinkamen. Lk 9,35 Und eine Stimme erscholl aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn Lk 9,36 Und während die Stimme erscholl, fand es sich, daß Jesus allein war. Und sie schwiegen und sagten in jenen Tagen niemand etwas von dem, was sie gesehen hatten. Die ohnmächtigen Jünger; der mächtige Christus Lk 9,37 Es begab sich aber am folgenden Tage, als sie den Berg hinunterstiegen, kam ihm viel Volk entgegen. Lk 9,38 Und siehe, ein Mann aus dem Volke rief und sprach: Meister, ich bitte dich, sieh doch meinen Sohn an, denn er ist mein einziger! Lk 9,39 Und siehe, ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er reißt ihn hin und her, daß er schäumt, und will kaum von ihm weichen, ohne ihn gänzlich aufzureiben. Lk 9,40 Und ich habe deine Jünger gebeten, daß sie ihn austreiben möchten, aber sie vermochten es nicht. Lk 9,41 Da antwortete Jesus und sprach: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein und euch ertragen? Bringe deinen Sohn hierher! Lk 9,42 Und noch während er hinzuging, riß und zerrte ihn der Dämon. Aber Jesus bedrohte den unreinen Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder. Lk 9,43 Es erstaunten aber alle über die große Macht Gottes. Da sich nun alle verwunderten über alles, was er tat, sprach er zu seinen Jüngern: Jesus verkündigt noch einmal Seinen Tod Lk 9,44 Fasset ihr diese Worte zu Ohren: Des Menschen Sohn wird in der Menschen Hände überliefert werden. Lk 9,45 Sie aber verstanden das Wort nicht, und es war vor ihnen verborgen, so daß sie es nicht begriffen Demut, das Geheimnis der Grösse Lk 9,46 Es schlich sich aber der Gedanke bei ihnen ein, wer wohl der Größte unter ihnen sei. Lk 9,47 Da nun Jesus ihres Herzens Gedanken merkte, nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sprach zu ihnen: Lk 9,48 Wer dieses Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf Falscher Eifer zurückgewiesen Lk 9,49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand, der in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir wehrten es ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. Lk 9,50 Jesus aber sprach: Wehret ihm nicht! Denn wer nicht wider uns ist, der ist für uns. Jesus reist wieder durch Samaria Lk 9,51 Es begab sich aber, als sich die Tage seines Heimgangs erfüllten und er sein Angesicht nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen, Lk 9,52 sandte er Boten vor sich her. Diese kamen auf ihrer Reise in ein Samariterdorf und wollten ihm die Herberge bereiten. Lk 9,53 Aber man nahm ihn nicht auf, weil Jerusalem sein Reiseziel war. Lk 9,54 Als aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel herabfalle und sie verzehre, wie auch Elia getan hat! Lk 9,55 Er aber wandte sich und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes [Kinder] ihr seid? Lk 9,56 Denn des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erretten. Und sie zogen in ein anderes Dorf. Die Prüfung wahrer Jüngerschaft Lk 9,57 Als sie aber ihre Reise fortsetzten, sprach einer auf dem Wege zu ihm: Herr, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst! Lk 9,58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester Lk 9,59 Er sagte aber zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Lk 9,60 Jesus aber sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben Lk 9,61 Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen, zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Hause sind, Abschied zu nehmen. Lk 9,62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist nicht geschickt zum Reiche Gottes!
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Lk-0310
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Die Aussendung der Siebzig Lk 10,1 Darnach aber bezeichnete der Herr noch siebzig andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte. Lk 10,2 Und er sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende! Lk 10,3 Gehet hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. Lk 10,4 Traget weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßet niemand auf dem Wege. Lk 10,5 Wo ihr aber in ein Haus hineingehet, da sprechet zuerst: Friede diesem Hause! Lk 10,6 Und wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren. Lk 10,7 In demselben Hause aber bleibet und esset und trinket, was sie haben Lk 10,8 Und wo ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, da esset, was euch vorgesetzt wird Lk 10,9 und heilet die Kranken, die daselbst sind, und saget zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen! Lk 10,10 Wo ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da gehet auf ihre Gassen hinaus und sprechet: Lk 10,11 Auch den Staub, der sich von eurer Stadt an unsre Füße gehängt hat, wischen wir ab wider euch Lk 10,12 Ich sage euch, es wird Sodom an jenem Tage erträglicher gehen als dieser Stadt. Jesus tadelt die Gleichgültigkeit Lk 10,13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn zu Tyrus und Zidon die Taten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie vorlängst im Sack und in der Asche sitzend Buße getan. Lk 10,14 Doch es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen im Gerichte als euch. Lk 10,15 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhoben worden, du wirst bis zur Hölle hinabgeworfen werden! Lk 10,16 Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verwirft, der verwirft mich Lk 10,17 Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen! Lk 10,18 Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Lk 10,19 Siehe, ich habe euch Vollmacht verliehen, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes Lk 10,20 Doch nicht darüber freuet euch, daß euch die Geister untertan sind Lk 10,21 Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im heiligen Geiste und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. Lk 10,22 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden Lk 10,23 Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr sehet! Lk 10,24 Denn ich sage euch, viele Propheten und Könige wünschten zu sehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Ein Schriftgelehrter befragt Jesus Lk 10,25 Und siehe, ein Schriftgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu ererben? Lk 10,26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetze geschrieben? Wie liesest du? Lk 10,27 Er antwortete und sprach: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen und mit deinem ganzen Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst!» Lk 10,28 Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet Lk 10,29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter Lk 10,30 Da erwiderte Jesus und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber Lk 10,31 Es traf sich aber, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog Lk 10,32 Desgleichen auch ein Levit, der zu der Stelle kam und ihn sah, ging auf der andern Seite vorüber. Lk 10,33 Ein Samariter aber kam auf seiner Reise dahin, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen Lk 10,34 und ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goß Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Lk 10,35 Und am andern Tage gab er dem Wirt zwei Denare und sprach: Verpflege ihn! Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Lk 10,36 Welcher von diesen Dreien dünkt dich nun der Nächste gewesen zu sein dem, der unter die Räuber gefallen war? Lk 10,37 Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm tat! Da sprach Jesus zu ihm: So gehe du hin und tue desgleichen! Martha und Maria - wie verschieden Lk 10,38 Als sie aber weiterreisten, kam er in ein Dorf Lk 10,39 Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seiner Rede zu. Lk 10,40 Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, daß mich meine Schwester allein dienen läßt? Sage ihr doch, daß sie mir helfe! Lk 10,41 Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles Lk 10,42 eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt
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