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Das neue Testament, inkl. Erklärungen.

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Lexikon

Begriff Definition
Mt-0101

Die Einführung des Königs: Geschlechtsregister, Geburt und frühes Leben

Das Geschlechtsregister Jesu durch Salomo und seinen Pflegevater Joseph

Mt 1,1
Geschlechtsregister Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes
Abrahams.

Mt 1,2 Abraham zeugte den Isaak, Isaak
zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Juda und seine Brüder,

Mt 1,3 Juda zeugte den Phares und den
Zara mit der Tamar, Phares zeugte den Esrom, Esrom zeugte den Aram,

Mt 1,4 Aram zeugte den Aminadab, Aminadab
zeugte den Nahasson, Nahasson zeugte den Salmon,

Mt 1,5 Salmon zeugte den Boas mit der
Rahab, Boas zeugte den Obed mit der Ruth, Obed zeugte den Jesse,

Mt 1,6 Jesse zeugte den König David. Der
König David zeugte den Salomo mit dem Weibe Urias,

Mt 1,7 Salomo zeugte den Rehabeam,
Rehabeam zeugte den Abia, Abia zeugte den Asa,

Mt 1,8 Asa zeugte den Josaphat, Josaphat
zeugte den Joram, Joram zeugte den Usia,

Mt 1,9 Usia zeugte den Jotam, Jotam
zeugte den Ahas, Ahas zeugte den Hiskia,

Mt 1,10 Hiskia zeugte den Manasse,
Manasse zeugte den Amon, Amon zeugte den Josia,

Mt 1,11 Josia zeugte den Jechonja und
dessen Brüder, zur Zeit der Übersiedelung nach Babylon.

Mt 1,12 Nach der Übersiedelung nach
Babylon zeugte Jechonia den Salatiel. Salatiel zeugte den Serubbabel,

Mt 1,13 Serubbabel zeugte den Abiud,
Abiud zeugte den Eliakim, Eliakim zeugte den Azor,

Mt 1,14 Azor zeugte den Sadok, Sadok
zeugte den Achim, Achim zeugte den Eliud,

Mt 1,15 Eliud zeugte den Eleazar, Eleazar
zeugte den Mattan, Mattan zeugte den Jakob,

Mt 1,16 Jakob zeugte den Joseph, den Mann
der Maria, von welcher geboren ist Jesus, der genannt wird Christus.

Mt 1,17 So sind es nun von Abraham bis
auf David insgesamt vierzehn Glieder

Die Empfängnis und die Geburt Jesu

Mt 1,18 Die Geburt Jesu Christi aber war
also: Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie
zusammenkamen, erfand sich's, daß sie empfangen hatte vom heiligen
Geist.

Mt 1,19 Aber Joseph, ihr Mann, der
gerecht war und sie doch nicht an den Pranger stellen wollte, gedachte sie
heimlich zu entlassen.

Mt 1,20 Während er aber solches im Sinne
hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach:
Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu
nehmen

Mt 1,21 Sie wird aber einen Sohn gebären,
und du sollst ihm den Namen Jesus geben

Mt 1,22 Dieses alles aber ist geschehen,
auf daß erfüllt würde, was von dem Herrn gesagt ist durch den Propheten, der
da spricht:

Mt 1,23 «Siehe, die Jungfrau wird
empfangen und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Emmanuel
geben

Mt 1,24 Als nun Joseph vom Schlaf
erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen, und nahm sein Weib zu
sich

Mt 1,25 und erkannte sie nicht, bis sie
den Sohn geboren hatte

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Mt-0102

Der Besuch der Weisen aus dem Morgenland

 

Mt 2,1 Als nun Jesus
geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, in den Tagen des Königs Herodes,
siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, die sprachen:

Mt 2,2 Wo ist der neugeborene König der
Juden? Denn wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande und sind gekommen,
ihn anzubeten.

Mt 2,3 Da das der König Herodes hörte,
erschrak er und ganz Jerusalem mit ihm.

Mt 2,4 Und er berief alle Hohenpriester
und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und erfragte von ihnen, wo der
Christus geboren werden sollte.

Mt 2,5 Sie aber sagten ihm: Zu Bethlehem
im jüdischen Lande

Mt 2,6 «Und du, Bethlehem im Lande Juda,
bist keineswegs die geringste unter den Fürsten Judas

Mt 2,7 Da berief Herodes die Weisen
heimlich und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern
erschienen wäre,

Mt 2,8 und sandte sie nach Bethlehem und
sprach: Ziehet hin und forschet genau nach dem Kindlein. Und wenn ihr es
gefunden habt, so tut mir's kund, auf daß auch ich komme und es anbete.

Mt 2,9 Und als sie den König gehört,
zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen, ging vor
ihnen her, bis er kam und über dem Orte stillstand, wo das Kindlein
war.

Mt 2,10 Da sie nun den Stern sahen,
wurden sie sehr hoch erfreut

Mt 2,11 und gingen in das Haus hinein und
fanden das Kindlein samt Maria, seiner Mutter. Und sie fielen nieder, beteten
es an, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gaben, Gold, Weihrauch und
Myrrhen.

Mt 2,12 Und da sie im Traum angewiesen
wurden, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, entwichen sie auf einem
andern Wege in ihr Land.

Die Flucht nach Ägypten

Mt 2,13 Als sie aber entwichen waren,
siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh
auf, nimm das Kindlein und seine Mutter und fliehe nach Ägypten und bleibe
dort, bis ich es dir sage

Mt 2,14 Da stand er auf, nahm das
Kindlein und seine Mutter des Nachts und entwich nach Ägypten.

Mt 2,15 Und er blieb dort bis zum Tode
des Herodes, auf daß erfüllt würde, was vom Herrn durch den Propheten gesagt
ist, der da spricht: «Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.»

Herodes ermordet unschuldige Kinder

Mt 2,16 Da sich nun Herodes von den
Weisen betrogen sah, ward er sehr zornig, sandte hin und ließ alle Knäblein
töten, die zu Bethlehem und in allen ihren Grenzen waren, von zwei Jahren und
darunter, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundigt hatte.

Mt 2,17 Da ward erfüllt, was durch
Jeremia gesagt ist, den Propheten, der da spricht:

Mt 2,18 «Eine Stimme ist zu Rama gehört
worden, viel Weinen und Klagen

Die Rückkehr aus Ägypten nach Nazareth

Mt 2,19 Als aber Herodes gestorben war,
siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph in Ägypten im Traum

Mt 2,20 und spricht: Steh auf, nimm das
Kindlein und seine Mutter zu dir und ziehe in das Land Israel

Mt 2,21 Da stand er auf, nahm das
Kindlein und seine Mutter zu sich und ging in das Land Israel.

Mt 2,22 Als er aber hörte, daß Archelaus
anstatt seines Vaters Herodes über Judäa regierte, fürchtete er sich, dahin
zu gehen. Und auf eine Anweisung hin, die er im Traume erhielt, entwich er in
die Gegend des galiläischen Landes.

Mt 2,23 Und dort angekommen, ließ er sich
nieder in einer Stadt namens Nazareth

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Mt-0103

Der Dienst Johannes des Täufers

Mt 3,1 In jenen Tagen
aber erscheint Johannes der Täufer und predigt in der Wüste des jüdischen
Landes

Mt 3,2 und spricht: Tut Buße, denn das
Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Mt 3,3 Das ist der, von welchem gesagt
ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: «Eine Stimme ruft in der
Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Pfade eben!»

Mt 3,4 Er aber, Johannes, hatte ein Kleid
von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden

Mt 3,5 Da zog zu ihm hinaus Jerusalem und
ganz Judäa und die ganze umliegende Landschaft des Jordan,

Mt 3,6 und es wurden von ihm getauft im
Jordan, die ihre Sünden bekannten.

Mt 3,7 Als er aber viele von den
Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen:
Schlangenbrut, wer hat euch unterwiesen, dem zukünftigen Zorn zu
entfliehen?

Mt 3,8 So bringet nun Frucht, die der
Buße würdig ist!

Mt 3,9 Und denket nicht bei euch selbst,
sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch, Gott vermag
dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.

Mt 3,10 Es ist aber schon die Axt an die
Wurzel der Bäume gelegt. Ein jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt,
wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Mt 3,11 Ich taufe euch mit Wasser zur
Buße

Mt 3,12 Er hat die Wurfschaufel in seiner
Hand und wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune
sammeln

Die Taufe Jesu

Mt 3,13 Da kommt Jesus aus Galiläa an den
Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.

Mt 3,14 Er aber wehrte es ihm und sprach:
Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?

Mt 3,15 Jesus aber antwortete und sprach
zu ihm: Laß es jetzt zu

Mt 3,16 Und da Jesus getauft war, stieg
er alsbald aus dem Wasser

Mt 3,17 Und siehe, eine Stimme [kam] vom
Himmel, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen
habe!

[kam] vom
Himmel, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen
habe! 

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Mt-0104

Die Versuchung Jesu

Mt 4,1 Darauf ward
Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er vom Teufel versucht
würde.

Mt 4,2 Und als er vierzig Tage und
vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn hernach.

Mt 4,3 Und der Versucher trat zu ihm und
sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden!

Mt 4,4 Er aber antwortete und sprach: Es
steht geschrieben: «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem
jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.»

Mt 4,5 Darauf nimmt ihn der Teufel mit
sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels

Mt 4,6 und spricht zu ihm: Bist du Gottes
Sohn, so wirf dich hinab

Mt 4,7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum
steht geschrieben: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.»

Mt 4,8 Wiederum nimmt ihn der Teufel mit
auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre
Herrlichkeit

Mt 4,9 und spricht zu ihm: Dieses alles
will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.

Mt 4,10 Da spricht Jesus zu ihm: Hebe
dich weg von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: «Du sollst den Herrn,
deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!»

Mt 4,11 Da verließ ihn der Teufel

Jesus beginnt Seinen öffentlichen Dienst

Mt 4,12 Als aber Jesus hörte, daß
Johannes gefangengesetzt worden war, entwich er nach Galiläa.

Mt 4,13 Und er verließ Nazareth, kam und
ließ sich zu Kapernaum nieder, das am Meere liegt, im Gebiet von Sebulon und
Naphtali

Mt 4,14 auf daß erfüllt würde, was durch
Jesaja gesagt ist, den Propheten, der da spricht:

Mt 4,15 «Das Land Sebulon und das Land
Naphtali, am Wege des Meeres, jenseits des Jordan, das Galiläa der
Heiden,

Mt 4,16 das Volk, das in der Finsternis
saß, hat ein großes Licht gesehen, und die da saßen im Lande und Schatten des
Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.»

Mt 4,17 Von da an begann Jesus zu
predigen und zu sprechen: Tut Buße

Die ersten Jünger Jesu

Mt 4,18 Als er aber am galiläischen Meere
wandelte, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und dessen Bruder
Andreas

Mt 4,19 Und er spricht zu ihnen: Folget
mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen!

Mt 4,20 Und sie verließen alsbald die
Netze und folgten ihm nach.

Mt 4,21 Und als er von da weiterging, sah
er in einem Schiffe zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und
dessen Bruder Johannes, mit ihrem Vater Zebedäus ihre Netze flicken

Mt 4,22 Da verließen sie alsbald das
Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.

Der frühe Dienst in Galiläa

Mt 4,23 Und Jesus durchzog ganz Galiläa,
lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und
heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.

Mt 4,24 Und sein Ruf verbreitete sich in
ganz Syrien

Mt 4,25 Und es folgte ihm eine große
Volksmenge nach aus Galiläa und aus dem Gebiet der Zehn-Städte und aus
Jerusalem und Judäa und von jenseits des Jordan.

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Mt-0105

 

Die Grundsätze der Regierung des Königs: die Bergpredigt

Die Bergpredigt : die Seligpreisungen

Mt 5,1 Als er aber
die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg

Mt 5,2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte
sie und sprach:

Mt 5,3 Selig sind die geistlich
Armen

Mt 5,4 Selig sind die Trauernden

Mt 5,5 Selig sind die Sanftmütigen

Mt 5,6 Selig sind, die nach der
Gerechtigkeit hungern und dürsten

Mt 5,7 Selig sind die Barmherzigen

Mt 5,8 Selig sind, die reines Herzens
sind

Mt 5,9 Selig sind die Friedfertigen

Mt 5,10 Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden

Mt 5,11 Selig seid ihr, wenn sie euch
schmähen und verfolgen und lügnerisch allerlei Arges wider euch reden um
meinetwillen!

Mt 5,12 Freuet euch und frohlocket

Die Vergleiche

Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn
aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt
zu nichts mehr, als daß es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten
werde.

Mt 5,14 Ihr seid das Licht der Welt. Es
kann eine Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen bleiben.

Mt 5,15 Man zündet auch nicht ein Licht
an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, so leuchtet es
allen, die im Hause sind.

Mt 5,16 So soll euer Licht leuchten vor
den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel
preisen.

Mt 5,17 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich
gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen! Ich bin nicht
gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Die Beziehung Christi zum Gesetz

Mt 5,18 Denn wahrlich, ich sage euch, bis
daß Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges
Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Mt 5,19 Wer nun eines von diesen
kleinsten Geboten auflöst und die Leute also lehrt, der wird der Kleinste
heißen im Himmelreich, wer sie aber tut und lehrt, der wird groß heißen im
Himmelreich.

Mt 5,20 Denn ich sage euch: Wenn eure
Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft,
so werdet ihr gar nicht in das Himmelreich eingehen!

Zuerst Versöhnung, dann Opfer

Mt 5,21 Ihr habt gehört, daß zu den Alten
gesagt ist: «Du sollst nicht töten»

Mt 5,22 Ich aber sage euch: Jeder, der
seinem Bruder zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem
Bruder sagt: Raka! der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du
Narr! der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.

Mt 5,23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar
bringst und daselbst eingedenk wirst, daß dein Bruder etwas wider dich
habe,

Mt 5,24 so laß deine Gabe dort vor dem
Altar und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder und alsdann komm
und opfere deine Gabe.

Mt 5,25 Sei deinem Widersacher bald
geneigt, während du noch mit ihm auf dem Wege bist

Mt 5,26 Wahrlich, ich sage dir, du wirst
von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Heller bezahlt hast!

Lust, Ehebruch und Ehescheidung

Mt 5,27 Ihr habt gehört, daß zu den Alten
gesagt ist: «Du sollst nicht ehebrechen!»

Mt 5,28 Ich aber sage euch: Wer ein Weib
ansieht, ihrer zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr
begangen.

Mt 5,29 Wenn dir aber dein rechtes Auge
ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir. Denn es ist
besser für dich, daß eins deiner Glieder verloren gehe, als daß dein ganzer
Leib in die Hölle geworfen werde.

Mt 5,30 Und wenn deine rechte Hand für
dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir. Denn es
ist besser für dich, daß eins deiner Glieder verloren gehe, als daß dein
ganzer Leib in die Hölle geworfen werde.

Mt 5,31 Es ist auch gesagt: «Wer sich von
seiner Frau scheidet, der gebe ihr einen Scheidebrief.»

Mt 5,32 Ich aber sage euch: Wer sich von
seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, daß sie die Ehe
bricht. Und wer eine Geschiedene zur Ehe nimmt, der bricht die Ehe.

Meineid und Rache verboten

Mt 5,33 Wiederum habt ihr gehört, daß zu
den Alten gesagt ist: «Du sollst nicht falsch schwören

Mt 5,34 Ich aber sage euch, daß ihr
überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes
Thron,

Mt 5,35 noch bei der Erde, denn sie ist
seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs
Stadt.

Mt 5,36 Auch bei deinem Haupte sollst du
nicht schwören

Mt 5,37 Es sei aber eure Rede: Ja, ja!
Nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen.

Mt 5,38 Ihr habt gehört, daß gesagt ist:
«Auge um Auge und Zahn um Zahn!»

Mt 5,39 Ich aber sage euch: Ihr sollt dem
Bösen nicht widerstehen

Mt 5,40 und wer mit dir rechten und
deinen Rock nehmen will, dem laß auch den Mantel

Mt 5,41 und wenn dich jemand eine Meile
weit zu gehen nötigt, so gehe mit ihm zwei.

Mt 5,42 Gib dem, der dich bittet, und
wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.

Die Liebe zu den Feinden befohlen

Mt 5,43 Ihr habt gehört, daß gesagt ist:
«Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen!»

Mt 5,44 Ich aber sage euch: Liebet eure
Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet
für die, so euch beleidigen und verfolgen

Mt 5,45 auf daß ihr Kinder eures Vaters
im Himmel seid. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt
regnen über Gerechte und Ungerechte.

Mt 5,46 Denn wenn ihr die liebt, die euch
lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht die Zöllner dasselbe?

Mt 5,47 Und wenn ihr nur eure Brüder
grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die Heiden ebenso?

Mt 5,48 Darum sollt ihr vollkommen sein,
gleichwie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

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Mt-0106

Warnung vor religiöser Schau

Mt 6,1 Habet acht,
daß ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Leuten übet, um von ihnen gesehen zu
werden

Mt 6,2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst
du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler in den Synagogen und
auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage
euch, sie haben ihren Lohn dahin.

Mt 6,3 Wenn du aber Almosen gibst, so
soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,

Mt 6,4 damit dein Almosen im Verborgenen
sei. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten
öffentlich.

Mt 6,5 Und wenn ihr betet, sollt ihr
nicht sein wie die Heuchler

Mt 6,6 Du aber, wenn du betest, geh in
dein Kämmerlein und schließ deine Türe zu und bete zu deinem Vater im
Verborgenen

Mt 6,7 Und wenn ihr betet, sollt ihr
nicht plappern wie die Heiden

Mt 6,8 Darum sollt ihr ihnen nicht
gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, ehe ihr ihn bittet.

Unterweisung im Gebet

Mt 6,9 So sollt ihr nun also beten: Unser
Vater, der du bist in dem Himmel! Geheiligt werde dein Name.

Mt 6,10 Es komme dein Reich. Dein Wille
geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.

Mt 6,11 Gib uns heute unser tägliches
Brot.

Mt 6,12 Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unsern Schuldnern.

Mt 6,13 Und führe uns nicht in
Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. [Denn dein ist das Reich und
die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.] -

Mt 6,14 Denn wenn ihr den Menschen ihre
Fehler vergebet, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.

Mt 6,15 Wenn ihr aber den Menschen ihre
Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht
vergeben.

Mt 6,16 Wenn ihr aber fastet, sollt ihr
nicht finster dreinsehen wie die Heuchler

Mt 6,17 Du aber, wenn du fastest, so
salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht,

Mt 6,18 damit es nicht von den Leuten
bemerkt werde, daß du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen
ist

Schätze im Himmel

Mt 6,19 Ihr sollt euch nicht Schätze
sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen, und wo die Diebe
nachgraben und stehlen.

Mt 6,20 Sammelt euch aber Schätze im
Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen, und wo die Diebe nicht
nachgraben und stehlen.

Mt 6,21 Denn wo dein Schatz ist, da wird
auch dein Herz sein.

Mt 6,22 Das Auge ist des Leibes Leuchte.
Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.

Mt 6,23 Wenn aber dein Auge verdorben
ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir
Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!

Mt 6,24 Niemand kann zwei Herren
dienen

Das Heilmittel gegen Sorgen

Mt 6,25 Darum sage ich euch: Sorget euch
nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren
Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der
Leib mehr als die Kleidung?

Mt 6,26 Sehet die Vögel des Himmels an!
Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen

Mt 6,27 Wer aber von euch kann durch sein
Sorgen zu seiner Länge eine einzige Elle hinzusetzen?

Mt 6,28 Und warum sorgt ihr euch um die
Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie arbeiten
nicht und spinnen nicht

Mt 6,29 ich sage euch aber, daß auch
Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie deren
eine.

Mt 6,30 Wenn nun Gott das Gras des
Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet,
wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?

Mt 6,31 Darum sollt ihr nicht sorgen und
sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden
wir uns kleiden?

Mt 6,32 Denn nach allen diesen Dingen
trachten die Heiden

Mt 6,33 Trachtet aber zuerst nach dem
Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles
hinzugelegt werden.

Mt 6,34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen
um den andern Morgen

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Mt-0107

Ungerechtes Richten verboten

Mt 7,1 Richtet nicht,
damit ihr nicht gerichtet werdet!

Mt 7,2 Denn mit welchem Gericht ihr
richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch
gemessen werden.

Mt 7,3 Was siehst du aber den Splitter in
deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

Mt 7,4 Oder wie kannst du zu deinem
Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, - und
siehe, der Balken ist in deinem Auge?

Mt 7,5 Du Heuchler, ziehe zuerst den
Balken aus deinem Auge und dann siehe zu, wie du den Splitter aus deines
Bruders Auge ziehest!

Mt 7,6 Gebet das Heilige nicht den Hunden
und werfet eure Perlen nicht vor die Schweine, damit sie dieselben nicht mit
ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

Ermutigung zum Gebet

Mt 7,7 Bittet, so wird euch gegeben

Mt 7,8 Denn jeder, der bittet,
empfängt

Mt 7,9 Oder ist unter euch ein Mensch,
der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gäbe,

Mt 7,10 oder, wenn er um einen Fisch
bittet, er ihm eine Schlange gäbe?

Mt 7,11 Wenn nun ihr, die ihr arg seid,
euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im
Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten! -

Die goldene Regel

Mt 7,12 Alles nun, was ihr wollt, daß die
Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso

Zwei entgegengesetzte Wege

Mt 7,13 Gehet ein durch die enge Pforte.
Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und
viele sind es, die da hineingehen.

Mt 7,14 Aber die Pforte ist eng, und der
Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn
finden!

Falsche und wahre Lehrer

Mt 7,15 Hütet euch aber vor den falschen
Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende
Wölfe sind.

Mt 7,16 An ihren Früchten sollt ihr sie
erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?

Mt 7,17 So bringt ein jeder gute Baum
gute Früchte, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte.

Mt 7,18 Ein guter Baum kann nicht
schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte
bringen.

Mt 7,19 Ein jeder Baum, der nicht gute
Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Mt 7,20 Darum sollt ihr sie an ihren
Früchten erkennen.

Falsche Bekenner

Mt 7,21 Nicht jeder, der zu mir sagt:
«Herr, Herr», wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines
Vaters im Himmel tut.

Mt 7,22 Viele werden an jenem Tage zu mir
sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem
Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Taten vollbracht?

Mt 7,23 Und dann werde ich ihnen
bezeugen: Ich habe euch nie gekannt

Das Gleichnis von zwei Bauleuten und zwei Fundamenten

Mt 7,24 Ein jeder nun, der diese meine
Worte hört und sie tut, ist einem klugen Manne zu vergleichen, der sein Haus
auf den Felsen baute.

Mt 7,25 Als nun der Platzregen fiel und
die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, fiel
es nicht

Mt 7,26 Und ein jeder, der diese meine
Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Manne gleich sein, der
sein Haus auf den Sand baute.

Mt 7,27 Als nun der Platzregen fiel und
die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, da
fiel es, und sein Fall war groß.

Die Wirkung der Rede auf die Hörer

Mt 7,28 Und es begab sich, als Jesus
diese Rede beendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre.

Mt 7,29 Denn er lehrte sie wie einer, der
Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

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Mt-0108

Die Autorität des Königs geoffenbart und verworfen

Jesus reinigt einen Aussätzigen

Mt 8,1 Als er aber
von dem Berge herabstieg, folgte ihm eine große Volksmenge nach.

Mt 8,2 Und siehe, ein Aussätziger kam,
fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich
reinigen.

Mt 8,3 Und Jesus streckte die Hand aus,
rührte ihn an und sprach: Ich will

Mt 8,4 Und Jesus spricht zu ihm: Siehe
zu, daß du es niemand sagest

Jesus heilt den Knecht eines Hauptmannes

Mt 8,5 Als er aber nach Kapernaum kam,
trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn

Mt 8,6 und sprach: Herr, mein Knecht
liegt daheim gelähmt darnieder und ist furchtbar geplagt!

Mt 8,7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will
kommen und ihn heilen.

Mt 8,8 Der Hauptmann antwortete und
sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst, sondern
sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden.

Mt 8,9 Denn auch ich bin ein Mensch, der
unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir

Mt 8,10 Als Jesus das hörte, verwunderte
er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch,
bei niemand in Israel habe ich so großen Glauben gefunden!

Mt 8,11 Ich sage euch aber: Viele werden
kommen von Morgen und Abend und werden mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tische
sitzen im Himmelreich

Mt 8,12 aber die Kinder des Reiches
werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden

Mt 8,13 Und Jesus sprach zu dem
Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast! Und sein Knecht ward
gesund in derselben Stunde.

Die Schwiegermutter des Petrus wird geheilt

Mt 8,14 Und als Jesus in das Haus des
Petrus kam, sah er, daß dessen Schwiegermutter darniederlag und das Fieber
hatte.

Mt 8,15 Und er berührte ihre Hand, und
das Fieber verließ sie, und sie stand auf und diente ihm.

Mt 8,16 Als es aber Abend geworden war,
brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister aus durchs Wort
und heilte alle Kranken

Mt 8,17 auf daß erfüllt würde, was durch
Jesaja gesagt ist, den Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere Gebrechen
weggenommen und die Krankheiten getragen.»

Jüngerschaft wird geprüft

Mt 8,18 ALS aber Jesus die Volksmenge um
sich sah, befahl er, ans jenseitige Ufer zu fahren.

Mt 8,19 Und ein Schriftgelehrter trat
herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch
gehst!

Mt 8,20 Und Jesus sprach zu ihm: Die
Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester

Mt 8,21 Ein anderer Jünger sprach zu ihm:
Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben!

Mt 8,22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge
mir nach und laß die Toten ihre Toten begraben!

Jesus stillt Wind und Wogen

Mt 8,23 Und er trat in das Schiff, und
seine Jünger folgten ihm nach.

Mt 8,24 Und siehe, es erhob sich ein
großer Sturm auf dem Meere, so daß das Schiff von den Wellen bedeckt
ward

Mt 8,25 Und seine Jünger traten zu ihm,
weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns, wir kommen um!

Mt 8,26 Da sprach er zu ihnen: Was seid
ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf und bedrohte die
Winde und das Meer

Mt 8,27 Die Menschen aber verwunderten
sich und sprachen: Wer ist der, daß ihm auch die Winde und das Meer gehorsam
sind?

Jesus treibt Teufel bei Gadara (oder Gerasa) aus

Mt 8,28 Und als er ans jenseitige Ufer in
die Landschaft der Gadarener kam, liefen ihm zwei Besessene entgegen, die
kamen aus den Gräbern heraus und waren sehr gefährlich, so daß niemand auf
jener Straße wandern konnte.

Mt 8,29 Und siehe, sie schrieen und
sprachen: Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn Gottes? Bist du
hierher gekommen, uns vor der Zeit zu peinigen?

Mt 8,30 Es war aber fern von ihnen eine
große Herde Schweine auf der Weide.

Mt 8,31 Und die Dämonen baten ihn und
sprachen: Wenn du uns austreibst, so sende uns in die Schweineherde!

Mt 8,32 Und er sprach zu ihnen: Fahret
hin! Da fuhren sie aus und fuhren in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde
stürzte sich den Abhang hinunter ins Meer, und sie kamen im Wasser um.

Mt 8,33 Die Hirten aber flohen, gingen in
die Stadt und verkündigten alles, auch was mit den Besessenen vorgegangen
war.

Mt 8,34 Und siehe, die ganze Stadt kam
heraus, Jesus entgegen

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Mt-0109

Der Gichtbrüchige wird geheilt

Mt 9,1 Und er trat in
das Schiff, fuhr hinüber und kam in seine Stadt.

Mt 9,2 Und siehe, da brachten sie zu ihm
einen Gelähmten, der auf einem Bette lag. Und als Jesus ihren Glauben sah,
sprach er zu dem Gelähmten: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir
vergeben!

Mt 9,3 Und siehe, etliche der
Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert!

Mt 9,4 Und da Jesus ihre Gedanken sah,
sprach er: Warum denkt ihr Arges in euren Herzen?

Mt 9,5 Was ist denn leichter zu sagen:
Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und wandle?

Mt 9,6 Damit ihr aber wisset, daß des
Menschen Sohn Macht hat, auf Erden Sünden zu vergeben - sprach er zu dem
Gelähmten -: Steh auf, nimm dein Bett und geh heim!

Mt 9,7 Und er stand auf und ging
heim.

Mt 9,8 Als aber die Volksmenge das sah,
verwunderte sie sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen
gegeben.

Die Berufung des Matthäus (Levi)

Mt 9,9 Und als Jesus von da weiter ging,
sah er einen Menschen an der Zollstätte sitzen, der hieß Matthäus

Jesus antwortet den Pharisäern

Mt 9,10 Und es begab sich, als er in dem
Hause zu Tische saß, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen mit
Jesus und seinen Jüngern zu Tische.

Mt 9,11 Und als die Pharisäer es sahen,
sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und
Sündern?

Mt 9,12 Er aber, als er es hörte, sprach
zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.

Mt 9,13 Gehet aber hin und lernet, was
das sei: «Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer.» Denn ich bin nicht
gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder.

Mt 9,14 Da kamen die Jünger des Johannes
zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer, deine Jünger aber
fasten nicht?

Mt 9,15 Und Jesus sprach zu ihnen: Können
die Hochzeitleute trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden
aber Tage kommen, wo der Bräutigam von ihnen genommen sein wird, und dann
werden sie fasten.

Das Gleichnis von dem Flicken und den Weinschläuchen

Mt 9,16 Niemand aber setzt einen Lappen
von ungewalktem Tuch auf ein altes Kleid, denn der Lappen reißt von dem
Kleide ab, und der Riß wird ärger.

Mt 9,17 Man faßt auch nicht neuen Wein in
alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche und der Wein wird verschüttet
und die Schläuche kommen um

Zwei Wunder: Die Tochter des Jairus erweckt und das blutflüssige Weib geheilt

Mt 9,18 Und da er solches mit ihnen
redete, siehe, da kam ein Vorsteher, fiel vor ihm nieder und sprach: Meine
Tochter ist eben gestorben

Mt 9,19 Und Jesus stand auf und folgte
ihm samt seinen Jüngern.

Mt 9,20 Und siehe, eine Frau, die zwölf
Jahre blutflüssig war, trat von hinten herzu und rührte den Saum seines
Kleides an.

Mt 9,21 Denn sie sagte bei sich selbst:
Wenn ich nur sein Kleid anrühre, so bin ich gerettet!

Mt 9,22 Jesus aber wandte sich um, sah
sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen! Und
das Weib war gerettet von jener Stunde an.

Mt 9,23 Als nun Jesus in das Haus des
Obersten kam und die Pfeifer und das Getümmel sah,

Mt 9,24 sprach er zu ihnen: Entfernet
euch! Denn das Mägdlein ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie
verlachten ihn.

Mt 9,25 Als aber das Volk hinausgetrieben
war, ging er hinein und faßte sie bei der Hand

Mt 9,26 Und das Gerücht hiervon
verbreitete sich in jener ganzen Gegend.

Zwei Blinde und ein Besessener geheilt

Mt 9,27 Und als Jesus von dort
weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Du Sohn
Davids, erbarme dich unser!

Mt 9,28 Als er nun ins Haus kam, traten
die Blinden zu ihm. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, daß ich solches tun
kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr!

Mt 9,29 Da rührte er ihre Augen an und
sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben!

Mt 9,30 Und ihre Augen wurden geöffnet.
Und Jesus drohte ihnen ernstlich und sprach: Sehet zu, daß es niemand
erfahre!

Mt 9,31 Sie aber gingen hinaus und
machten ihn in jener ganzen Gegend bekannt.

Mt 9,32 Als sie aber hinausgingen, siehe,
da brachte man einen Menschen zu ihm, der stumm und besessen war.

Mt 9,33 Und nachdem der Dämon
ausgetrieben war, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und
sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden!

Mt 9,34 Die Pharisäer aber sagten: Durch
den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus!

Mt 9,35 UND Jesus durchzog alle Städte
und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, predigte das Evangelium von dem Reich
und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen.

Das Mitleid Jesu mit der Menge

Mt 9,36 Als er aber die Volksscharen sah,
jammerten sie ihn, weil sie beraubt und vernachlässigt waren wie Schafe, die
keinen Hirten haben.

Mt 9,37 Da sprach er zu seinen Jüngern:
Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige.

Mt 9,38 Darum bittet den Herrn der Ernte,
daß er Arbeiter in seine Ernte aussende!

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Mt-0110

Die zwölf Apostel werden ausgesandt

Mt 10,1 Da rief er
seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister,
sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.

Mt 10,2 Die Namen der zwölf Apostel aber
sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas

Mt 10,3 Philippus und Bartholomäus,
Thomas und Matthäus der Zöllner

Mt 10,4 Simon der Kananäer, und Judas,
der Ischariot, welcher ihn verriet.

Mt 10,5 Diese zwölf sandte Jesus aus,
gebot ihnen und sprach: Begebet euch nicht auf die Straße der Heiden und
betretet keine Stadt der Samariter

Mt 10,6 gehet vielmehr zu den verlorenen
Schafen des Hauses Israel.

Mt 10,7 Gehet aber hin, prediget und
sprechet: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Mt 10,8 Heilet Kranke, weckt Tote auf,
reiniget Aussätzige, treibet Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen,
umsonst gebet es!

Mt 10,9 Nehmet weder Gold noch Silber
noch Erz in eure Gürtel,

Mt 10,10 keine Tasche auf den Weg, auch
nicht zwei Röcke, weder Schuhe noch Stab

Mt 10,11 Wo ihr aber in eine Stadt oder
in ein Dorf hineingehet, da erkundiget euch, wer darin würdig sei, und
bleibet dort, bis ihr weiterzieht.

Mt 10,12 Wenn ihr aber in das Haus
eintretet, so grüßet es.

Mt 10,13 Und wenn das Haus würdig ist, so
komme euer Friede über dasselbe. Ist es aber nicht würdig, so soll euer
Friede wieder zu euch zurückkehren.

Mt 10,14 Und wenn euch jemand nicht
aufnehmen, noch eure Rede hören wird, so gehet fort aus diesem Haus oder
dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen!

Mt 10,15 Wahrlich, ich sage euch: Es wird
dem Lande Sodom und Gomorra am Tage des Gerichts erträglicher gehen als
dieser Stadt.

Das Evangelium von dem Königreich wird vor dem Wiederkommen Christi verkündigt werden

Mt 10,16 Siehe, ich sende euch wie Schafe
mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie
die Tauben!

Mt 10,17 Hütet euch aber vor den
Menschen! Denn sie werden euch den Gerichten überliefern, und in ihren
Synagogen werden sie euch geißeln

Mt 10,18 auch vor Fürsten und Könige wird
man euch führen, um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis.

Mt 10,19 Wenn sie euch aber überliefern,
so sorget euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt

Mt 10,20 denn nicht ihr seid es, die da
reden, sondern eures Vaters Geist ist's, der durch euch redet.

Mt 10,21 Es wird aber ein Bruder den
anderen zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind

Mt 10,22 Und ihr werdet von jedermann
gehaßt sein um meines Namens willen. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird
gerettet werden.

Mt 10,23 Wenn sie euch aber in der einen
Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere. Denn wahrlich, ich sage euch, ihr
werdet mit den Städten Israels nicht fertig sein, bis des Menschen Sohn
kommt.

Die Kosten und der Lohn der Jüngerschaft

Mt 10,24 Der Jünger ist nicht über dem
Meister, noch der Knecht über seinem Herrn.

Mt 10,25 Es ist für den Jünger genug, daß
er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater
Beelzebul geheißen, wieviel mehr seine Hausgenossen!

Mt 10,26 So fürchtet euch nun nicht vor
ihnen! Denn es ist nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und
nichts verborgen, das man nicht erfahren wird.

Mt 10,27 Was ich euch im Finstern sage,
das redet am Licht, und was ihr ins Ohr höret, das prediget auf den
Dächern.

Mt 10,28 Und fürchtet euch nicht vor
denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen, fürchtet
vielmehr den, welcher Seele und Leib verderben kann in der Hölle.

Mt 10,29 Verkauft man nicht zwei
Sperlinge um einen Pfennig? Und doch fällt keiner derselben auf die Erde ohne
euren Vater.

Mt 10,30 Bei euch aber sind auch die
Haare des Hauptes alle gezählt.

Mt 10,31 Darum fürchtet euch nicht! Ihr
seid mehr wert als viele Sperlinge.

Mt 10,32 Jeder nun, der mich bekennt vor
den Menschen, den will auch ich bekennen vor meinem himmlischen Vater

Mt 10,33 wer mich aber verleugnet vor den
Menschen, den will auch ich verleugnen vor meinem himmlischen Vater.

Mt 10,34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich
gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen,
Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Mt 10,35 Denn ich bin gekommen, den
Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und
die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter

Mt 10,36 und des Menschen Feinde werden
seine eigenen Hausgenossen sein.

Mt 10,37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt
als mich, der ist meiner nicht wert

Mt 10,38 Und wer nicht sein Kreuz nimmt
und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.

Mt 10,39 Wer sein Leben findet, der wird
es verlieren

Mt 10,40 Wer euch aufnimmt, der nimmt
mich auf

Mt 10,41 Wer einen Propheten aufnimmt,
weil er ein Prophet heißt, der wird den Lohn eines Propheten empfangen

Mt 10,42 und wer einen dieser Geringen
auch nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt, weil er ein Jünger heißt,
wahrlich, ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren!

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