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Jürg Rückmar's "Aus Angst vor dem Tod aufs Leben verzichten"

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1 Monat 4 Tage her #542 von glaftsis
Ein wunderbar geschriebener Text! Für mich enthält er so viel mehr als nur den vordergründigen Kommentar zur aktuellen Covid-19-Geschichte... Danke Herr Rückmar.

Autor: Jürg Rückmar
Quelle: linth24.ch/articles/30887-corona-aus-ang...rNztAUcZe9YoxVSj8cZ8



«Aus Angst vor dem Tod aufs Leben verzichten»

Jürg Rückmar übt Kritik an der (medial geschürten) Angst vor dem Corona-Tod. (Symbolbild)
Leser Jürg Rückmar macht sich Gedanken über die Angst vor dem Tod durch Corona. Aus seiner Sicht lässt die heutige Gesellschaft alles über sich ergehen, um das Thema Tod zu verdrängen.
«Wir Bürgerinnen und Bürger sind selber schuld, weil wir aufgehört haben, Souverän zu sein!

Warum dürfen wir nicht an Corona sterben?

Täglich sterben Menschen an Herzinfarkt, Krebs, Diabetes oder grippalen Infekten, an Alkoholismus, an unfallbedingten Verletzungen, an Drogen, Selbstmord, Depression, Gewaltverbrechen, Hunger und Durst. Doch ausgerechnet am Corona-Virus darf niemand sterben!


Das muss – im wahrsten Sinne des Wortes – um jeden Preis verhindert werden. Logischer- und konsequenterweise müsste die Regierung angesichts der vielen Verkehrstoten das Autofahren verbieten. Sie müsste viele Sportarten verbieten. Zigaretten, Lebensmittel mit Zuckerzusatz, Alkohol, Schlaftabletten, Kriege ebenfalls, denn jeden Tag sterben viele Menschen daran.

Der Umgang mit dem Tod war früher anders als heute
Früher war der Tod in das Leben integriert. Kranke Menschen wurden von der Gemeinschaft besucht, gepflegt, versorgt. Menschen starben im Kreise ihrer Familie oder Freunde. Der Tod gehörte zum Leben, er war mitten in der Gesellschaft.

Heute haben wir den Tod aus dem Leben, aus unserer Gesellschaft verdrängt. Kranke Menschen bringen wir ins Krankenhaus, Alte in die Pflegeheime. Sollen sie dort sterben.

Doch auf einmal ist der Tod wieder allgegenwärtig. Mit erschütternden Bildern wird er an uns herangetragen. Damit können wir nicht umgehen. Wir isolieren uns, verschanzen uns hinter Masken, verdächtigen jeden, der uns begegnet, denn er könnte den Tod zu uns bringen. Kinder sind nun eine Gefahr, alte Menschen bleiben isoliert, bis sie sterben.

Nicht mehr leben, um nicht sterben zu müssen
Um dieser Angst, der Konfrontation mit dem Thema Tod scheinbar zu entrinnen zu können, lassen wir alles über uns ergehen. Zerstörung unserer Existenzgrundlage, Verzicht auf frische Luft und auf Sport, Verzicht auf Kontakt mit Freunden und Familie. Wir engagieren uns sogar dafür, nicht mehr zu leben, damit wir nicht sterben müssen.

Unsere Regierung ist dann gut, wenn sie jedes Mittel anwendet, damit niemand an Corona stirbt. Doch Sterben gehört zum Leben. Das war schon immer so. An alle Todesursachen haben wir uns gewöhnt. Sie berühren uns nicht mehr oder sie sind weit weg.

Doch warum darf gerade an Corona niemand sterben?

Warum wird in den Medien pausenlos Angst davor geschürt?

Wer Angst hat, denkt nicht rational, verlässt sich nicht mehr auf seinen gesunden Menschenverstand.

Und wer nicht denkt, der wird gelenkt!

Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben!»

(Text im Original von Werner Falke).

Jürg Rückmar, Pfäffikon SZ

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